Thema: Vielleicht...

  1. #1
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    Vielleicht habe ich zu früh aufgegeben.
    Vielleicht hast Du mich zu früh gehen lassen.
    Vielleicht hätte ich kämpfen sollen.
    Vielleicht hast Du es mir zu leicht gemacht.
    Vielleicht liegt die Wahrheit zwischen gehen und bleiben. Vielleicht habe ich Dinge eingesehen.
    Vielleicht hätten wir noch eine Chance.
    Vielleicht gibst Du sie mir nie wieder.
    Vielleicht habe ich Dich für immer verloren.
    Vielleicht muss ich das einfach hinnehmen.
    Vielleicht ist es längst zu spät.
    Vielleicht ist es noch zu früh.
    Vielleicht kann ich mir „vielleicht“ nicht mehr leisten.
    Aber ganz sicher liebe ich Dich noch zu sehr, um aufzugeben, bevor ich um Dich gekämpft habe.
    Es gibt eben doch Millionen Farbnuancen zwischen schwarz und weiß.

  2. #2
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    Hallo Seestern,

    ich bin von den vielen Vielleichts ganz geblendet . Bei aller Liebe, soviele Wiederholungen in einem einzigen Stück sind einfach viel zu viel.
    Vielleicht ( ) solltest du insgesamt 4 Strophen machen, und nur am Anfang das Vielleicht verwenden. Ich hab dein Gedicht mal ein wenig umgeschrieben, der Inhalt (zu dem ich nachher kommen werde) bleibt der Gleiche, ich habs nur sprachlich verbessert.

    Vielleicht habe ich
    dich zu früh aufgegeben,
    oder warst du es, die
    mich zu früh gehen ließ?

    Wahrscheinlich hätte ich
    um dich kämpfen müssen
    aber du hast es
    mir auch nicht leicht gemacht.

    Vielleicht liegt
    die Wahrheit zwischen
    gehen und bleiben.
    und ich habe Dinge eingesehen.

    Und manchmal frage
    ich mich, ob wir noch
    eine Chance haben können,
    Doch sicher willst du,
    mir keine mehr geben.

    Vielleicht habe ich
    dich für immer verloren.
    Und vielleicht muss ich
    es, einfach so hinnehmen.

    Denn vermutlich ist es
    längst zu spät für uns.
    Oder irre ich mich,
    und es is doch zu früh?

    Vielleicht kann ich
    mir ein "vielleicht"
    nicht mehr erlauben.
    Aber ganz sicher:

    Dass ich dich
    noch viel zu sehr
    liebe,
    um dich
    aufgeben zu
    können,
    ohne
    um
    dich
    gekämpft
    zu haben!

    Ich hoffe es gefällt dir?

    eischi.
    [Geändert durch eischi am 09-07-2005 um 17:26]
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
    Douglas Adams

    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
    Douglas Adams

    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

  3. #3
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    Hi eischi,

    Deine Version ist nicht schlecht. Mag meine trotz der vielen Wiederholungen, weil sie in dem Fall den dauernden gedanklichen Wiederholungen des lyr. Ichs entsprechen. Aber ich kann Deinen Einwand trotzdem verstehen. Sind schon verdammt viele "vielleichts"! Meistens finde ich so viele Wiederholungen auch öde. =)

    Gut, der Inhalt ist wohl leicht interpretierbar, weil in meinem Gedicht alles sehr offen gelegt wird. Es soll vor allem echt und ehrlich, nicht nach einem perfekten lyrischen Konstrukt klingen. Hoffe, zumindest das ist mir gelungen.
    Es gibt eben doch Millionen Farbnuancen zwischen schwarz und weiß.

  4. #4
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    Dann bitte ich hiermit um weitere Statements, denn ich habe mir echt viel Mühe gemacht und fände es schade, wenn du diese nicht in Anspruch nehmen würdest. Denn ohne eingebildet wirken zu wollen, mir persönlich gefällt meine Version schon besser.

    eischi.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
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    Noch sind wir zwar keine gefährdete Art, aber es ist nicht so, daß wir nicht oft genug versucht hätten, eine zu werden.
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    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
    Douglas Adams

  5. #5
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    Hallo Seesternchen!

    Wie im Wasser, so auch auf dem Land, möchte ich hinzufügen.

    Diese unglaublich ausdauernde Untereinanderreihung von "vielleicht" ist im modernen Zeitalter der kopieren+einfügen-Lyriker leicht gemacht, aber vergiß bitte nicht, dass der Vorgang des Lesens dennoch der selbe geblieben ist.

    D.h., wenn ich geblendet, von dieser Masse an vielleichts, nichts mehr sehen kann, kann ich Dein Gedicht auch nicht lesen.
    Warum ich das überhaupt tun sollte, erschließt sich mir auch nach mehreren Augenzwinkern und -reiben nicht wirklich.

    Ich habe es trotzdem getan, weil Du neu hier bist.
    Und weil so merkwürdige Kommentare, wie dieser hier:
    Ursprünglich eingetragen von eischi
    Vielleicht ( ) solltest du insgesamt 4 Strophen machen, und nur am Anfang das Vielleicht verwenden. Ich hab dein Gedicht mal ein wenig umgeschrieben, der Inhalt (zu dem ich nachher kommen werde) bleibt der Gleiche, ich habs nur sprachlich verbessert.
    könnten den Eindruck verstärken, dass Deutsch- und Mathekenntnisse sich diametral verhalten müssen und das den Forumsmitgliedern nicht einmal die einfachsten deutschen Wortbedeutungen, wie "wenig" und "verbessern" bekannt seien.

    Dem ist nicht so! Aber es gibt offensichtliche Ausnahmen.
    14 vielleichts in einem Gedicht sind einfach zuviel!
    Und die Aussage der Zeile 12: "Vielleicht kann ich mir „vielleicht“ nicht mehr leisten." könnte wahrer nicht sein.
    Eigentlich ist sie das perfekte Beispiel des Stilmittels der Untertreibung, hier entweder als Ironie oder als Hyperbel. So ganz kannst das wahrscheinlich nur Du selbst beantworten, wenn überhaupt.

    Dennoch ist Dein Gedicht höher einzustufen als dieses erschreckende Verbesserung. Es ist zumindest kürzer und dadurch weniger schädlich, wenn Dir das was hilft.

    Lies Dich doch bei ein paar Gedichten ein und versuchs vielleicht nochmal ohne dieses.

    Schönen Gruß

    bet


    Ergänzung: Und während ich tippte, tat sich grad schreckliches auf:
    @Eischi: Deine Selbsteinschätzung ist weit weg von Eingebildetheit, sie ist zu offensichtlich immer noch Ausdruck der "Blendung", die Dir, wie Du selbst gesagt hast, widerfahren ist!

    [Geändert durch beteigeuze400 am 09-07-2005 um 18:11]
    Dir gefällt meine Kritik nicht?
    Dann mach’s doch besser!


    Heißes: Protasis
    Romantisches: Sinnenschranken - Schier Maßlose Sucht
    Düsteres: Purgatorium - Rote Rache
    Nachdenkliches: Der gute Mensch - ich bin
    Humorvolles: Der Pfau
    Natürliches: Haiku! (keine Diskussion) - Haiku (oder der 2. Versuch...) - Haiku (steckt an) - Schon mal gesehen?
    Experimentelles: k ö n i g s m o r d
    Kritisches: Jemand ne idee? - mal so richtig ausgekotzt
    Bewundertes: Sternstündlich - Ich bereue nicht - Der Kelch - Der Umzug - The Man II
    Außergewöhnliches : meine gedichte...

  6. #6
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    Lieber bet,

    es war nicht geplant, dass das Gedicht so lange wird, und eigentlich wollte ich mir auch nicht die Mühe machen es umzuschreiben. Doch dann ging es wohl mit mir durch. Mit meiner Version wollte ich allerdings nur aufzeigen, dass es auch ohne die vielen Vielleichts geht. und das hab ich bewiesen..

    eischi.
    Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
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    Der Hauptunterschied zwischen etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann, falls es doch kaputtgeht, normalerweise herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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