Thema: Mondlicht

  1. #1
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    10
    Mondlicht

    Leicht küssend die weiche Wärme
    Ihrer Wangen
    Entfesselnd, verbrennend ihr
    Drängend’ Verlangen.
    Sanft streichelnd die Zartheit
    Ihrer Haut
    Triumphiernd, besitzend macht
    Er sie zur Braut.

    Leis’ flüsternd der Dunkelheit
    Mächtige Kraft.
    Begierig, Verheerend die Wirkung
    Der Nacht.
    Hart kitzelnd der Hitze verstimmte
    Berührung
    Verfliegend, verschwindend des
    Zaubers Verführung.
    Ich kenne nichts auf der Welt, das eine solche Macht hat, wie das Wort. Manchmal schreibe ich eines auf und sehe es an, bis es beginnt zu leuchten
    Emily Dickinson

  2. #2
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    Sei gegrüßt Lalana!
    Ein sehr schönes melodisches Gedicht. Ich mag deine Sprache.
    Es liest sich so "dahingehaucht".
    Würd mich freuen mehr von dir zu lesen.
    *Einen Blick auf den aufgehenden Mond werfend und grüßend*
    Lotte
    Glück hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut.

  3. #3
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    gefällt mir ebenfalls.
    aber warum kein schlichter 4zeiler? die kraft des gedichtes liegt in der sprache, und nicht in (unsinnigen?)zeilenumbrüchen.

    Leis’ flüsternd der Dunkelheit Mächtige Kraft.
    Begierig, Verheerend die Wirkung Der Nacht.
    Hart kitzelnd der Hitze verstimmte Berührung
    Verfliegend, verschwindend des Zaubers Verführung.

    s1 hätte dann leider keinen schönen beginn:

    Leicht küssend die weiche Wärme Ihrer Wangen... mit 5 hebungen. aber ich meine, dass ein gleichmässiges metrum dem gedicht auch inhaltlich zugute käme. tut es ja auch allermeistens.
    und wenn schon ein so schönes gedicht geschrieben wurde, dann ist der kraft/nacht-reim eigentlich auch unverzeihlich...
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  4. #4
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    Ursprünglich eingetragen von leporello

    aber warum kein schlichter 4zeiler? die kraft des gedichtes liegt in der sprache, und nicht in (unsinnigen?)zeilenumbrüchen.
    Weil unsinnige Zeilenwechsel noch aus jedem Tagebucheintrag epische Lyrik zaubern...
    Bei diesem Beispiel kann man sehr gut nachvollziehen, wie derartige anfängerhafte Effekthascherei ein Stück ruinieren können: Die Zeilen wirken grotesk verzerrt und von einem Lesefluß kann man im Original kaum mehr sprechen.

  5. #5
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    Mondlicht

    Leicht küssend die weiche Wärme ihrer Wangen
    Entfesselnd, verbrennend ihr drängend’ Verlangen.
    Sanft streichelnd die Zartheit ihrer Haut
    Triumphierend, besitzend macht er sie zur Braut.

    Leis’ flüsternd der Dunkelheit mächtige Kraft.
    Begierig, Verheerend die Wirkung der Nacht.
    Hart kitzelnd der Hitze verstimmte Berührung
    Verfliegend, verschwindend des Zaubers Verführung.



    Sieht's so besser aus?
    Ich kenne nichts auf der Welt, das eine solche Macht hat, wie das Wort. Manchmal schreibe ich eines auf und sehe es an, bis es beginnt zu leuchten
    Emily Dickinson

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