Thema: Mein Phantom

  1. #1
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    Du liest in meiner Worte Zeilen
    um ein Teil von mir zu sein.
    Doch zwischen Vers und mir sind Meilen
    die kunstvoll Trug und Wahrheit teilen.
    Und kein Satz rollt deinen Stein.

    Du suchst auch in den Zeilensprüngen
    Nach dem Bild, das mich erzählt.
    Mein Wort soll deine Neugier düngen.
    Willst lesend dein Erinnern jüngen.
    Doch dein Herz ist gramvermählt.

    Du sehnst nach meiner Silben Klänge.
    Und du hoffst, dich dort zu spürn.
    Doch keines Satzes weite Enge
    Singt meiner Sehnsucht Mollgesänge.
    Und kein Wort kann Wissen schürn.

    So hör doch endlich auf zu lesen
    als phantomes Teil von mir.
    Du Schatten meiner Worte Wesen,
    kannst ungesprochen nicht genesen.
    Warte auf ein Wort von dir.


    Füllertintentanz /= Sandra Pulsfort
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  2. #2
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    Guten Morgen !
    Sehr schoenes Gedicht.Gut su lesen und das Ende pointiert,dadurch,dass man erst am Ende ueberlegt wer eigentlich mit dem lyr.du gemeint ist.
    Gefaellt mir.
    Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

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  3. #3
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    Hallo Amrei-lyrics,

    ich danke vielmals für dein nettes Lob. Doch vor allem würde mich interessieren, wer deiner Meinung nach mit dem "Du" gemeint sein könnte. Es ist wichtig für mich zu erfahren, ob es mir gelang, meine Gedanken so auszudrücken, dass sie der Leser richtig versteht.
    Vielleicht verrätst du mir ja deine Gedanken.

    Lieben Gruß, Sandra
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  4. #4
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    888
    Mir faellt dazu nichts anderes ein als ein Zwiegespraech mit dir selbst,im Bezug auf die Dichterei,das Schreiben - und Lesen. Liege ich falsch ?
    Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

  5. #5
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    304
    In der Frage nach dem liryschen Du tippe ich unbeirrbar auf deinen wunderbaren Mann. Jede Strofe, jede Zeile, jedes Wort lassen keinen anderen Schluss zu. Dass da nicht der Leser gemeint ist, stimmmt mich, gemeinen Leser, eigentlich melancholisch. Nichtdestotrotz (oder vielleicht deshalb) ist es ein Grosses Werk.

  6. #6
    Registriert seit
    Mar 2005
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    Hallo ihr Lieben,

    es ist tatsächlich eine ganz bestimmte Person mit dem "Phantom" gemeint.
    Es ist ein jemand, der sich vor Jahren aus meinem Leben verabschiedet hat und sich niemals wieder meldete. Ich bin mir sicher, dass dieser Jemand jeden meiner Texte verschlingt, um auf diesen Wege weiter Einblick in meine Gedankenwelt zu haben. Nur gibt es keine Texte von ihm, dir mir selbiges ermöglichen würden. Daher auch die letzte Zeile.
    Einen lieben Gruß, Sandra
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

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