1. #1
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    - - -

    Noch ein paar Zeilen, die allerdings etwas älter sind... Auch sie handeln von dem reudigen Thema...
    Auf sie mit Gebrüll!

    - - -

    Danke, Luzifer,

    für die Sünden,

    Danke,

    dass Du mich in Versuchung geführt hast,

    Danke,

    für Deine unstillbare Wolllust,

    Danke,

    für die Schmetterlinge in meinem Bauch,

    ja, sie existierten,

    Dank Dir.

    Wie gerne würde ich Dich verfluchen,

    doch nur ein Lächeln, eine Berührung von Dir,

    ja allein ein Gedanke an Dich

    brachten mein Blut zum Kochen,

    vernebelten meinen Verstand,

    so sehr, dass ich in Deinem köstlichen Duft die Schwefeldämpfe verkannte.

    Sei Dir gewiss, Du schwarze Seele,

    dass Du mich im Höllenfeuer hast brennen lassen!

    Und sei Dir gewiss, mein gehörnter Reiter,

    dass ich mich in Deiner Gegenwart wie eine Göttin fühlte!


    Du hast meine Seele mit Pech erfüllt.
    Rechtschreib- und Grammatikfehler sind beabsichtigt und dienen der Erheiterung des Lesers

  2. #2
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    601
    guten abend

    was ist denn daran experimentell? was ist denn daran gut? irgendwie ist dieses ganze satans-zeugs unfreiwillig komisch- oder war das hier eine parodie? (kann's mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen) die sprache ist schwülstig und irgendwie behäbig, was mir auch nicht gefällt.
    auch die form stört mich. wenn du strophen machst und die leerzeilen weglässt, sieht das ganze viel übersichtlicher und lesbarer aus.
    insgesamt bleibt ein eher negativer eindruck haften, wobei die thematik auch einen teil dazu beiträgt (und dafür kannst du ja wohl nix).

    mfg
    donnerstag - nie wieder
    fernsehzimmer

    Ahora soy un axolotl. Julio Cortazar

    Malgré soi, on est de son siècle. Auguste Comte

  3. #3
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    7.916
    Unter Experimentell halte ich das Stück für fehlplaziert.

    Um eine kurze Übersicht, über einige Gebiete zu geben:

    Experimentelle Lyrik:

    Hier könnt ihr alle eure Gedichte veröffentlichen die in den Bereich visuelle Lyrik, experimentelle Lyrik, Dadaismus oder konkreter Poesie hineinfallen.

    Genauer gesagt: Hier gehören die unten angeführten Dinger plus Dialektgedichte (konnte es auch nicht glauben), Lautgedichte, Zaubersprüche, Kinderlieder(aber dafür gibt es einen eigenen Faden)

    Jetzt werden ich bestimmt einige Fragen wovon ich eigentlich spreche. Deshalb folgt jetzt eine kleine Begriffserklärung.

    TEXTBILDER:
    Bei diesen Dingen sind Text, Bild und Sinn eng verbunden. Aber wie sieht so etwas aus. Ein gutes Beispiel bietet hierfür Claus Bremers Gedicht „was ist das“:

    was ist das
    wasistdas
    wa s as
    w s

    d s
    da s as
    dasistwas
    das ist was

    Dadaismus:
    Der Dadaismus auch liebevoll DADA genannt ist eine revolutionäre Form der Lyrik deren Ziel es ist zu zerstören und zu deformieren. Der Name entstand laut Hugo Ball so: DADA heißt im Rumänischen ja, ja, im Französischen Hotto- und Steckenpferd. Für Deutsche ist es ein Signum alberner Naivität und zeugungsfroher Verbundenheit mit dem Kinderwagen.“ Das mag verstehen wer will.

    Bsp:
    falamaleikum
    falamaleitum
    falnameleutum
    fallnamalsooovielleutum
    wennaberderkriegeinmallanggenugauist
    sindallewiederda.
    oderfehlteiner?

    KONKRETE POESIE:

    Es gibt zwei Arten der konkreten Poesie.
    1) Die Konstellation:
    Beispiel: Eugen Gomringer : baum haus kind hund
    baum
    baum kind
    kind
    kind hund
    hund
    hund haus
    haus
    haus baum
    baum kind hund haus

    2) Piktogramm

    Bsp.: Erwin Jandl : die zeit vergeht


    lustig
    luslustigtig
    lusluslustigigig
    luslusluslustigtigtigtig
    lusluslusluslustigtigtigtigtig
    luslusluslusluslustigtigtigtigtigtig
    lusluslusluslusluslustigtigtigtigtigtigtig
    luslusluslusluslusluslustigtigtigtigtigtigtigtig


    Sprachliche Merkmale der experimentellen Lyrik

    Vokalhäufung:
    (in ottos Mopps) : ottos mops klopft/otto: komm mops/ ottos mops kommt/ ottos mops kotzt/otto: ogottogott

    Vokalrundung:
    (in die Mutter und das Kind) : „üch wüll spülen//spül düch/meun künd“

    Vokalausfall:
    (in Schtzngrmm) : schtzngrmm/schtzngmm/ t-t-t-t/ t-t-t-t/ grmmmmm/ t-t-t-t/ s-c-h

    Konsonantenvertauschung:
    (in lichtung) : manche meinen/ lechs und rinks/ kann man nicht/ velwechsern./ welch ein illtum.

    Laut- und Silbenausfall:
    (in fragment): wenn die rett/ es wird bal/ übermor/ bi die atombo/ ja herr pfa

    Sprachmischung:
    (in calypso) : ich as not yet/ in brasilien/nach brasilien/wulld ich laik du go

    alle beispiele sind aus Werken von Ernst Jandl

    Das ist nur ein kleiner Überblick über die Dinge die in diesen Bereich hineingehören. Jetzt nur noch eine Erklärung warum das ganze unter Interpretationen steht. Wie man bereits merkt, lassen diese Gedichte sehr viel Platz für Interpretationen, und aus diesem Grund findet ihr es eben hier und nicht bei den anderen Gedichtkategorien.
    Quote courtesy of Kamelot


    Daher habe ich Dein Stück unter Düsteres eingereiht.


    - Danse_Macabre -
    Moderator von Gedichte.com


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