1. #1
    Registriert seit
    Jul 2005
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    168

    Post

    Den Teufel in den Augen

    Gib dem Teufel einen Namen,
    Sag' ich,
    Schreib' ihn einfach auf -
    Du wirst sehen:
    Er hört nicht drauf.

    Stell' dich vor den Spiegel,
    Ruf' ihn dreimal nacheinander,
    Glaub' mir, mein Kind,
    Vor mir stand er,
    Und sprach zu mir,
    Als wär er immer da.
    Wovon ich dir erzählen möchte:
    Was ich in ihm sah.

    Nicht mehr
    Als ein nächtlicher Gedanke
    Ist er,
    Woran ich mehr und mehr erkranke.
    Beschützt er mich?
    Nein, ich werde sterben;
    Die Nacht ist mein Verderben,
    Wird mich irgendwann aussaugen.
    Sehe ich
    Mit dem Teufel in den Augen.

    (Alexius)

    Glaub' mir, du kannst mir nicht glauben: Ich hab' den Teufel in den Augen...


  2. #2
    Registriert seit
    Jul 2005
    Beiträge
    21
    das is voll geil,
    aber irgendwie satanistisch *rotwerd*
    nit böse gemeint ich liebe es trotzdem!!

  3. #3
    Registriert seit
    Apr 2005
    Ort
    Weltmetropole Assel
    Beiträge
    375
    Die erste und die zweite Strophe gefallen mir sehr gut, die dritte nur zum Ende hin. "Mit dem Teufel in den Augen" spielst du da darauf an das jemand sehr bösartig ist und man es nur an seinen Augen sieht oder auf was? Mir kommt das Gedicht ein wenig wie eine Verarschung von der Gothicszene vor, von der denken ja viele auch das sie den Teufel beschwören, bei dem Gedicht drängt sich mir das Bild eines 13-jährigen Kindes auf das vor dem Spiegel steht und versucht ein Ritual zu vollziehen.
    Hier könnte ihre Werbung stehen

  4. #4
    Registriert seit
    Jul 2005
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    168
    Vielmehr bescheibt das lyrische Ich seine persönliche Bindung zum "Teufel", die sein Ego nicht etwa ins "über alles Erhabene" wachsen lässt. Der Sog, der ihn erfasst hat und die Erkenntnis, dass er sich nicht mehr hinausreißen lassen wird. Unklar bleibt bis zum Schluss, ob er seinen Entschluss, sich dem Dunklen gewidmet zu haben, bereut.

    Du spielst auf den Mythos an, wobei dahingestellt bleibt, ob ein Dreizehnjähriger dort vor dem Spiegel posiert. Mit der Gothic-Szene bin ich zu wenig vertraut, um sie verspotten zu können. Verhöhnt werden andere.

  5. #5
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    23
    Hi,

    du hast geschrieben " Verhöhnt werden andere", dürfte man auch erfahren wenn du verhöhnen willst.

    Und welche Funktion der Böse Onkelz Text unter deinem Gedicht hat.

  6. #6
    Registriert seit
    Jul 2005
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    168
    Gut erkannt, der Text diente als Inspiration, wie man so schön sagt.
    'Verhöhnt' werden diejenigen, die sich mit dem dem "Teufel" identifiziert wissen wollen, aus genau gegenteiligem Grund, wie in diesem Gedicht dargestellt.

  7. #7
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    23

    Cool

    OK. Ich denke dann habe ich den Sinn verstanden! Danke

  8. #8
    Registriert seit
    Nov 2005
    Beiträge
    18

    Teufel in den Augen

    Sehr schönes gedicht waere dir sehr verbunden wenn du mir mal was dichten könntest und zwar mit "ihr" die den Teufel in den Augen hat, doch es sind die Augen eines kindes. Von meiner sehnsucht nach der dunkelheit, Von der mich mein inneres licht versucht fernzuhalten würde ich gerne etwas abfassen

    War das mehr Poethisch oder mehr verrückt?
    bitte schreib mal was dazu ich danke dir

    zum rest... ich glaub kaumdas den Inhalt dieses gedichtes jemand versteht was sich wohl allzu gut in den Antworten wiederspiegelt
    [Geändert durch IceTea(r) am 11-11-2005 um 21:17]

  9. #9
    Registriert seit
    Jul 2005
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    168
    Morg'n,

    ... also dein lyrisches Subjekt soll sich nach der "Dunkelheit" sehnen, zugleich strebt entgegen diesem Verlangen sowas wie eine "innere Stimme", die dem lyrischen Subjekt im Grunde wohlgesonnen ist - weil es ja genau diesem [dem lyr. Subj.] den Weg ins Dunkle ersparen will, wohlwissend um dessen "Absichten" - wie auch in meinem Gedicht angedeutet (Das Verschlingen)... das Ganze aus den Augen eines Kindes und (so habe ich das verstanden) das lyrische Subjekt soll zudem weiblich sein.

    Aus dem Stehgreif würde ich jetzt nur "polemisches Gesülze" von mir geben.
    Zudem schreibe ich ungern Texte, egal welcher Art, mit Themen, die mich nicht unmittelbar betreffen oder zumindest "touchieren".

    Obwohl mir die von dir gegebene Inspiration durchaus gefallen hat.

    Den Inhalt dieses Gedichts hier wird - in dessen vollen Umfang zumindest - wirklich nur der Autor selber wiedergeben können, da hast du wohl recht.

    Habe mich übrigens über deinen Kommentar gefreut.
    Eine angenehme Nacht,
    Gruß, Alexius.

    Kräfte walten Tag und Nacht
    Und in dessen Anbetracht
    Werde ich in meinem Leben
    Nie daran denken aufzugeben.
    - Alexius

    Worüber schreibt er?
    Trauer und Düsteres: In der Finsternis Liebe und Romantik: Außer mir
    Hoffnung und Fröhliches: Rügen heißt mein Domizil, Erinnerungen, die nie vergehen

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Der Teufel
    Von 0blackangel0 im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.01.2010, 19:37
  2. Der Teufel
    Von Hans Plonka im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.01.2010, 10:10
  3. Der Teufel
    Von nelius im Forum Gesellschaft
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 01.02.2006, 19:43
  4. Der Teufel in mir!
    Von BetrayerOfHope im Forum Mythisches, Religiöses und Spirituelles
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 15.07.2004, 19:47
  5. Teufel
    Von Legotine im Forum Archiv
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 12.01.2003, 22:04

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden