1. #1
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    Es besteht bei mir ein Mangel
    an dieser Selbstreflektion
    Ein Held bin ich wohl niemals
    und fordere auch kein Lohn

    Um die Ecke zu denken
    ist ein sehr langer Prozess
    Begleitet stets von Zweifeln
    und einer Menge Stress

    Mit jedem Schnitt an meinem Arm
    verletze ich auch deine Seele
    Und am Ende bist es immer Du
    die ich mit meinem Schmerz quäle

    Nenn mich nur einmal Egoist
    denn zu oft war ich es schon
    Hab in Selbstsucht mich verletzt
    nicht mehr verdient wie Hohn

    Doch aufstehen will ich nun
    denn es kam mir in den Sinn
    das ich hier nicht das Opfer
    sondern nur der Täter bin

    für s.t.
    See you in Tel Aviv

  2. #2
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    Hallo BlutBerührung,

    Als ich den Titel las, dachte ich erst, "Nein nicht schon wieder so ein Gedicht", aber deines ist anders, angenehm anders.

    Kompliment. Ich finde das ist eine der wenigen Gedichte die dieses Thema behandeln, ohne dabei in Selbstmitleid zu zerfliessen sondern auch mal kritisch damit umgeht und auch nicht das Empfinden Anderer (z.B dem lyrischen Ich nahstehenden Personen) außer Acht lassen.
    Auch die Form ist sauber , in wie weit ich das beurteilen kann.

    Sehr gut gelungen und gerne gelesen.

    [Geändert durch question am 02-07-2005 um 02:42]

  3. #3
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    hallöchen BlutBerührung :]

    also ich glaub nicht das ich schon so große erfahrung hab um gedichte zu beurteilen aber ich finde dein gedicht wirklich toll o.o...es gibt wenig gedichte die ich lese und denke "wow...so toll sollen meine gedichte auch werden" aber bei dir ist das der fall

    ich wuerd jetzt voll gern was total schlaues sagen aber o.o...hm yoa...hau rein und mach weiter gedichte wo ich neidich werden kann
    |- ein sommer kann alles veraendern -|

    .:: baby please don't cry ::.

  4. #4
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    hallo question,

    schön das dir dein mein werk so zusagt.
    ich finde es einfach erschreckend wie dieses thema hier zT glorifiziert wird, rotes blut auf weißer haut, ein befreiendes gefühl usw. dem wollte ich einfach ein wenig entgegen wirken.
    an der form hab ich diesmal ziemlich lange gefeilt. ich wollte es möglichst "lesbar" machen, um nicht in den verdacht zu kommen hier einfach meine gefühle "auszukotzen".
    zumindest bei dir scheint dies ja angekommen zu sein

    hallo princess,

    danke für die vielen blumen, aber ich denke das ich selbst noch relativ am anfang meiner lyrischen entwicklung stehe.

    alles liebe euch beiden...
    See you in Tel Aviv

  5. #5
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    Hallo BlutBerührung,

    ich muss sagen, dass mir dein Gedicht gefällt, sowohl inhaltlich und formell. Es tut gut, mal ein SVV-Werk zu lesen, das sich nicht egoistisch mit zerfließen im Selbstmitleid und emporheben des eigenen Tuns beschäftigt. Auch ich dachte zuerst "Oh nein, nicht schon wieder sowas". Doch damit hebst du dich tatsächlich ab, indem du dich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt, reflektierst und auch Konsequenzen daraus ziehst.
    Formal hab ich mal nichts auszusetzen

    LG
    chilly
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

    Das Lied meiner Gunst
    Befreite Dämonen
    Der Beginn
    Zukunftsbooterbauer

  6. #6
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    Es besteht bei mir ein Mangel
    an dieser Selbstreflektion
    Ein Held bin ich wohl niemals
    und fordere auch kein Lohn

    X x X x X x X x
    x X x X X x X
    x X x X x X x
    x X x X x X X

    Um die Ecke zu denken
    ist ein sehr langer Prozess
    Begleitet stets von Zweifeln
    und einer Menge Stress

    X x X x x X x
    X x X x X x X
    x X x X x X x
    x X x X x X


    Mit jedem Schnitt an meinem Arm
    verletze ich auch deine Seele
    Und am Ende bist es immer Du
    die ich mit meinem Schmerz quäle

    x X x X x X x X
    x X x X x X x X x
    X x X x X x X x X
    x X x X x X X x

    Nenn mich nur einmal Egoist
    denn zu oft war ich es schon
    Hab in Selbstsucht mich verletzt
    nicht mehr verdient wie Hohn

    x X x X x X x X
    X x X x X x X
    X x X x X x X
    x X x X x X

    Doch aufstehen will ich nun
    denn es kam mir in den Sinn
    das ich hier nicht das Opfer
    sondern nur der Täter bin

    x X x X X x X
    X x X x X x X
    x X x X x X x
    x X x X x X


    wie wärs mit:

    Es besteht bei mir ein Mangel
    an dieser Spiegelreflektion
    Ein Held werd ich wohl niemals sein
    und fordere auch keinen Lohn

    Einmal um die Ecke denken
    das wär ein sehr langer Prozess
    geführt von steten Zweifeln
    Begleitet von 'ner Menge Stress

    Mit jedem Schnitt an meinem Arm
    verletze ich auch deine Seele
    Am Ende bist es immer Du
    die ich mit meinen Schmerzen quäle

    Nenn mich nur einmal Egoist
    denn zu oft war ich es schon
    Hab mich in Selbstsucht sehr verletzt
    nicht mehr verdient wie blanken Hohn

    Doch aufsteh'n will ich nun
    denn es kam mir in den Sinn,
    dass ich hier nicht das Opfer
    sondern der Täter bin.

    Hab deine Wortwahl beibehalten, wollte nur den Lesefluss verbessern, kannst ja mal darüber nachdenken.

    eischi.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    Douglas Adams

    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
    Douglas Adams

    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

  7. #7
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    hallo chilly,

    schön das du dieses thema genauso siehst wie ich. vielleicht bringt es ja auch den einen oder anderen betroffenen zum umdenken. danke für dein feedback .

    hallo eischi,

    wow, da hast du dir ja verdammt viel mühe gegeben. deine version meines gedichtes gefällt mir wirklich sehr. leider ist auch nach vielen, vielen besuchen im sprechzimmer metrik noch immer eine fremde welt für mich . frage: dürfte ich deine version auf meiner HP veröffentlichen? natürlich nicht ohne deine mitwirkung zu erwähnen.

    alles liebe...
    See you in Tel Aviv

  8. #8
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    Es sei dir auch ohne extrige Erwähnung von mir gestattet .. Hab mir die Mühe gern gemacht, das Gedicht war es wert!

    eischi.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    Douglas Adams

    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
    Douglas Adams

    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

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