1. #1
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    Dunkle Treppe in der Nacht,
    bin aufgewacht.
    Sitze hier, weiß nicht warum.
    Mir ist kalt, ich habe Angst.
    Habe Fragen, doch die Nacht bleibt stumm…

    Worte, laut und kalt
    beschweren die Luft.
    Machen sie schwer,
    Zu schwer zum atmen
    zu schwer für mich.
    Sprichst, verstehe nicht den Sinn.

    Was willst du hier?
    Weiß wer du bist, kenne dich aber nicht.
    Habe dich nicht vermisst,
    will Dich nicht hier.

    Weine still, Fragen fliegen lautlos durch die Nacht.
    Wo bist du, die Wärme die mich wohlig umhüllt?
    Die Liebe die sich mütterlich schützend um meine schmalen Schultern legt?

    Deine Worte prallen an mir ab…
    Was willst du von mir?

    Ich bin doch erst vier….

    [Geändert durch Pain-ter am 12-07-2005 um 20:25]

  2. #2
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    hallo pain-ter,
    da kann ich nur sagen wow... das ist ja sowas von gelungen. okay ich muss zugeben erst beim zweiten mal lesen ist mir die ganze bedeutung in den sinn gekommen aber schon beim ersten lesen, fand ich deinen ausdruck fantastisch. ich fands nur ein wenig merkwürdig, dass es sich manchmal reimt und teilweise einfach melodisch ohne reimworte ist...
    gruß die braut
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  3. #3
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    @dying_bride

    ...hallo und vielen Dank für deine Kritik/Lob. Zum Thema einmal gereimt und einmal nicht, könnte ich ja jetzt sagen, so ist das nun mal wenn man ein Kind ist. Da ist alles noch so neu und teilweise durcheinander. Aber vielleicht sollte ich noch ein wenig üben, dass das Gedicht eine gewisse Symetrie? erhält. Aller Anfang ist schwer. Aber du hast recht, ist vielleicht etwas unglücklich geschrieben. Aber ich dachte auch, wenn am Anfang und Ende des Gedichts Reime sind und in der Mitte nur Text, kann man das auch als Symetrie bezeichnen?

    Mich würde interessieren, wie du das Gedicht interpretierst? Weil, wenn ich mir das Gedicht durchlese, kann man zwei verschiedene Situationen damit vergleichen. Wahrscheinlich denkst du, das gesamte Gedicht ist an die Mutter gerichtet, wäre auch eine Möglichkeit. Mein Hintergedanke war eher der Vater. Das Kind wartet auf die Mutter. Für den Vater spürt es keine Liebe. Ist das Gedicht dann noch verständlich mit diesem Hintergrund, oder hätte ich noch was besser machen können, dass man es so verstehen kann? Ich bin weiterhin dankbar für konstruktive Kritik. Vielen Dank, LG Pain-ter

  4. #4
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    *meld*

    Gut ich versuche mich mal an einer Interpretation:
    Ich verstehe es so, dass es um ein Kind (ob Junge oder Mädchen ist offen), dass von einem Familienmitglied (tippe mal auf Vater oder Bruder) sexuell misbraucht wird.

    Ob ich mit meiner Interpretation richtig liebe, sagst du mir dann hoffentlich gleich.


    Nun noch einmal zu deinem Gedicht, die Idee finde ich echt interessant, nur leider verstehe ich das Reimschema nicht (hast du überhaupt irgendein bestimmtes verwendet?!).
    Meiner Meinung nach ist am Gedicht selbst nichts zu ändern,nur an der äusserlichen Form.

    Liebe Grüße
    Dark
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  5. #5
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    @DarkSideofme

    ...hallo, nein es geht hier nicht um sexuellen Mißbrauch. Das Gedicht soll auch nicht diesen Anschein erwecken. Es muss ja nicht immer zum äußersten kommen. Hier geht es mehr um Gefühlskälte, Unverständnis, seelische Grausamkeit etc.....auch daran kann man als Kind leiden....LG Pain-ter

  6. #6
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    Talking

    Dann habe ich wohl falsch interpretiert, aber so kommt das Gedicht für mich rüber.

    Aber wie gesagt ich finde es echt sehr interessant!
    [Geändert durch DarkSideOfMe am 14-07-2005 um 10:47]
    "Wir sprechen von den Gesetzen des Krieges -
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    Sadi Carnot

  7. #7
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    oh.. ich habe das gedicht dann auch "falsch" verstanden. ich habe eher auf eine mutter getippt, die das kleine kind brutal schlägt und anders quält. natürlich ist das nciht immer so, sondern nur, wenn ihre gefühle wieder mit ihr durchgehen. wenn sie also mal nett zu dem kindchen ist, gehts dem trotzdem mies, da es nicht versteht, dass die mutter zwei so unterschiedliche seiten hat und zum teil hat das kind auch einfach eine fürchterlcihe angst vor der nächsten tracht prügel. also diese deutung ist beim zweiten mal lesen rausgekommen. beim ertsen versuch war nur der vater-missbrauchs-gedanke da... naja aber ich denk mir mal, dass es jedem selbst überlassen ist, wie man ein gedicht auffässt.
    übrigens zu deinen "reimschema": ich finde solange man eine vernünftige erklärung/ausrede hat ist alles erlaubt und okay hast recht auch so hat es eine art form....
    also in diesem sinne....
    gruß julchen
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