1. #1
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    Dachtest du ich würde weinen,
    wenn du ohne Worte von mir gehst?
    das meine Welt zerbricht,
    nur weil du nicht mehr auf ihr stehst?

    Die Tränen die du sehen willst,
    sind lange schon geflossen,
    in der Zeit als du noch bei mir warst,
    haben sie mein Leid genossen.

    Meine Welt die du nun brechen willst,
    ist lange schon zerstört,
    doch als du sagtest du wirst gehen,
    hat sie zu brechen aufgehört.

    einzig allein brach dein Betrug,
    meine Welt und meine Tränen,
    doch glaub mir ich bin stark genug,
    um mich in Liebe neu zu wähnen.

  2. #2
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    Salut Blütenzauber.

    Dein Nick ist eine Pracht. Er lässt meine Gedanken wieder neu kreisen, was mein momentan in Arbeit und trotzdem auf der Seite stehendes Werk betrifft (Die Blütezeit wird allem Anschein nach nicht fehlen, wenn es denn fertig wird.)

    Nun aber zum deinem hier vorliegenden Gedicht.

    Dachtest du ich würde weinen,
    wenn du ohne Worte von mir gehst?
    das meine Welt zerbricht,
    nur weil du nicht mehr auf ihr stehst?


    XxXxXxXx, 8 a
    XxXxXxXxX, 9 b
    xXxXxX, 6 c
    xXxXxXxX, 8 b

    Die Tränen, die du sehen willst,
    sind lange schon geflossen,
    in der Zeit als du noch bei mir warst,
    haben sie mein Leid genossen.


    xXxXxXxX, 8 d
    xXxXxXx, 7 e
    XxXxXxXxX, 9 f
    XxXxXxXx, 8 e

    Meine Welt, die du nun brechen willst,
    ist lange schon zerstört,
    doch als du sagtest du wirst gehen,
    hat sie zu brechen aufgehört.


    XxXxXxXxX, 9 g
    xXxXxX, 6 h
    xXxXxXxXx, 9 i
    xXxXxXxX, 8 h

    einzig allein brach dein Betrug,
    meine Welt und meine Tränen,
    doch glaub mir ich bin stark genug,
    um mich in Liebe neu zu wähnen.


    XxxXxXxX, 8 k
    XxXxXxXx, 8 l
    xXxXxXxX, 8 k
    xXxXxXxXx, 9 l

    (X steht für betont, x für unbetont)

    Mir scheint dein Metrum eher sehr zufällig gewählt, vielleicht hast du aus dem natürlichen Sprechfluss heraus den Klang deiner Worte angepasst und gefunden.

    Inhaltlich unterscheidet sich dein Werk von den meisten Gedichten in dieser Rubrik. Allerdings muss ich mich als Kritiker zwangsläufig fragen, warum das lyr. Ich das lyr. Du nicht verlassen hat?
    Von der Ausarbeitung der Thematik kann mich dein Werk nicht überzeugen. Es bleibt zu simpel in seinem sprachlichen und bildlichen Ausdruck.

    Liebe Grüsse,
    olaja
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

  3. #3
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    Hy!

    Jaja die Metrik, war noch nie wirklich meine Stärke. Hast recht, ich habe es allein dem sprechfluss nach aufgeschrieben. Normaler Weise finde ich es so um einiges günstiger, weil selbst der leser es so ließt wie man es dem Sprechfluss zu folge aufschreibt. Allerdings kann es dann natürlich passieren das die Metrik nicht ganz hinhaut.
    Allerdings was ich an den meisten "Kritikern" nicht verstehe, ist die Frage nach dem "warum"?
    Z:"Allerdings muss ich mich als Kritiker zwangsläufig fragen, warum das lyr. Ich das lyr. Du nicht verlassen hat?"- also du kannst mich gerne als interessierter Leser fragen, warum das lyr. Ich das lyr. du nicht verlassen hat, aber selbst ein "Kritiker" sollte soviel menschlichkeit besitzen um zu wissen das verlassen und verlassen werden im Leben alles andere als einfach ist.
    Lieben gruß blüte
    Lebe dein leben, aber so das andere auch damit leben können!

  4. #4
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    Hilfreiche Fäden zum Thema Metrik findest du in unserem Sprechzimmer .

    Unter anderem:
    Deutsche Metrik - Eine kurze Hilfestellung für Anfänger in einfachen Worten
    Metrik, was ist das?
    Übungen zur deutschen Metrik I

    Zu deinem Einwand: Als interessierter Leser würde ich diese Frage bloss in den Raum stellen (vielleicht sogar noch die Frechheit besitzen, dich zu fragen, ob der Text autobiografisch ist). Als Kritiker allerdings muss ich dann doch die Logik deines Gedichtes in Frage stellen. Das hat nichts mit Menschlichkeit zu tun, sondern einzig mit der Tatsache, Worte kritisch zu hinterfragen und überdenken.

    Du sagst: "Verlassen und verlassen werden ist alles andere als einfach im Leben"
    Wir sind hier aber im Leben, sondern im anonymen Internet. Hier kritisiere ich Zeilen eines Nicknamens. Welche Frechheit besitze ich aber nun, die Logik deines lyr. Ich völlig in Frage zu stellen? Du lieferst in deinem Gedicht lediglich Argumente für eine Trennung. Das lyr. Ich leidet. Punkt. Keine Zweifel oder Liebesansätze kann ich erkennen. Und nur genau das liegt mir hier vor: Ich will nicht allgemein über Trennungen etc. philosophieren.

    Liebe Grüsse,
    olaja
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

  5. #5
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    ....

    Danke erstmal für den tipp mit der Metrik, werd da gleich mal rein schauen.
    Aha und wenn man ein Gedicht rein aus Erfahrung und den momentanen Gefühlen heraus schreibt und sich nicht krampfhaft ein Thema sucht über das man schreiben könnte?
    Das Gedicht ist frei aus dem (meinem) Leben gegriffen, jegliche Antwort warum das lyr. ich das lyr. du nicht verlassen hat, käme einer langen Geschichte über Beziehungen, Liebe, Schmerz und Verwirrung gleich. Ich habe Gedichte von berühmten schriftstellern gelesen in denen ich keinen Funken Logik fand, wenn ich dann nach ihr Fragte, bekam ich eine Antwort nach dem Maße:" Die Logik der Gedichte, liegt in den gefühlen der Dichter"- so viel zur Logik.
    Lieben Gruß Blüte
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  6. #6
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    Berühmtheit schützt vor Schlechtheit nicht oder so. Auch berühmte Dichter schreiben schlechte Gedichte. Selbst Goethe und die "wirklich Grossen" haben es uns bewiesen.

    Darf ich fragen, von wem dein erwähntes Zitat ("Die Logik der Gedichte liegt in den Gefühlen der Dichter") stammt?

    Gefühle, so unglaublich das vielleicht für dich klingen mag, reichen noch lange nicht aus, um ein gutes Gedicht zu schreiben.

    Um es noch einmal deutlicher auszudrücken: Ich interessiere mich als Kritiker weder für deine Deutschnote, deine Hautfarbe, deine Haustiere, dein Alter, dein Herkunftsort oder den Namen deines Exfreundes. Einzig das vorliegende Werk kritisiere ich und wenn ich das Gefühl habe es sei nicht gerade von Logik geprägt, erwähne ich dies auch. Für mich spielt es ebenfalls keine Rolle, ob Brad Pitt oder Herr Professor Doktor von der Universität Zürich eine andere Ansicht von Gedichten, ihrer Auffassung und ihr Zusammenspiel mit der Logik hat.

    Schön, dass du dich in unserem Sprechzimmer umsiehst.

    Liebe Grüsse,
    olaja
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

  7. #7
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    Hmm... meiner Meinung nach gibt es nicht mal schlechte Gedichte, sicher vielleicht haperst beim ein oder anderen mit der metrik, jedoch habe ich Gedichte gelesen, die von dem Aufbau, der metrik, dem Inhalt und der Strophenform sowas von scheiße waren und tausende von kommentaren darunter die das werk in den höchsten himmel gelobt haben.
    Naja gut egal.
    Also gut, du möchtest als Kritiker wissen warum das lyr. ich das lyr. du nicht verlassen hat. Weiß ich, weil es nicht konnte, es sich nicht traute, es ihn noch irgend wo liebte.....=freie interpretation möglich. Sicherlich hätte man Strophen einbauen können in dem das lyr. ich das lyr. du vorher verlässt, aber diese Zeilen waren mir genug um das auszudrücken was ich ausdrücken wollte.
    lg Blüte
    Lebe dein leben, aber so das andere auch damit leben können!

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