1. #1
    Registriert seit
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    Lobpreis an dich, du Stern der Nacht
    Geweckt hat mich dein Leuchten sanft und sacht’
    Nun bin ich wach und kann nicht schlafen mehr
    Gedanken wiegen in meinem Geiste schwer

    Drum bitte ich dich in Bescheidenheit
    Höre meine Frage an
    In Hoffnung sie geht nicht zu weit
    Dass ich eine Antwort erwarten kann

    Ist der Regen nicht nass und kalt?
    Das Bild der Trauer wird damit oft gemalt
    Laufen wir nicht immer unter Schutz?
    Schimpfen über die Last ohne Nutz?

    Ist der Sturm nicht mächtig und hart?
    Fegend über arm und reich
    Selbst Bäume verbeugen sich wie ein Grashalm zart
    Das Meer wird des Kindes Teich

    Und ist die Trübe des Himmels nicht eine Qual?
    Die Minute wird darin eine endlose Zahl?
    Seht die Gesichter, mit Trauer erfüllt
    Wenn die graue Wolke den Himmel verhüllt

    Sind es nicht die festen Regeln
    Die unser Leben bestimmen
    Können wir ohne Wind segeln?
    Können wir ohne Flugzeug die Höhen erklimmen?

    Doch siehe da, ein Wunder ist geschehen!
    Bricht der Wille der Natur, vollkommen und rein?
    Kann so etwas Starkes denn vergehen?
    Welch Macht muss ihr wohl begegnet sein?!

    Von weitem ertönt deine Frage, oh Menschenkind
    Mit welcher Schönheit solch Staunen sich erhebt
    Es ist, wenn Verstand mit dem Herzen ringt
    Wenn das Feuer der Liebe aus der Erde bebt

    Wie ein König steht sie vor dem Wind
    Der die Waffen des Stolzes niederlegt
    Der demütig zu flüstern beginnt
    So leise, dass der Grashalm bleibt unbewegt

    So mächtig auch der Regen fällt
    Dem Schein der Sonne sich entgegenstellt
    Sieh wie vor der Liebe er die Flagge hisst
    Sieh, alles ist einer Wüste gleich, die den Regen vermisst


    Voll Schrecken erstarrt die Trübsal fest
    Als sie ihre Blicke auf das Lichterheer fallen lässt
    Die Bleiche der Furcht lässt das Graue schwinden
    Und Hoffnung ihren Mut finden

    Nun wisse, was hier oben so klar
    Ist den Menschen selten offenbar
    Die Macht der Welt kann den Boden leiten
    Die Liebe aber kennt weder Raum noch Zeiten

    Kann der Geist denn Datteln essen?
    Wie begrenzt ist solch eine Sicht?!
    Kann ein Tropfen sich mit dem Meere messen?
    Spring hinein,
    damit das Wasser den Stahl vor deinem Herzen bricht!!


    Wenn es ein Dogma gibt, dann ist es, dass es keins gibt, was manchmal bedeutet, dass es eins gibt
    Let's laugh with the joyful, let's give comfort to the worried ones, and build defence against the cruel ones

    How much wood would a wood chuck chuck if a wood chuck could chuck wood?

    Hier zur kleinen Sammlung: Phoenix's Gedichte

  2. #2
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    Hallo Phönix,

    beschränke dich! Du kommst ins Schwafeln, verlierst dadurch das Wesentliche aus dem Blickfeld und büßt damit nicht nur das poetische Moment der Verdichtung, sondern auch die innere Kohärenz ein.

    Es ist günstig und fördert die sprachliche Dichte, eine Metapher oder einen Vergleich zu finden, mit dem man vielleicht sogar mehr als eine Begebenheit ausdrückt. Dieser Text arbeitet genau andersherum: Du versuchst eine Sache auszudrücken und führst hunderte rhetorische Fragen an, um dies zu verdeutlichen. Du unterforderst und langweilst den Leser. Denn die der ersten folgenden hundert Fragen, werfen keine neuen Erkenntnisse auf, sondern treten nur bereits Gesagtes breiter. Ein Wurf genügt, wenn es der Treffende ist.

    Mache dir vor dem Schreiben am besten einen Verlaufsplan von dem, was du sagen willst und überlege dir, wie du es sagen willst. Gehe in diesem Punkt keine Kompromisse ein! Wenn du es mit dem einen Reim nicht schaffst, versuche einen anderen und fülle nicht einfach irgendwie die Zeile auf, um dann mit dem nächsten Vers zu sagen, was du hättest schon oben sagen wollen - das führt zu ROISD. Weniger ist hier auf jeden Fall mehr.

    Falls du konsequent metrisch schreiben möchtest, müßtest du dir noch einiges an grundlegendem Handwerkszeug aneignen, damit dies souverän rüber kommt. Im Sprechzimmer findest du Beiträge zu dem Thema, die dich beim Studium vielleicht weiterbringen.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  3. #3
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    sowas nenn ich mal professionelle Hilfe, ich werd es mir zu Herzen nehmen. Nach deiner Analyse, sehe ich es zumindest bei der Anhäufung der Fragen.
    Das Verwenden vieler Metaphern für das Ausdrücken einer Sache - ich hoffe, ich lege da nicht ganz falsch - hat eine bestimmte Tradition in orientalischer Mystik. Deine Anregung finde ich sehr hilfreich, deine Kritik zur Metrik werde ich mir merken.

    Vielen Dank!
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