1. #1
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    1.Ein Schlafender sitzt auf einem Stein.
    Sein Kostuem ist blau,wie Achat,
    war er der Muedigkeit erlegen,
    im bluehenden Garten,ganz allein.

    2.Es kommt die Nacht im schwarzen Kostuem,
    kleine Sterne man aufgenaeht hat,
    silberner Glanz - ein Sommernachtstraum -
    tanzt auf ihn zu und umkreist ihn kuehn.

    3.Wundersamer Vogel irrt umher,
    heimsuchend den traumlosen Schlaefer.
    Ihm weht eine Feder in die Hand,
    die belebt nun das Traeumen so sehr.

    4.Regen faellt auf den schlafenden Mann.
    Der Vogel haelt seine Fluegel hoch,
    wie ein Regenschirm in Menschenhand,
    dass Naesse ihm nichts anhaben kann.

    5.Nun kommt die Sonne im gelben Kleid,
    mit dem Licht zu gefaehrlich,zu heiss,
    die Strahlen,wie Schwerter erklingen.
    Die Dunkelheit versteckt sich aus Neid.

    6.Ein Baum in uebervoller Bluete
    und auch in gruenen Gewand aus Laub,
    wiegt sich zur Melodie des Windes,
    streut Bluetengeschenke in Guete.

    7.Ein Maedchen mit Fruechten auf dem Hut
    will den schlafenden Mann erwecken,
    und taenzelt beschwingt in huebscher Art,
    schenkt lachend Aepfel,ist frohgemut.

    8.Umrundet von allen Geschenken,
    erwacht dieser Mann aus seinem Schlaf.
    Die Nacht,der Vogel,Regen,das Licht,
    Sonne und Baum lassen ihn denken,

    er sei noch mitten im Traum.
    [Geändert durch Amrei-lyrics am 06-07-2005 um 16:38]
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

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  2. #2
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    Ein Sommernachtstraum in der wohl einfachsten Ausführung des Theaters! Ich wär nie drauf gekommen etwas so komplexes und grosses so klein und doch auch fein verpacken zu können. Die Darstellung der Szenen mit Kostümen und sie in Menschen zu Verwandeln ist auch gelungen.

    Shakespeare lite.
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

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