Thema: Welttheater

  1. #1
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    Pantomimenhaft begleitet uns die Seele,
    Einheit suchend mit dem kalten Geist,
    ewig duerstend uns're trock'ne Kehle,
    irden Noete,Schwaeche uns umkreist.

    In dem grossen,wilden Welttheater,
    spielt ein Stueck,Erkenntnisse verheisst
    neues Bild veraendert sich noch delikater,
    Lust- und Trauerspiel Erfahrung heisst.

    Seelenkleidung,Pantomimentaenze,
    in uns innen freie Weltenschau,
    nur das Erdendasein schafft die Grenze
    zwischen Hintergrund und Himmelsblau.

    Buehnenbild erneut im Spielplanrahmen
    Ausserordentliches ist geschafft,
    teuflisch Krieg und Hungersnot nachahmen,
    weitergebend frohe Gluecksbotschaft.


    17.7.2005
    [Geändert durch Amrei-lyrics am 18-07-2005 um 13:15]
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

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  2. #2
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    Hallo Amrei-lyrics,
    ich finde dein Werk interessant.Sprach und inhaltlich finde ich es recht gelungen, allerdings gibt es Stellen, die mich stören, vor allem in der zweiten Strophe,zB:

    "In dem großen, wilden Welttheater,
    spielt ein Stück, Erkenntnisse verheisst"

    Müßte es nicht "Erkenntnisse verheissend" heißen?
    Auch die dritte Zeile:
    "neues Bild verändert sich noch delikater"

    ergibt in dem Zusammenhang für mich keinen wirklichen Sinn; irgendwie fehlt mir da der innere Zusammenhang der Verse,sie wirken seltsam verdreht und etwas konstuiert.

    Sehr gut dagegen gefällt mir die dritte Strophe, abgesehen von dem Wort "drinnen", das mir in dem Zusammenhang etwas zuu trivial vorkommt.
    Der Vers:
    "nur das erdendasein schafft die Grenze
    zwischen Hintergrund und Himmelblau"

    hingegen gefällt mir ganz hervorragend.Insgaesamt gefallen mir die erste und die dritte Strophe sehr gut, die zweite und vierte überzeugen mich dagegen nicht.Trotzdem ein guter Gesamteindruck.

    Gruß, Nocturnal
    [Geändert durch Nocturnal am 18-07-2005 um 01:43]
    "Säufer des schweren Saftes, versiegelt im durchsichtigen Bernstein ihrer Träume." William S. Burroughs

  3. #3
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    Hallo Nocturnal!
    Danke fuer Kritik.
    Zumeiner Erklaerung:
    Theater ist irgendwie eine gekuenstelte SAche,eine Art Kopie des realen Lebens.
    Das Wort "delikater" habe ich gewaehlt,da es mir in Verbindung mit dem Anreiz der Zuschauer in diesem Theater,eben auch sich auf "Theater" reimt,nicht nur im sprachlichen Reim,sondern auch mit der analogen Verbindung zum Theater.Was will man dort sehen? Etwas,was das Innere anspricht,auch wenn es ironisch gemeint delikater Weise nicht der Realitaet entspricht.Das Buehnenbild ist mit Bild gemeint.Ein delikates,schoenes,aber etwas zweifelhafter Moral unterlegenes Buehnenbild,soll die Sensationslust der Zuschauer ansprechen.

    "Drinnen" werde ich auf "innen" aendern,das klingt sehr gut.

    Das Stueck verheisst Erkenntnisse - so soll es gemeint sein.Ich habe darueber auch hin und her nachgedacht,habe es aber dann so gelassen,dass der Reim funktioniert.Bin ich mir noch nicht klar,wie ich das verbessern kann.
    Ich glaube beides ist moeglich und nicht unbedingt falsch..?
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