1. #1
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    Zerstoerter Traum

    Langsam kommt ein Rauschen naeher.

    Ploetzlich zerreisst ein schoener Traum.

    Irgendwo erschallen singend Stimmen.

    Irgendwann werden wir uns wieder sehen.

    Jaeh erfaehrt die Illusion ihren Tod.

    Schnell verweht dein kalter Atem.

    Weit weg von uns verstreicht ein fremdes Tun.



    17.1.1976
    [Geändert durch Amrei-lyrics am 11-07-2005 um 12:34]
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  2. #2
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    Hallo Amrei-lyrics,

    als kleiner Hinweis: dir ist ein Tippfehler unterlaufen in der letzten Zeile, ich denke es sollte "verstreicht" heißen. Nichts für ungut

    Gruß
    chilly
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  3. #3
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    Salut Amrei-lyrics.

    Zuallererst drängt sich mir eine Frage auf: Warum die vielen Zeilenabstände?

    Langsam kommt ein Rauschen naeher.

    Ploetzlich zerreisst ein schoener Traum.
    Irgendwo erschallen singend Stimmen.
    Irgendwann werden wir uns wieder sehen.

    Jaeh erfaehrt die Illusion ihren Tod.
    Schnell verweht dein kalter Atem.
    Weit weg von uns verstreicht ein fremdes Tun.


    Für mich ist dein Werk schwer einzuordnen: Weder würde ich es als Lyrik bezeichnen, noch als reine Prosa. Es ist eine Mischform (lyrische Prosa, Prosagedicht, ... was auch immer ).

    Warum keine reine Lyrik?
    Es sind vollständig ausformulierte, geschlossene, einzelne, aneinander gereihte Sätze.
    Warum keine reine Prosa?
    Kein im Gesamtbild kongruenter Inhalt, d.h. viele Gedankensprünge, Überleitungen zu im Kontext harmonierenden Metaphern, aber nicht einem logisch aufgebauten Handlungsstrang entsprechend und keine geschaffene Erzählstruktur.

    Es gibt einzelne Aspekte, die mir gut gefallen (verstreicht ein fremdes Tun, erschallen singend Stimmen, erfährt Illusion ihren Tod), andere jedoch würde ich sprachlich und evtl. auch inhaltlich überdenken (irgendwann, irgendwo, schöner Traum, Rauschen, Jäh).

    Nun stellt sich die Frage: Was für ein Werk wolltest du schaffen?

    Für mich sind es momentan einzelne Gedankenstücke, zwar einem gewissen Ablauf folgend, aber noch bildlich und inhaltlich zu unbedeutend: Sie überzeugen mich nicht.

    Liebe Grüsse,
    olaja
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

  4. #4
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    Hallo olaja !
    Du hast mit deiner Kritik recht und ich muss sagen auch ich hatte hier Zweifel.
    Fuer Prosa ist es eben viel zu kurz und Gedichte,die nur eine Zeile pro Strophe haben (experimentell?) sind wahrscheinlich unter der ueblichen Rubrik "Gedichte" nicht zu finden.
    Meine Gedanken dazu waren,"versuchs einfach mal".

    Der Mensch denkt eigentlich in Bildern,nicht in abstarkten Begriffen.Deswegen sollte dieser Text eben gerade so aussehen.
    Jeder einzeln stehende Satz erzeugt im Gehirn ein Bild und dieses ist,was ich erreichen wollte.Einzelne Woerter zu schreiben,die sich dann,so wie eine verschluesselte Bildbotschaft weiterleitet erschien mir zu minimalistisch.
    So versuchte ich,dass mir der Leser anhand eines halbwegs praezisen Satzes innerhalb der gestellten Bilder folgt;So etwas,wie geistige Malerei mittels Sprache.
    Amrei-lyrics
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  5. #5
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    Der Titel fuer diesen Abschied koennte "zerstoerter Traum" heissen.Danke Amrei-lyrics
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  6. #6
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    -Titel auf Wunsch der Urheberin geändert-

    olaja - Moderatorin
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

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