1. #1
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    Was übrig bleibt, ist dein Porträt

    Es gibt die Möglichkeit zu sagen,
    ich möchte ohne Worte bleiben,
    aufgeben ohne Erklärungen.

    Wie lange werde ich von dem
    sprechen, was nicht mehr ist.
    Während ich über ihn schreibe,
    kann er mich nicht mehr
    sehen mit diesen Augen.

    Auch ich öffne sie nachts
    und betrachte die Stille
    in der Dunkelheit,
    wo das Porträt aufhört,
    ohne dass es gelingt, es zu sehen.

    und ich denke,
    an deinen Verfall,
    der kein Ende findet in mir,
    das Porträt verschwindet,
    es löst sich langsam auf.

    mit den Wunsch zu Hause anzukommen,
    den Schlüssel in der Hand,
    lässt du dich in deine Tür fallen
    beinahe mit der ungewissen Absicht
    wie die, eines Blattes im Herbst.

    Diese Art des Verfalls,

    ich kämpfe um jeden Moment,
    deine gutmütigen Augen zu sehen,
    die mich nicht mehr anschauen,
    auch wenn ich mich an sie erinnere.

    Und jetzt möchte ich
    ohne Worte bleiben, Verlieren können,
    das was man verliert,
    wie verlorene Kettenglieder,
    und immer so fort.

    Auch wenn es etwas Gewöhnliches ist,
    im Allgemeinen bleiben wir alle
    irgendwann alleine, in Abwesenheit.

    Und diese Abwesenheit von Licht,
    scheint die Augen ruhen zu lassen,
    ohne sie zu leeren. Sie belebt sie
    oder bringt sie in die Dunkelheit zurück,
    in der das Porträt endet.

    Der Schmerz war vollkommen,

    es scheint, dass das Verlieren
    keine schwierige Kunst ist,
    man ist nie für immer gebunden
    und so verschwindet das Porträt
    aus unserem Angesicht.
    Der große Reichtum unseres Lebens.... sind die kleinen sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Wegen fallen!

  2. #2
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    485
    hallo sharitra,

    dein gedicht gefällt mir vom inhalt gut, auch wenn ich es gereimt vielleicht schöner finden würde. versuch doch auch mal, mit demselben inhalt ein gereimtes gedicht zu schreiben! wäre bestimmt sehr interessant, den vergleich zu machen. hast du bemerkt, dass du die linienzahl in den strophen immer variieren lässt? das ist meiner meinung nach nicht schön fürs augen und verwirrt beim lesen. strophe 12 und 14 (letzte und vorvorletzte) gefallen mir am besten, da sie sehr melodisch klingen und den eigentlich inhalt des gedichtes nochmal zum voschein bringen. alles in allem ein gelungenes gedicht!!

    leibe grüße,
    dancefloor

  3. #3
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    guut!
    Liebe ist meine Waffe,
    Angst meine Schwäche!

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