Thema: Stunden...

  1. #1
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    Einige Wochen lebe ich einfach nur dahin,
    Ohne Glück, ohne Liebe, eigentlich ohne Sinn.
    Es gibt keinen Grund in Hoffnung zu leben,
    Wird es denn jemals noch etwas anderes geben?!
    Keine Liebe bringt ein Lächeln auf mein Gesicht,
    Die, die ich will, die wollen mich nicht.
    Doch die, die mich wollen, sie gefallen mir nicht.
    Doch dann kamen wunderschöne Stunden,
    Das Pech schien glatt verschwunden.
    Dass ich nie wieder allein sein würde, das sagtest du
    Und dass ich dir immer wichtiger werde, gabst du zu.
    Stundenlang wolltest du mich einfach nur anschauen,
    Mich küssen bis in den Morgengrauen.
    Unsere Träume und Wünsche ähneln sich sehr,
    Eigentlich wollten wir jetzt beide gern mehr.
    Dahin schritten die schönen, unvergesslichen Stunden,
    Ich fühlte mich an diese Geborgenheit gebunden.
    Diese schönen Stunden sollten nie zu Ende gehen,
    Doch der Morgen kam und wir wollten uns wieder sehen.
    Nun steh ich da, wieder ganz allein,
    Weiß nicht: Wirst du jemals wieder bei mir sein?
    Für dich ist wahrscheinlich nun alles klar,
    Niemals mehr bist du für mich da.
    Einfach vergessen diese herrlichen Stunden,
    Hast dich wahrscheinlich jetzt an eine andere gebunden.
    Warum hast du mir dann erst solche Sachen gesagt?
    Liebst du mich? Hätte ich das nur gefragt.
    Ich weiß, Gefühle habe ich für dich,
    Ich bin mir sicher, verliebt bin ich nicht.
    Ich weiß nicht, was ich noch denken soll,
    Denn mein Kopf ist mit Gedanken zu voll.
    Auf eine Art und Weise hasse ich dich,
    Doch irgendwie war alles so schön für mich.
    Wahrscheinlich bist du jetzt überaus glücklich
    Und verschwendest keinen Gedanken mehr an mich.
    Vielleicht merkst du auch irgendwann,
    Dass ich mich nicht einfach von diesen Stunden trennen kann.

  2. #2
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    Nicht schlecht, nicht schlecht - Immer weiter reimen.

    Was ich dir ganz dringend empfehlen würde ist eine Form in die Sache zu bringen. Teil' das Gedicht in Strophen auf. Und wenn Du das gemacht hast, überprüfe den Inhalt Deiner Strophen. Kannst du für jede Einzelne eine eigene Überschrift finden? Oder wiederholt sich vieles. Wiederholungen vermeiden - in Wortfeldern(also immer wieder auftauchenden Phrasen, wie hier z.Bsp: Stunden (sechs mal), schön (vier mal)usf.) vermeiden und Synonyme, ähnliche Wörter, suchen. Das wirkt sonst nur lückenfüllend und langweilt den Leser.
    Dann noch ein kleiner Blick auf's Metrum - den Takt deines Gedichtes. Jener ist wie der Herzschlag eines Werkes, der die Worte trägt und nicht gesehen, sonder empfunden wird. Wenn du in einer Stimmung bleibst, dann auch der Rhythmus. Ändert sich das Gefühl, der Inhalt, im Gedicht, so auch der Takt. Die Kunst und die Schwierigkeit ist es, dieses Stilmittel optimal für sich einzusetzen, um dem Leser einen Eindruck über die Form zu vermitteln. Ich könnte zum Beispiel allein mit rhythmischen Lauten Stimmung erzeugen:

    Da di - Da da - Da di - Da da (eintönig)
    Dada rum - Da da - Dada rum - Da da (marsch)
    Da di - Da da - Da di - Da da (eintönig)
    Da rum - Da rum - Da rum - Da rum (Galopp?)

    *schmunzelt* Wenn man jetzz noch einen heroischen Inhalt auf den Marsch leg, das tragende Thema auf die Eintönigkeit, eine Fluchtszene auf den Galopp hat man schon Inhalt mit Form verbunden. (KANN man so handhaben, und es handelt sich hier lediglich um Anregungen)

    Mach weiter so!

    Liebe Grüße
    Seichtheit
    Leute, die auf Rosen gebettet sind, verraten sich dadurch, dass sie immerzu über die Dornen klagen.

  3. #3
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    Whow!

    Also das ist das erste Mal, dass ich wegen der Kritik einen Kommentar schreibe, Hut ab! Ein sehr verständlicher und innig fühlender Exkurs in die Formgebungen der Lyrik. Ich bin beeindruckt und angenehm überrascht. Nun steht nur noch ein Einstandswerk aus!


    Danke für die Einführung,
    liebe Grüße
    Anke

  4. #4
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    Danke!
    Auch die Kritik nehme ich sehr gern an und werde in meinen nächsten Gedichten darüber nachdenken!

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