Thema: Ehe

  1. #1
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    Ein Mann,
    dessen Söhne gegangen,
    dessen Frau ihn verlassen,
    zu sterben bereit,
    geht zum Fluss.

    Kein letzter Kuss,
    nie war er zu zweit.
    Er konnt es nicht fassen;
    Sein Leben gefangen,
    im Tang

    Die letzte Träne übers Gesicht,
    bevor er sprang,
    die Gedanken bei seiner Frau,
    und den Söhne,
    die ihn nie geliebt,

    die Enttäuschung schiebt,
    Erinnert an die Höhne!
    Er denkt an den Gau,
    und wie sie sang,
    doch sie liebte ihn nicht.

    Die Kälte lähmt,
    Er kann nicht schwimmen,
    und seine Nase unters Wasser,
    die Luft versiegt,
    und er erstickt.

    Die Frau, nach ihm geschickt,
    sieht, wie er daliegt,
    immer Nasser,
    schimmern,
    wie sie sich schämt.

    Und doch bereut sie nichts,
    sie hasste ihn,
    und sie lief zu Paul,
    jetzt war es vorbei,
    das wusste sie.

    Er fragte nicht wie,
    sie war nun frei,
    besser er hielt sein Maul,
    es war besser so, als es schien,
    und doch scheute er sich.

    Die Enttäuschung war groß,
    denn er lehnte sie ab,
    sie verstand es nicht,
    ihren Mann grundlos,
    in den Tod getrieben?

    So schiens geschrieben,
    bald wuchert Moos,
    über sein Gesicht.
    Sie stieg zu ihm hinab,
    und gab sich tödlich den Stoß.
    Jeder Weg, den man bis zum Ende geht führt unweigerlich ins Nichts. Wer einen Berg besteigt, kann nur seine Spitze sehen, doch wer ihn zur Hälfte erklimmt, kann ihn in seiner Gänze betrachten (Frank Herbert)

  2. #2
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    Ein fuerchterliches Schicksal.Ganz verdunkelte Seelen.
    Trotzdem waere das GEdicht besser,wenn es nicht so schreckliche Holperer beinhalten wuerde,z.B.:
    3.Strophe,4.Zeile sollte heissen...und den Soehnen...

    ...er kann nicht schwimmen,
    und seine Nase unters Wasser...

    Vielleicht besser so:
    er kann nicht schwimmen,
    mit seiner Nase unterm Wasser...
    oder:
    er kann nicht schwimmen,
    haelt seine Nase unters Wasser...


    ..es war besser so,wie es schien...

    Auch die nicht einheitlichen Zeilenlaengen iritieren den Lesefluss sehr.

    Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

  3. #3
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    Oh, tut mir leid aber so taktvoll wie mein Vorredner bin ich leider nicht.

    Fangen wir mal mit den Logikfehlern an:
    bald wuchert Moos,
    über sein Gesicht
    Im Wasser? oder wo liegt der Kerl jetzt rum?
    Sie stieg zu ihm hinab,
    und gab sich tödlich den Stoß.
    entweder taucht sie zum grund um sich zu erstechen, oder sie buddelt ihn aus... oder haben sie den toten Kerl einfach in der Gegend rumliegen lassen? So nach dem Motto irgendwer wird ihn schon verbuddeln?

    Die Reime:
    Damit wollte ich erst warten bis der Schmerz einigermassen verklungen ist.
    Sehr naiv, reim-dich-oder-ich-fress-dich, total unorginell ist so zimlich das Einzige was mir zu den reimen einfällt.

    Der Lesefluss erinnert mich an DDR-Strassen vor der Maueröffnung, ein Schlagloch am nächsten.

    Fehler zwischen durch: Höhne? Was ist denn das? Nicht etwa der Plural von Hohn oder?

    Wortwahl: Auch sehr naiv, stellenweise einfallslos, da hättest du einiges mehr machen können.

    Gesamteindruck: Diese Ballade ist so zimlich in die Hose gegangen. Ich als Leser hab die meiste Zeit gegrinst, oder einfach nur mitleidig mit dem Kopf geschüttelt, obwohl man die Idee hätte sicher gut ausbauen können. Nur das hast du leider nicht.
    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

  4. #4
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    Kritik kann tödlich sein Demon_Wolf
    Pass auf sonst verfällst du so in Mitleid weil du ihn auf dem Gewissen hast, das du zu ihm hinab steigst und dir den Todesstoß gibst.

    Aber nun meine Kritik:
    Für mein doch recht kleines und bescheidenes Niveau - ist das doch noch lesbar.
    Ich denke oft nach dem Vorsatz: es muss sich nicht reimen, sondern in der Seele keimen - wenn ich Gedichte oder ähnliche Werke lese.
    Und das hat es hier doch, Metrik und lyrische Perfektheit ist ein zusätzlicher Trumpf, mit solchen Dingen kann man sein Werk auch wunderbar "verpacken". Es hat bei mir "gekeimt" - der Sinn ist in mir aufgegangen.

    mfg
    Plaristo
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

  5. #5
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    Talking

    jaja ist schon so eine Sache mit dem Lesen und dem Verstehen. Und mit der Logik in Gedichten. Findet selber die Antwort, warum ich über eure Kritiken herzhaft gelacht habe...
    Aber gut; euch hat das Gedicht nicht gefallen. Danke für eure Kritiken. Jetzt weiß ich, dass ich noch etwas an meinem Stil feilen muss, um hier zu überleben. Zu schade, dass ich keine Gedichte mehr schreibe, sondern nur alte hier reinsetze. Tut mir den Gefallen und lest mein nächstes nicht. Das wird noch schlimmer... In gewisser weise... auch eine Form von... Kunst. Oder?

    ps. Warum habt ihr eigentlich nichts über meinen tollen Gau gesagt. Passt der hier so gut? Ich hoffe doch nicht. Vielleicht war ja gerade das meine Absicht: Dinge zu schildern, die nicht zusammenpassen...
    jaja so eine Sache mit dem Lesen und dem Verstehen
    [Geändert durch gara am 11-07-2005 um 23:45]
    Jeder Weg, den man bis zum Ende geht führt unweigerlich ins Nichts. Wer einen Berg besteigt, kann nur seine Spitze sehen, doch wer ihn zur Hälfte erklimmt, kann ihn in seiner Gänze betrachten (Frank Herbert)

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