Schwarzer Geselle,
begleitest mich unerschrocken auf abenteuerlichen Wegen.
Folgst meinem verhaltenen Schritt in anmutiger Gebärde durch die Stille der Nacht.
Die Dunkelheit und du, sind untrennbar miteinander verwoben.
Nur schemenhaft zeichnet dein Körper seine Kontur ins Himmelsgrau.
Wäre nicht das funkelnde Grün deiner Augen,
mein Fuß hätte sich in Haltlosigkeit verloren, ich wäre ins Bodenlose gestürzt.
Die Sensoren deiner steil aufgestellten Ohren vernehmen, Äonen vor mir,
das Geflüster des Windes, das dem Donner vorauseilt.
Deine raue, sich unruhig kräuselnde Nase bestimmt die Richtung
aus der das Unwetter uns bald ereilt.
Dein Schwanz schlägt zuckende, abstrakte Muster in die sich aufbäumende Luft
und mahnt zur Umkehr
während dein vom Morgentau benetztes Fell, kaum wahrnehmbar,
die nackte Haut meiner Beine umspielt.
Ich fühle die besonnene Wärme, die deinen Leib durchbebt.
Erahne den animalischen Instinkt, der zielsicher dein Leben bestimmt
Und erfahre mich einfältig gesteuert durch meinen menschlichen Verstand.