Thema: Genese, Herz!

  1. #1
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    (Für***)
    Ich schlage dir ins Gesicht
    bespucke deine Tränen kalt.
    Doch du nennst mich dein Seelenlicht.
    Meine Nähe bleibt dein einzger Halt.

    Begierde hat dich ausgebrannt,
    haftest an mir müd und leer.
    Sehnsucht treibt dich an den Strand
    des Meer des Todes kalt und schwer.

    Lass mich los!Verschwind von hier!
    Liebesschmerz kann tödlich sein.
    Einmal noch: Es gibt kein "Wir".
    Will doch nur dein Glück allein!


    [Geändert durch Lotte am 08-07-2005 um 13:51]
    Glück hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut.

  2. #2
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    Hallo Lotte.

    Dein Gedicht gefällt mir. Ich wage mich sogar einmal an eine Interpretation von den einzelnen Strophen (unabhängig voneinander).

    Ich wage mir sogar dir einen Tipp zu geben, wie wärs wenn du die letzte Strophe von den anderen abhebst? Entweder mit einer Leerzeile, oder einem totalen Metrikumbruch! Damit würdest du eine Pause erzeugen, und die Pointe des Gedichts würde besser herausstechen.
    ____________________________________________________________

    Ich schlage dir ins Gesicht
    bespucke deine Tränen kalt.
    Doch du nennst mich dein Seelenlicht.
    Meine Nähe bleibt dein einzger Halt.

    Mein Stichwort hier: Abhängigkeit. Traurig für das lyr. Du. Es wird vom lyr. Ich geschlagen und verspottet. Schlecht behandelt. Die Tränen das es für das lyr. Ich weint, werden "bespuckt". Trotzdem, das lyr. Du ist vom lyr. Ich abhängig. Vielleicht braucht es das sogar, was das lyr. Ich ihm antut. Und es gibt auch einen Grund dafür, warum es sich alles gefallen lässt. Das lyr. Ich ist der einzige Halt.
    ____________________________________________________________

    Begierde hat dich ausgebrannt,
    haftest an mir müd und leer.
    Sehnsucht treibt dich an den Strand
    des Meer des Todes kalt und schwer.

    Hier bin ich mir nicht sicher. Ist das lyr. Du so sehr abhängig, dass es schon gar nichts anderes mehr wahrnimmt außer die Begierde zum lyr. Ich? Und weil es merkt, dass das lyr Ich es nicht will, will es sich umbringen? Hat das lyr. Du seinen Blick so sehr auf das lyr Ich ausgerichtet, dass es keinen anderen Sinn mehr sieht?
    ____________________________________________________________

    Lass mich los!Verschwind von hier!
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    Das lyr. Ich greift zum letzten Mittel.. Verzweifelt schreit es das lyr. Du an, es solle doch verschwinden. Denn es befürchtet das lyr. Du würde an dieser Liebe kaputt gehen (was es ja eigtl schon längst ist). Zum letzten mal versucht es klar zu machen, dass es keine zukunft für die beiden gibt.
    Hm und am Schluß wird klar, dass das lyr. Ich das lyr. Du so sehr liebt, dass es das lyr. Du von ihm befreien will. Denn es weiß, dass es das lyr. Du nicht glücklich machen kann, und das lyr Du an seiner Liebe zerbrechen würde.
    Hier spricht die Verzweiflung.. :/

    Trauriges Gedicht, aber es spricht voller Liebe.

    Danke.

    eischi

    p.s.: Achja, hätt ich beinahe vergessen, der Titel ist vortrefflich gewählt. Gefällt mir auch sehr gut!
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    Douglas Adams

    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
    Douglas Adams

    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

  3. #3
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    Danke schön für deinen Kommentar. Deine Interpretation trifft es auf den Punkt.
    Auch mit der Hervorhebung der letzten Strophe hast du ganz Recht. Aber ich weiß nicht, wie ich das formal am Besten gestalte. Ich überleg mir noch was...
    Liebe Grüße,
    Lotte
    Glück hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut.

  4. #4
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    Hi Lotte,

    freut mich, dass meine Interpretation zutrifft *lächel*..

    Vielleicht könntest du die letzte Zeile erstmal mit Punkten abheben... Es ist nicht das Wahre aber sicherlich ein Übergang bis uns beiden etwas besseres einfällt

    lieben Gruß

    eischi.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    Douglas Adams

    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
    Douglas Adams

    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

  5. #5
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    Mit Punkten?
    Ich hab mir überlet vielleicht einfach die letzte Zeile abzutrennen.

    So:

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    Wäre nur ein kleiner, aber feiner Unterschied.

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  6. #6
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    War ja auch ein erster Vorschlag.

    Ja so würd ichs machen.

    lieben gruß, eischi.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    Douglas Adams

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    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

  7. #7
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    hallo lotte

    ich finde dein gedicht sehr schön, auch eischis interpretation war vortrefflich!!! ich würde die letzte zeile allerdings nicht durch eine leerzeile abtrennen, da es mich selber irritieren und stören würde. ich habe leider keinen anderen vorschlag. ich glaube, ich finde es fast am schönsten, wenn es zusammengehängt bleibt? überlegs dir und viel glück bei der weiteren suche! wie sähe es denn aus, wenn du die ganze zeile groß schreibst?

    Lass mich los!Verschwinde hier!
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    das fände ich nicht schlecht.
    liebe grüße, dancefloor

  8. #8
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    Talking

    Danke für die positive Kritik, Dancefloor, aber das mit der Großschreibung lass ich mal lieber. Das wirkt mir doch etwas zu brutal, zu heavy *augenzwinker*.
    Allerdings muss ich zugeben bin ich mit der Leerzeile auch nicht so zufrieden. Ich werd es, denk ich, so lassen wie es zu Beginn war.
    @ pringles: Darfst auch ruhig mehr kritisieren. Ich beiß nicht.
    Glück hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut.

  9. #9
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    Danke!
    Das nenn ich mal ne konstruktive Kritik.
    Das mit der Metrik is mir noch gar nicht aufgefallen, liegt wahrscheinlich daran, dass ich ihr hier noch keine Beachtung geschenkt habe. Das war ein Stegreifgedicht, was das natürlich nicht entschuldigt.
    Deine Zahlenangaben kann ich jedoch nicht nachvollziehen, hast du die Silbenzahl gezählt? Wie dem auch sei, die Metrik stimmt trotzdem nicht.

    Danke schön!
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