1. #1
    Registriert seit
    Jun 2005
    Ort
    Katar - jetzt wieder in Österreich
    Beiträge
    888
    Eine Ewigkeit zu viel
    vom sinnlosen Reden,
    ueber alles und jeden.
    Ein unbegrenztes Ziel?

    Mein Gott!

    Wie viele sind Opfer!
    Haende streichen nur fluechtig
    ueber kindliche Stirnen,
    lebendig und tapfer.

    Halb verdunkelt,halb erhellt,
    die Augen aphoristisch,
    leer bleibt der gedeckte Tisch,
    die Zukunft traurig entstellt.

    geschrieben am 18.1.1978
    neu ueberarbeitet am 5.6.2005
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

  2. #2
    Registriert seit
    Feb 2004
    Ort
    Berlin, PrenzlBerg
    Beiträge
    1.812
    Hallo Amrei-lyrics,

    für meinen Geschmack setzt der Text zu sehr auf eine plakative Larmoyanz und vernachlässigt darüber seine poetische Aufgabe. Die Endreime gehen unter (Wozu Endreime in einem sonstig völlig prosaischen Text?), die Strophen folgen keinem inhaltlich-logischen Verlauf (ob nun die 4. vor der 1. stünde, machte keinen Unterschied) und dem gesamten Diskurs fehlt die direktionale Kohärenz. Selbst die Assoziationsfelder werden nicht deutlich.

    Insgesamt bietet der Text nicht mehr als Durck auf die Tränendrüse und obgleich die Thematik sicherlich herzzerreißend traurig ist - so wirkt sie unter dem Gesichtspunkt der Poetik hier doch einfach lächerlich.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  3. #3
    Registriert seit
    Jun 2005
    Ort
    Katar - jetzt wieder in Österreich
    Beiträge
    888
    Guten Abend levampyre!
    Ich danke fuer Kritik,obwohl,so leid es mir tut,ich nicht ganz verstehe:
    Was ist Larmoyanz?
    Wenn du genau gelesen hast,koenntest du bemerken,dass ich nicht nur Endreime gesetzt habe.
    Voellig prosaisch?
    Vielleicht bist du mit anderen Erwartungen an das Gedicht herangegangen,die nicht in deinem Gedankenlauf erfuellt wurden.
    Ich habe sehr wohl versucht durch bildliche Form gewisse Gedanken beim Leser zu erzeugen,aber eher langsam gefuehrt und nicht durch hochschweifene lyrische Wortwahl erzeugt.Dass mein Gedicht auf die Traenen drueckt,war nicht wirklich beabsichtigt.Es sollte eher die Wahrnehmungen,die ich als Jugendliche von 16 Jahren hatte wiederspiegeln,wie minimal und eigentlich kurz die Gedanken und Handlungen der Erwachsenen (oder Verantwortlichen) sind - das Problem minimalisieren,oder einfach als nicht wichtig weglaeugnen,die gewisse Machtlosigkeit ausdrueckt.
    Du magst vielleicht recht haben,dass es nicht besonders gelungen ist - oder lacherlich wirkt...
    Wenn es dich interessiert besser ausgearbeitete Themen ueber Weltkritik,Weltprobleme zu lesen habe ich in letzter Zeit einiges gepostet:
    "giftige Idylle" ,"Welttheater","Menschheitsschicksal",
    "Erbe der Kriege",u.a.
    Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. als sophie hunger hunger litt
    Von kaspar praetorius im Forum Experimentelle Lyrik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.06.2015, 11:03
  2. Hunger
    Von Nachteule im Forum Gesellschaft
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 19.03.2012, 00:21
  3. Hunger
    Von Fliegenkönig im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.10.2009, 22:22
  4. Hunger
    Von pitzefine im Forum Minimallyrik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 14.11.2007, 16:41
  5. Hunger
    Von Sibille im Forum Hoffnung und Fröhliches
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 01.06.2003, 22:50

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden