1. #1
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    Des Hardes Pforten

    Einst sagte man,
    Wann und dann,
    Es gibt einen Ort,
    Der ewigen Folter, Quälerei und Pein,
    Viele schüttelten die Köpfe mit den Worten: Das kann nicht sein.

    Doch eben so, war es,
    Schon in der Antike, sprach Archimedes:
    Das Lebends End, ist kurz und schmerzlos,
    Doch das Leben danach - wenn man hat falsch gelebt,
    Ist die Folter, die ewige Pein.

    Auch Moses zu den Christen sprach:
    Ihr Christen, die ihr lebt nach Gottes geleit,
    Seit ihr schon soweit,
    Um in die Hölle zu fahren?
    Drum haltet euch an die zehn Gebot!

    Es wurde damals, ach so viel,
    Geketzert, gefoltert, umgebracht.
    Ach, so viele haben dabei gelacht,
    Doch sie haben einen fehler gemacht.

    Denn nach ihrem Tod wurden sie alle verbannt,
    In ein Reich allgemein die Unterwelt genannt.
    Bei den Christen die Hölle, bei den Griechen der Hardes,
    Dort ist es, das Reich der ewigen Folter und Leiden.

    Jeder einzge der dort ist,
    Ist das Opfer einer List,
    Sie hatten geflucht und gottesgelästert,
    Nun sie sind eines besseren Gelehrt,
    Doch nützen tut es ihnen alledem nichts - sie kommen nie und nimmer wieder hier heraus.

    In der Untwerwelt sie sind nun gefangen,
    Hätten sie doch niemals Frevel begangen,
    Nun leiden sie, doch sterben nie,
    Der Tot ist hier noch niemals vorgekommen,
    Er wär ja die Erlösung, und dem Fluch wär man entronnen.

    Schlimmer wird es immer mehr,
    Hardes schickt nun ein neues Heer,
    Zum foltern und die neue Art von Pein,
    Foltern des Ewgikeits Länge - man ist nie allein.

    Auch der Teufel der Herr der Hölle,
    Schreit in in ganzer Völle,
    Er hat sich nun auch eine neue Art von Quälerei entsinnt,
    Bei den Schlimmsten es beginnt.

    Diese bieden Herren der Unterwelten,
    Als die Meister der Schrecken gelten,
    Doch kennen sie sich beide nicht,
    Sie glauben einen anderen gibt es nicht.

    Aber wenn es je geschehen würde,
    Hätten sie überwunden eine Hürde,
    Ach weh mir ist, bei diesen Gedanken,
    Die sich um mein Bewusstsein ranken.

    Würden sich Hardes und Teufel zusammenschließen,
    Würden sie alle mal jeden in ihre Schranken wiesen,
    Selbst die Götter würden schwinden vor ihrer Macht,
    Und keiner mehr über die Herren lacht.

    Aber des Lebens dank, das wir nicht - noch nicht - hinab müssen in die Unterwelt,
    Wir sollten froh sein das dass Leben unsere Mine erhellt,
    Auf das die Hölle und der Hardes,
    Zusammenstürzen, zerfallen,

    Uns zum wohlgefallen.


    Kleine Anmerkung: Ich wusste icht on es hardes oder Hades heisst, von daher denkt euch das richtige einfach selbst.
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

  2. #2
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    Es heisst Hades, ein kurzer Blick im Web hätte Klärung verschaffen können. Zu dem Text selber fällt mir ein passender Witz ein. Also:

    Kommt ein Mann in die Hölle und ist absolut verzweifelt und entrüstet dort gelandet zu sein. Da tritt ihm der Teufel entgegen und fragt nach dem Grund seiner schlechten Stimmung. Etwas verunsichert antwortet er, dass es absolut schrecklich sei in der Hölle. Da klopft ihm der Teufel auf die Schulter und entgegnt ihm, er solle sich doch erst einmal umschauen. Der Mann tut dies und kann es nicht fassen: überall Drogen, Alkohol, Glücksspiel und Prostitution für Lau. Der Teufel bestätigt seine Hoffnung, er könne sich hier richtig wohlfühlen und Spaß haben, einzig solle er davon absehen, durch die Bullaugen einer Wand im hinteren Teil der Hölle zu schauen. Diesen Rat bevolgt der Mann. Nach ein paar Tagen allerdings wird er zu neugierig und schaut doch hindurch: Das Bild ist entsetzlich. Jeneseits dieser Mauern glüht das Höllenfeuer und Menschen werden bei lebendigen Leib verbrannt und aufgespießt. Und noch viel schlimmeres. Das schockt den Mann und er fragt nach. Da sagt der Teufel: "Das sind die Christen, die wollen das so."

    Was ich damit sagen will: Es gibt keine Hölle, es sei denn du willst es.

    Zum Text kann ich nur sagen, dass er ziemlich grottig ist. Viel zu lang, zu wenig bildhaft (deswegen wohl die Länge) und absolut simpel gereimt. Die Metrik wurde mit Fackeln und Sparten aus dem Text verjagt.
    Tipps für die Zukunft: Komprimiere deine Aussage; es ist ein Gedicht, keine Prosa (betrifft nicht nur die Länge an sich, sondern auch das Vermeiden zu großer Ausführlichkeit in der Beschreibung). Die Kunst liegt darin, wenige Worte für viel Aussage zu finden (Metaphern). Und sieh zu das die Verslängen nicht zu sehr divergieren.
    [Geändert durch Seraphin am 09-07-2005 um 16:24]

  3. #3
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    Ich find die Christen machens sich ganz schön leicht. Entweder glauben sie, dass Christus schon für all ihre Sünden gestorben ist, oder sie werden ganz einfach ewig in der Hölle schmoren. Aber daran zu denken, das die Seele sich in vielen Leben beweisen und entwickeln, ihr Sünden von letzten wieder gut machen muss, das wäre natürlich viel zu weit gedacht. -_-

    Nichts gegen das Christentum, aber das ist meine Meinung.

  4. #4
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    Zu Sepharin:
    Ich danke dir für Kritik die ich zu schätzen weiss. Diesen text habe ich letztens wiedergefunden, ich schrieb ihn mit 13. Aber ich wollte ihn erstmal "roh und unbehauen" wie von damals veröffentlichen um mal zu sehen was andere dazu sagen würden.

    Es gibt keine Hölle wenn du es nicht willst?
    Gewagt, ein solches Thema ist komplex und breit zu treten - aber eine Frage: Sollen wir nur alles Gute annehmen was von Gott kommt?

    Zu Sophronia:
    Diese Art des Glaubens ist den Christen am angemessensten, die andere Möglichkeit mit den durchlaufen mehrerer Leben ist mir durch ein Buch mit dem Titel "Die Nebel von Avalon" näher gekommen.
    ich bin Christ und offen für neues, es ist stupide an nur einen wahren Weg zu glauben wie es die Priester einst verkündeten, es ist nicht apzektabel das Menschen ihr Glaube aufgezwungen wird. Und wenn man sich auch für einen Glauben entschieden hat, heisst es nicht das man ihn wie ein Pharisäer veflogen muss, einige Abweichungen dürgen und müssen sogar sein, denn woran man glaubt ist das Leben nach dem Tode, die Wiedergeburt oder mehr - in welcher Form sollte einem aber doch selbst überlassen werden, nicht wahr?

    mfg Plaristo
    [Geändert durch Plaristo am 09-07-2005 um 17:27]
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

  5. #5
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    Es gibt keine Hölle wenn du es nicht willst?
    Gewagt, ein solches Thema ist komplex und breit zu treten - aber eine Frage: Sollen wir nur alles Gute annehmen was von Gott kommt?
    Eigentlich ist es ganz einfach: Du sagst es gibt die Hölle, und somit schätze ich auch den Himmel, und ich sage sie existieren nicht. Wer sein Leben lang Angst vor der Hölle hat, ist mE selbst Schuld, deswegen der Satz.
    Von Gott kommt weder Gutes noch Schlechtes, da er für mich keine Bedeutung hat.

  6. #6
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    Da fällt mir etwas ein:

    Nihilist und Christ, das reimt sich - das reimt sich nicht nur.

    Wie darf ich das verstehen? Gehst du ohne Glauben an etwas größeres, unerklärbares durch die Welt?
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

  7. #7
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    Nihilist und Christ, das reimt sich - das reimt sich nicht nur.
    na, zwischen Nihilist und Atheist besteht schon ein Unterschied.

    Wie darf ich das verstehen? Gehst du ohne Glauben an etwas größeres, unerklärbares durch die Welt?
    Was die Religion angeht, ja. Sie ist für mich nur ein Instrument der Menschen, sich die Welt zu erklären. Aus heutiger Sicht also in etwa wie der Blinddarm: rudimentär. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung. Wer Religion in seinem Leben braucht, der soll sie haben, dagegen will ich nichts einwenden.

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