Thema: Todeskampf

  1. #1
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    Da kaempfen die Seele und der Geist,
    jene,die einst Frieden hielten.
    Etwas vollstaendig bewerten
    das Leben,die Erwartung,
    die aus Kinderhaenden floss.
    Ungesaettigt bleibt der Frieden,
    und heute nur verblassende Fiktion,
    stetig ringt die Seele und der Koerper,
    einst wie Tauben,Unzertrennliche sie waren.


    10.1.1978
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

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  2. #2
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    Worauf willst Du eigentlich hinaus?
    Dem Stück fehlt jegliche Conclusio.
    Du schusterst hier bloß ein paar Momentaufnahmen untereinander, verbindest sie aber allenfalls nur grob. Auf Deinen Titel und das mit ihm vorgegebene Thema gehst Du allenfalls periphär ein, er könnte genausogut "Erinnerung", "Zwiespalt", "Nachdenken" oder "Zweifel" lauten - es würde keinen Unterschied machen. Und auch in keiner Variation würde die Zeile 3 überhaupt inhaltlich viel Sinn machen.

    Fazit:
    Grobschlächtige Umsetzung eines nicht ausgearbeiteten Gedankens, dem der Leser nicht wirklich folgen kann.

  3. #3
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    Hallo Danse_Macabre|!
    Es geht hier in diesem Gedicht um den Todeskampf in einem feinstofflichen Bereich.Im Sterbemoment gehen Seele,Geist und Koerper verschiedene Wege.Das was frueher als Einigkeit - "Dreieinigkeit"? - erlebt wurde,so wie Tauben,die normalerweise ein Leben lang gemeinsam bleiben muss getrennt werden.
    Manche machen sich Gedanken darueber,wie ihre Lebenszeit berwertet werden wird,welche Erwartungen erfuellt wurden,ruecklickend auf die Kinderzeit und muessen erkennen,dass man sich langsam vom Irdenen trennt und diese Vorstellungen keinen realen Wert mehr darstellen.
    Und so kaempft die Seele mit dem Koerper,muss sich losloesen,b.z.w.losgelassen werden.
    Vielleicht findest du jetzt eine besseren Zugang zu diesem Gedicht!
    Danke fuer Kritik
    Amrei-lyrics
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  4. #4
    Taurus ist offline L' Héautontimorouménos
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    alles schön und gut, aber das must du auch in deinem Gedicht rüberbringen,...
    dass hast du meiner meinung nach nicht geschaft.
    Sorry, aber auf mich wirkt dein Gedicht in Aufbau, Form und Inhalt absolut wirr.

    Gruß Taurus
    ..........(___)...............................Im Moment ist mir aber diese Masse von Dichtern zuwider,
    ...........|Oo|...............................die weder Innovatives noch Attraktives produziert
    .... /```` OO)...Tauri are fine!........und wo sich hinter jedem Satz ein
    .../ |____-- ................................"Was mach ich hier eigentlich?" versteckt.
    .*...L....L....................................-AiAiAwa-

  5. #5
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    Hallo Taurus!
    Du magst recht haben,dass jener Leser der,von diesem Thema nicht viel Ahnung hat,auch nicht ganz deutlich verstehen kann,wovon ich rede.Ich denke aber,dass Leser,die sich mit dementsprechenden Themen beschaeftigen sehr wohl verstehen was ich beschreibe.
    Es sollte eher ein Gefuehl vermitteln,als Lehrstoff bieten.
    Da ich dieses Gedicht vor fast dreissig Jahren im Alter von zechzehn Jahren schrieb,wuerde ich es auch gerne so stehen lassen,und sehen was andere noch dazu zu sagen haben.
    Danke fuers Interesse Amrei-lyrics
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  6. #6
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    Ursprünglich eingetragen von Taurus
    alles schön und gut, aber das must du auch in deinem Gedicht rüberbringen,...
    dass hast du meiner meinung nach nicht geschaft.
    Sorry, aber auf mich wirkt dein Gedicht in Aufbau, Form und Inhalt absolut wirr.
    Mein Reden.


    Amrei-lyrics,
    Unsere Verständnisschwierigkeiten haben ganz sicher nichts mit mangelnder Ahnung zu tun. Du versuchst da, eine Ausrede auf erbärmlichen Kindergartenniveau zu konstruieren. Dein Stück zeichnet sich nicht durch expressionistisch verworrene Bildsprache oder hochkomplexe Fachthemen aus - vielmehr stützt es sich auf im Grunde recht triviale Themen, die längstens schon tausendfach durchexerziert wurden. Nichts in Deinen Worten ist anspruchsvoll oder erfordert weiterführendes Wissen.

    Unsere Verständnisschwierigkeiten gründen sich einfach nur auf den Umstand, daß Du offensichtlich selber dieses Thema mit 16 bei weitem noch nicht zuende durchdacht hattest und offenbar von erzählerischer Gestaltung damals keine wirkliche Ahnung hattest. Deine sprunghafte Gedankensammlung würfelt Deine halbgaren Ansätze wild durcheinander und läßt keine logischen Zusammenhänge erkennen.
    Beispiel: Die schon angesprochene Zeile 3.
    Weiteres Beispiel: Die letzten 2 Zeilen. Seele und Körper = unzertrennliche Tauben?
    Quatsch. Tauben sind als Bild der immerwährenden Gemeinschaft nun in der Metaphorik absolut untauglich.


  7. #7
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    Wenn ein Text von Lesern nicht verstanden wird, dann sind selten die Leser zu dumm, ihn zu verstehen sondern der Autor, ihn so zu schreiben, dass das verstanden wird, was er zum Ausdruck bringen möchte.

    So einfach ist das.

    lg/Peter

  8. #8
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    Ich glaube,wenn ein Leser bereit ist zu verstehen,und auf den Text einzugehen,kann er bei meinem recht kurzen Anriss dieses Themas schon FUEHLEN worum es geht.
    1978 habe ich in meinem "kindlichen " Wahrnehmungsvermoegen den Tod einer sehr nahestehenden Person erlebt.Wie ich schon sagte ich will hier KEINEN Unterricht abhalten.Ich habe meine Wahrnehmungen im Bezug aufs Sterben ausgedrueckt.
    Amrei-lyrics

    Tauben sind Symbole fuer Frieden,"heiligen Geist" und innermenschlicher friedvoller Bindungen,und das habe nicht ich erfunden.
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  9. #9
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    Friedenstauben, ja.
    Aber absolut keine Beziehungstauben.

    Der Tod ist in diesem Stück praktisch nicht anwesend.
    Man muß schon ein neurotischer Zwangssentimentalist mit groben Wahrnehmungsstörungen sein, um sich hier stringent durchgängige Inhalte selbst zusammen zu spinnen, Amry.

  10. #10
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    Hallo Dance_m.!
    Es geht hier auch nicht um die wie du es nennst "Beziehungstauben".Es geht um die Verbindung der Seele mit dem sogenannten "Heiligen Geist" als (christliches) Symbol.Ausserdem hat fuer mich der Tod nichts Endgueltiges,sondern versteht sich fuer mich wie ein Uebergang in eine andere Dimension,Erlebnisebene,oder wie auch immer du es bezeichnen moechtest.Auf alle Faelle eine andere Form von Leben.Dazu gibt es auch Literatur in den verschiedensten Kulturen.
    Weil aus dem Gedicht selbst der Tod als solches nicht offensichtlich ausgesprochen wird,deswegen setzte ich diesen Titel,damit der Leser versucht diese Gedankenverbindung gefuehlsmaessig aufzunehmen,ohne ein Todes- ,Endbild in materiellen Gedankenmustern praesentiert zu bekommen. Der Titel verspricht vielleicht ein anderes Gedicht,eine andere Aussage,hier sind vielleicht deine Erwartungen nicht erfuellt worden?
    Amrei-lyrics
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  11. #11
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    also nach dem dritten mal lesen, fand ich das gedicht durchaus verständlich. zuerst bekommt man einmal eine ahnung... kampf von seele und körper, die einst eine einheit waren. dann kommt die kindheit und das vergessen ins spiel.... dieser übergang kann für mich schon als ein sterben angesehen werden. der todeskampf den ich persönlich jedoch beim lesen des gedichtes sah, ist eher der von verstand und gefühl.... dieser ewige kampf, den jeder immer wieder auszutragen hat (bewusst und vorallem auch unbewusst).

    dennoch muss ich auch der anderen seite recht geben, das thema hätte besser ausgedrückt werden können. das gedicht wirkt vom aufbau her etwas verwirrend.

    Mikro

  12. #12
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    Ungesaettigt bleibt der Frieden,
    und heute nur verblassende Fiktion,
    stetig ringt die Seele und der Koerper,
    einst wie Tauben,Unzertrennliche sie waren.
    Warum die Vergangenheitsform, wenn der Kampf doch angeblich gerade aktuell läuft?
    Trennt sich im Tod die Seele vom Heiligen Geist?
    War der Tote etwa solch ein Arsch, daß Du ihm hier die Hölle an den Hals wünscht?
    Mit dieser Formulierung widerlegst Du Deinen Ansatz von der "Verbindung der Seele mit dem sogenannten "Heiligen Geist" als (christliches) Symbol", da er im Tode ja nicht mehr existiert und sich somit offenbar als Lebenslüge (> heute nur verblassende Fiktion) herausstellt.

  13. #13
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    Nochmals hallo und guten Abend.
    Ich moechte nochmals eine Interpretation verfassen,die bestimmte immerwieder kehrende Missverstaendnisse aufraeumen soll.
    Ich moechte nochmals darauf hinweisen,dass ich hier nicht den Anspruch erhebe ein vollstaendig,wertiges Werk angeboten zu haben.Es sollte eine Verarbeitungsschrift sein,die ich damals im Zusammenhang mit dem Tod einer geliebten Person geschrieben habe.
    Es soll darstellen,wie ich diesen Vorgang des Sterbens empfunden hatte.

    Da kaempfen die Seele und der Geist,
    jene,die einst Frieden hielten.

    In einer lebendigen gesunden Person muessen Geist und Seele in Frieden mieinander auskommen.Sirbt man gehen Geist und Seele verschiedene Wege.Der Kampf bezieht sich auf das Loslassen,und losgelassen werden.Man ist nicht ohne Angst und ohne Zweifel einfach nur bereit "jetzt zu gehen".

    Etwas vollstaendig bewerten
    das Leben,die Erwartung,
    die aus Kinderhaenden floss.

    Im Moment des Sterbens laesst man Revuepassieren,was man seit Kindheit alles Erwartet hat und welche Wuensche eigentlich wirklich in Erfuellung gegangen sind.Bewerten deswegen,weil glaeubige Menschen denken vor Gottes Gericht zu kommen.Das ist eine Art Kampf mit dem Ego sich selbst zu bewerten.Kann man mit guten Gewissen gehen,oder muss man Strafe fuerchten?

    Ungesaettigt bleibt der Frieden,
    und heute nur verblassende Fiktion,
    stetig ringt die Seele und der Koerper,
    einst wie Tauben,Unzertrennliche sie waren.

    Man kann mit sich selbst nicht vollkommen einverstanden sein,man erinnert sich an eigene Fehler,man ist nicht voll zufrieden mit sich selbst,man bereut.Der Frieden mit sich selbst ist nicht gesaettigt,nicht vollkommen.
    Alle diese Gedanken,waehrend man stirbt verlieren an realen Bezug zum Irdenen,zum Koerperhaften,man kann sie nicht mehr total wach nachvollziehen und erscheinen fiktiv.
    Dass die Seele sich vom Koerper,ihrer Bekleidung trennen,loesen muss,ist in diesem Moment vordergruendig und stellt eine Art Kampf dar.
    Seit der Geburt und dann folgend das ganze Leben gehen Seele und Koerper eine Partnerschaft ein,die bis zum Tod haelt.So wie es bei Tauben ist,die ohne Eingriff des Menschen ein Leben lang mit dem gleichen Partner zusammenbleiben.
    Ich danke fuer Aufmerksamkeit.
    Amrei-lyrics
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  14. #14
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    Ursprünglich eingetragen von Amrei-lyrics
    Da kaempfen die Seele und der Geist,
    jene,die einst Frieden hielten.

    In einer lebendigen gesunden Person muessen Geist und Seele in Frieden mieinander auskommen.Sirbt man gehen Geist und Seele verschiedene Wege.Der Kampf bezieht sich auf das Loslassen,und losgelassen werden.Man ist nicht ohne Angst und ohne Zweifel einfach nur bereit "jetzt zu gehen".
    Bei gesundem Geisteszustand herrscht vielleicht größtenteils Ruhe.
    Doch was ist mit den alltäglichen oder besonderen Konflikten wie Wut, Haß, Gewaltätigkeiten?



    Etwas vollstaendig bewerten
    das Leben,die Erwartung,
    die aus Kinderhaenden floss.

    Im Moment des Sterbens laesst man Revuepassieren,was man seit Kindheit alles Erwartet hat und welche Wuensche eigentlich wirklich in Erfuellung gegangen sind.Bewerten deswegen,weil glaeubige Menschen denken vor Gottes Gericht zu kommen.Das ist eine Art Kampf mit dem Ego sich selbst zu bewerten.Kann man mit guten Gewissen gehen,oder muss man Strafe fuerchten?
    Deine erste Zeile dieser Strophe ist für die gewünschte Aussage mehr als unglücklich formuliert. Durch das "etwas" eröffnest Du sprachlich eine unbestimmte Beziehung, die mit "das Leben" grammatikalisch nicht erfüllt wird. Damit wird die Strophe in der Bedeutung zweigleisig und logisch nicht mehr geschlossen.


  15. #15
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    Hallo!
    Zuerst moechte ich mich fuer konstruktive Kritik bedanken.
    Zu Quote 1 :"...Doch was ist mit den alltaeglichen oder besonderen Konflikten wie Wut,Hass,Gewalttaetigkeiten?"

    Dazu moechte ich sagen,dass auch diese Emotionen Teil der gesamten Psyche sind und natuerlich als Konflikte bearbeitet werden muessen,denn wenn es keine "friedliche"
    Loesungsmoeglichkeit gibt und diese Gefuehle ausufern man geneigt ist Hilfe (Psychiater,Therapie,und anderes...) zu suchen,oder in eine Art "Krankheit"
    verfaellt,wenn man keine Hilfe annehmen will.Meiner Meinung nach sind alle Krankheiten psychischer Ursache,weil innere Konflikte ungeloest bleiben.

    zu Quote 2:
    Es wuerde vielleicht besser sein ich wuerde es so schreiben:
    Erlebtes vollstaendig bewerten
    Erfahrung und Erwartung,
    die aus Kinderhaenden floss

    Ich bin mir da nur noch nicht so sicher,ob das auch in den Lesefluss passen koennte.

    Amrei-lyrics
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