Seite 1 von 2 12 Letzte

Thema: Gespräche

  1. #1
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    41
    Tiere sprechen ohne Gespräche zu führen.
    Tiere leben, ohne zu Verletzen, was sie lieben.
    Tiere freuen sich, ohne Falschheit.
    Tiere leben, ohne das Böse.

    Und Menschen?

    Menschen führen sinnlose Gespräche.
    Menschen verletzen, was sie lieben.
    Menschen freuen sich, mit Falschheit.
    Menschen leben mit dem Bösen.

    Warum regieren dann Menschen?
    Warum werden Tiere gequält?
    Soll die Erde das Böse spüren?

    Doch ein Hoffnungsschimmer ist da.
    Es gibt Ausnahmen.
    Diese Ausnahmen gibt es, weil diese Menschen Tiere haben
    und diese Tiere lieben.
    Tiere machen Menschen zu dem was sie eigentlich sind.
    Zu ihrer reinsten Form, so wie Gott sie geschaffen hat.
    [Geändert durch Esel1992 am 05-07-2005 um 16:44]

  2. #2
    Registriert seit
    Dec 2004
    Ort
    München
    Beiträge
    716
    Hallo Esel1992,

    sollte die Zahl in deinem Nick, für dein Geburtsdatum stehen, finde ich deine kindliche Anprangerung zwar ganz süß, aber dennoch sehr unlogisch und naiv durchdacht.
    Denn hast du mal darüber nachgedacht, was Tiere in Ihrem natürlichem Lebensraum so alles treiben? Da kann es auch mal sehr hart, wenn auch aus reinem Überlebenskampf, zugehen.

    Deine Schlussfolgerung bzw der Hoffnungsschimmer erscheint mir auch äußerst unüberlegt. Ein kleines Beispiel :
    Auch Hitler hatte einen Hund, auch wenn an Ihm einen (Selbst)Mord erprobt hat.

    Und ob so manche Tierhaltung (z.B Vögel oder Fische) so besonders artgerecht und rein ist wage ich auch zu bezweifeln.

    Gruß
    question
    [Geändert durch question am 05-07-2005 um 15:13]

  3. #3
    Registriert seit
    Sep 2003
    Ort
    Erlangen
    Beiträge
    1.104
    Hitler hatte sogar zwei Schäferhunde, die er über alles geliebt hat. (So heißt es jedenfalls)
    Ich finde der Vergleich hakt an dem Grundsätzlichen Unterschied der Wesenszüge von Tier und Mensch.

    Wie question zweifle ich diesen Satz stark an:
    Tiere leben, ohne zu Verletzen.
    Schon mal gesehen, was ein Löwe mit dem Nachwuchs einer einsamen Löwendame macht, wenn er sich dannach mit ihr paaren wird?

    Tiere freuen sich, ohne Falschheit.
    Nur weil der Delphin ständig grinnst, freut er sich nicht. Das Freuen (über etwas) ist meiner Meinung nach ein zu bewusster Prozess, um es einem Tier zu unterstellen. Ein kann positive Reize erfahren, Freude jedoch kaum.

    Tiere leben, ohne das Böse.
    Das gleiche Dilemma. Das "Böse" ist eine Frage des Standpunktes und braucht eine Reflexion um erdacht zu werden. Ergo: Tiere kennen werder gut noch böse.
    Menschen führen sinnlose Gespräche.
    Menschen verletzen, was sie lieben.
    Menschen freuen sich, mit Falschheit.
    Menschen leben mit dem Bösen.
    Die Welt ist ja so schlecht... Nein, das ist viel zu pauschal.

    Zum sprachlichen Teil des Textes: Außer den Sinnabschnitten gibt es keine bewusst gewählte Form oder Strucktur. Die Sprache wartet hier mit dem Einfachheitsgen auf und macht es nicht besser.
    Áber an sich bleibt es ein netter Versuch, jedoch zu unreflektiert und unreif. Einfach weiter üben, und sich gute Gedichte einverleiben.

  4. #4
    Registriert seit
    Jan 2005
    Beiträge
    556
    Hi

    Es ist nicht klar gesagt, weder wissenschaftlich bewiesen noch wiederlegt, ob und wie Tiere Freude empfinden.

    Das Tiere nicht verletzen, ist sicherlich falsch.
    Aber gehen wir mal von Haustieren, ist es eher selten.

    Ich finde das Gedicht scheußlich von der Sprache her, aber der Inhalt der vermittelt werden soll ist sehr schön (gerade weil er soi naiv und kindlich ist), die Kunst wäre Diesem schön anzukleiden mit Sprache.

    MFG Willo
    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

  5. #5
    Registriert seit
    Sep 2003
    Ort
    Erlangen
    Beiträge
    1.104
    Das ist wohl richtig (jedenfalls kenne ich keine gegenteilige Position).
    Ich behaupte trozdem, dass man nicht das menschliche Freuen mit dem tierischen positiven Reagieren auf Reize vergleichen kann.

  6. #6
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    41
    Hallo question,
    Bei Tieren geht es aber ums Überleben, bei Menschen glaube ich , das es (bei den meisten jedenfalls) die hart zu anderen sind nicht ums überleben geht.
    Und wegen der Schlussfolgerung mit dem Hoffnungsschimmer:
    WENN er seine(n) Hund(e) geliebt hätte und nicht so krank im Kopf gewesen wäre, wär er vielleicht einfach ein Durchschnittsmensch geworden, der Zuhause in seinem Wohnzimmer phantasiert.


    Und: Danke an alle für die ehrliche Meinung auch wenn meine teilweise ein bisschen anders ist..
    [Geändert durch Esel1992 am 05-07-2005 um 17:02]

  7. #7
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    41

    Exclamation

    Seraphin, nur so eine kleine anmerkung zu deiner Kritik:
    mit dem meisten hast du Recht, allerdings Delphine grinsen nicht ständich die Mundwinkel hängen die ganze zeit nach unten.

    Und das (Haus)tiere sich nicht freuen können stimmt auch nicht. Könntest du mir mal erklären, was du bewusster Prozess meinst?? wenn du dich freust passiert das einfach, das kommt nicht durch Nachdenken, oder??

  8. #8
    Registriert seit
    Dec 2004
    Ort
    München
    Beiträge
    716
    Ursprünglich eingetragen von Esel1992
    ]Hallo question,
    Bei Tieren geht es aber ums Überleben, bei Menschen glaube ich kaum, das es bei Menschen (den meisten jedenfalls) die hart zu anderen sind nicht ums überleben geht.
    Und wegen der Schlussfolgerung mit dem Hoffnungsschimmer:
    WENN er seine(n) Hund(e) geliebt hätte und nicht so krank im Kopf gewesen wäre, wär er vielleicht einfach ein Durchschnittsmensch geworden, der Zuhause in seinem Wohnzimmer phantasiert.
    Naja, was die Menschen alles so machen oder nicht machen um zu Überleben ist wieder ein ganz anderes Thema und sicher auch interessant.
    Zu deiner Schlussfolgerung, dass ist der Punkt in dem sich deine Aussage widerspricht. Auch Hitler wird seine Tiere auf seine Art und Weise geliebt haben, aber rein war er deswegen noch lange nicht. Du räumst ein dass er "ja krank im Kopf war" aber dann müsstest du diese "Ausnahme" auch in deinem Gedicht berücksichtigen.Denn so wie sie jetzt da steht klingt Sie allgemeingültig.

  9. #9
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    41

    Question

    Aber wie soll ich das denn im Gedicht schreiben question?

  10. #10
    Registriert seit
    Dec 2004
    Ort
    München
    Beiträge
    716
    Ich weiss es nicht Esel1992,
    es ist ja auch nur ein Beispiel gewesen um dir zu zeigen, dass die Aussage , mag man sie auch wegen ihrer kindlich naiven Art schön finden, so einfach keinen Sinn macht.
    Davon abgesehen dass ich persönlich keinen Menschen kenne der absolut rein ist.
    Das war eigentlich alles was ich damit sagen wollte.
    Wenn dein Hoffnungsschimmer wahr wäre, würde ich dich glatt unterstützen und jedem raten sich ein Tier zu halten
    [Geändert durch question am 05-07-2005 um 17:24]

  11. #11
    Registriert seit
    Sep 2003
    Ort
    Erlangen
    Beiträge
    1.104
    Wenn dein Hoffnungsschimmer wahr wäre, würde ich dich glatt unterstützen und jedem raten sich ein Tier zu halten
    dito

    mit dem meisten hast du Recht, allerdings Delphine grinsen nicht ständich die Mundwinkel hängen die ganze zeit nach unten.
    nächstes mal hänge ich ein Schild an meinen Satz: Achtung Ironie!

    Hitler, glaubt man seinen Biographen, hat seine Hunde ziemlich geliebt, warscheinlich mehr als die meisten Menschen, jedenfalls "nicht-arischer" Abstammung. Und warscheinlich war dies das Problem.

    Und das (Haus)tiere sich nicht freuen können stimmt auch nicht. Könntest du mir mal erklären, was du bewusster Prozess meinst?? wenn du dich freust passiert das einfach, das kommt nicht durch Nachdenken, oder??
    Hier müssen wir den Begriff Freude enger deffinieren: Wenn man einem Tier etwas zu essen gibt, befriedigt man damit einen seiner Triebe. Der Hund "freut" sich, denn: Der Körper macht dem Hund klar, essen ist gut für dich, mach das so oft wie möglich. Wenn Menschen sich freuen (natürlich aus aus Triebbefriedigungen), dann geschieht dies meist bewusster: "Oh, ein Auto, damit kann ich morgen ins Schwimmbad fahren, danke Papa!" Hier haben wir drei Komponenten, welche die Freude ausmachen und welche Tiere nicht haben: Die Freude über einen nicht lebenswichtigen Gegenstand (o.k., beim Auto kann man sich streiten ), das Vorrausschauen in die Zukunft (dieser Gegenstand hilft mir nicht nur in diesem Augenblick), und das Nutzen dieses Gegenstandes, um eine weitere Freude zu erzeugen ("morgen gehts ab ins Schwimmbad, was für ein Badespaß").
    Man kann sich jetzt darüber streiten, ob und wie das ganze bewusst abläuft, aber alle diese Denkprozesse basieren auf einen aktive Relexionsvorgang (bei manchen Menschen läuft das so langsam und laut, dass man oft sagt: ich kann hören wie du denkst).
    Ich hoffe ich konnte es so erklären, dass du meinen Standpunkt verstehst.



  12. #12
    Registriert seit
    Sep 2002
    Beiträge
    7.916
    Ursprünglich eingetragen von Esel1992
    Aber wie soll ich das denn im Gedicht schreiben question?

    Gar nicht.
    Der ganze Ansatz Deines Textes ist kindlich-naiver Unsinn und dermaßen realitätsfremd, daß Du am besten ganz schnell vergessen solltest, solch einen Schund jemals zusammengeschustert zu haben.

  13. #13
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    13
    @Seraphin
    Das gleiche Dilemma. Das "Böse" ist eine Frage des Standpunktes und braucht eine Reflexion um erdacht zu werden. Ergo: Tiere kennen werder gut noch böse.
    ja und Esel1992 schreibt ja auch nur, daß sie ohne das Böse leben. Was genau wolltest du ihm denn da widerlegen?

    @Esel1992
    Da ich auch mal davon ausgehe, daß 1992 dein Geburtsjahr ist, würde ich sagen, du schreibst einfach weiter deine Gedichte und irgendwann werden die schon oder du verlierst die Lust am Schreiben von alleine. Laß die Löwen hier nur brüllen.

    Gruß

    Puzzlestück

  14. #14
    Registriert seit
    Sep 2003
    Ort
    Erlangen
    Beiträge
    1.104
    Wer die Löwen nur brüllen lässt, ohne darauf zu hören, wird gefressen.

    @Puzzlestück, hättest du meine Kritik aufmerksam gelesen, wüstest du, dass ich den Vergleich Tier - Mensch als zweifelhaft für dieses Thema befinde. Im Gedicht wird verglichen:

    Tiere Leben ohne das Böse
    Menschen leben mit dem Bösen

    Dieser Vergleich soll uns klar machen, wie schlecht wir doch nur sind, aber er geht nicht unter dem Aspekt auf, dass es kein wunder ist das Tiere ohne dem Bösen leben, das sie diese Kategorie nicht kennen. Ich möchte an dieser Stelle nicht die gute alte Forenweisheit bringen, aber genaueres Lesen würde auch dir nicht schaden, wenn du dich in das Gespräch mit einbringen willst.

  15. #15
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    13
    @Serafin

    Ich glaub du hast meine Frage zu provozierend aufgefaßt. Mir war schon klar, was deine Gesamtaussage war. Nur diese eine Stelle fand ich ein wenig lustig, weil du eben einen Satz von Esel1992 zitiert hast und daraufhin eigentlich nur seine Aussage wiederholst. Natürlich nicht, wenn man deinen Beitrag als Ganzes sieht.

    Meine Frage an dich war eher mit einem Augenzwinkern gemeint. Vielleicht sollte ich Smilies verwenden.

    Ach und zu den Löwen:
    Ich glaube die Löwen hier sind hinter den "Gittern" der Datenkabel und der Anonymität derart ungefährlich, daß man bisweilen auch mal nicht auf sie hören muß.

    Gruß

    Puzzlestück

Seite 1 von 2 12 Letzte

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Ernsthafte Gespräche
    Von Anjulaenga im Forum Alltägliches, Biographisches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.06.2017, 14:33
  2. Gespräche an den Vater
    Von Milchraum im Forum Alltägliches, Biographisches
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21.03.2013, 17:31
  3. Leere Gespräche!
    Von Vana im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 05.05.2008, 20:49
  4. Leere Gespräche
    Von Mondvogel im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 12.01.2007, 15:03
  5. Nutzlose Gespräche
    Von Ibrahim im Forum Humor, Satire und Rätselhaftes
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 11.10.2006, 23:53

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden