Der Tag ist nun vergangen.
Die goldnen Sternlein prangen
frisch auf zarten Wangen.

Wer kann es sich verkneifen
nach einem Stern zu greifen?

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Thai rak Thai;
(Thai liebt Thai)
gemäss Partei.
Wie dem auch sei:

Sind noch zwei
Farangs oder drei
pro Tag dabei,
ist es einerlei.

Hauptsach’ ist beim Liebesstreben:
Nehmen macht seliger den geben.

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Wenn ich nachts im Türspalt steh’,
aus tiefem Schlaf erweckt.
Mir blinzelnd den Klopfgeist beseh’.
erfährt der Handel einen Wandel,
der den Besuch entzweckt.
Sei das Auge noch so Mandel.

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Die Süsse naht im Eilesschritt.
Ich hoff’ sie bringt die Weile mit.
Doch fürchte ich das Gegenteil.
Der Busen wogt arg kontogeil.

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Sinnlichem Munde
enthuscht die Kunde
zu spät-früher Stunde
nach noch einer Runde.

O weh! – ich schätz’ die Zeit is nah
beflügelt von Wie-aah-grrr-ahh.

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Und schliesslich noch ein Leckerbissen für Metrik-Gurus:

Entlang dem blonden Palmenstrand
schlendert eine arische Lichtgestalt.
Nackt wie vor Gezeiten Gott sie schuf
bringt sie ihn nun rächend in Verruf.
Bestückt mit einem Tanga nur;
der Ästhetik der Nabelschnur.

Die eine erschlaffte Gurkentitte
sanft ruhet auf des Wanstes Mitte.
Die andere wippt taumelnd, baumelnd
gravitätisch schwer
blind tastend im Freiraum hin und her.

Ein auslandend üppig bespecktes Becken
geeignet ist selbst Geilste abzuschrecken.
Gestützt von stämmigen dorischen Säulen,
bepackt mit schwammigen Cellulitis-Beulen.

Erhobenen Hauptes defiliert
die erhaben gesalbte Gestalt
käskonformen Vollfettgehalt.
Wobei sie staunen inhaliert.

Verspielt spiegelt die Sonne
mit arglistiger Wonne,
die Facetten –
so adretten –
der tranigen Schicht.
Blass wie ein Vergissmeinnicht.

Ein entzückt Entrückter wie ich
vergisst das Schauspiel nicht.
Der Thai aber, der Ästhet,
sich untersteht,
sich dreht –
und sich schlicht erbricht.