Traenen,nasse Augen
oh,fuehlst du dich allein,
unverstanden,so klein.
Deine Lippen zittern,
du bist dir innen fremd,
uneins vom Selbst getrennt.

Die Gedanken fliegen,
wie ein junger Vogel.
Du bist seine Schwingen
und sein langes Schweigen.
Deine Traenen fliessen,
so wie der Regen faellt.

Doch dann,wenn die Traenen
aufhoeren zu fliessen
und Regen nicht regnet,
wenn ein Regenbogen
aus diesem Himmel steigt,
siehst du Baeume bluehen.

Alle Wesen leben.
Kannst du immer traurig
und voll Traenen bleiben?


20.4.1974