1. #1
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    Nachts wenn die Raben kommen


    Je dunkler es wird, desto mehr denke ich an Dich. Wenn die Raben anfangen zu schreien und immer näher kommen, dann nehm‘ ich meine Uhr und drehe die Zeit weiter. Drehe sie bis ins unermäßliche, bis die Raben weiter gezogen sind.
    Morgends, dann wenn ich meine Rollo’s in den Himmel ziehe, dann sehe ich die Sonne und fühle dieses Glücksgefühl. Der Tag zieht sich so dahin, zieht die rosa Wolken mit sich, lässt sie explodieren, und der Mond erscheint dann. Doch nun kommen die Raben wieder ins Spiel, hacken auf dem Mond ein, lassen ihn schwarz erscheinen und zerstören ihn von Tag zu Tag mehr. Meine Uhr wird hinausgerissen, aus dem Loch der Zeit. Verschwindet im blauen Ozean, während die Delphine ihre Kreise ziehen, die Welt weiterdreht, alle Tiere aussterben, und die Menschen nicht mehr Leben können. Sie verlieben sich in Bomben, die die wunderschönen Wolken zerstören. Raben erscheinen und umkreisen mein Haus, spielen mit meinen Gedanken, und kommen mit Netzen um meine Seele zu fangen, die einzige reine Seele. Wenn diese Zeit kommt, dann bitte bitte gibt mir meine Uhr und meine Lupe wieder, damit ich mich erinnern kann, und die Lupe Stück für Stück meinen Spiegel erkundet, damit Du mir die Fehler zeigst, die ich im Leben machte, und ich werde lernen ohne Dich und mit den Vögeln zu leben.
    [Geändert durch überlebendes nichts am 20-07-2005 um 10:27]
    Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Mißerfolg zum anderen zu gehen,
    ohne seine Begeisterung zu verlieren.
    (Winston Churchill)
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  2. #2
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    Hallo überlebendes nichts!

    Deine Geschichte hat etwas. An manchen Stellen läßt Du die Bildhaftigkeit leider etwas ausufern, was den Lesefluß und die Verständlichkeit etwas trübt. Du springst etwas zu sehr mit Deinen Gedanken und wie Du am Anfang von den Adlern zu den Raben kommst, bleibt für mich noch ein Rätsel.
    Die Symbolik der Raben dürfte bekannt sein, Du überspitzt sie geschickt, aber auch da ein klein wenig zuviel des guten.
    Den letzten Satz würde ich ändern, zumindest den Tempus: "...und ich werde lerne ohne Dich und mit den Vögeln zu leben."

    Gern gelsen,
    gott

  3. #3
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    Hallo gott,

    Vielen Dank für Deine liebe Kritik
    Bitte frage mich nicht, wie ich von Adler auf Raben umspringen konnte, ich war wohl grad irgendwo anders in Gedanken, oder die Raben haben sich unbeabsichtlich in meine Hirn gefressen Ich habe den Adler wieder geändert und Kleine änderungen bzw. kürzungen vorgenommen. Vielen Dank für die letzt Zeile, jetzt klingt es wirklich besser. Die Gedankensprünge waren beabsichtigt, ich wollte den Leser zum Denken anregen. War wohl etwas zuviel des guten, ich werde es etwas reduzieren. Wo habe ich denn die Bildhaftigkeit etwas ausufern lassen?
    Würd mich über eine Rückmeldung freuen, und vielen Dank für die Kritik.

    Liebe Grüße
    [Geändert durch überlebendes nichts am 20-07-2005 um 10:58]
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  4. #4
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    Hallo überlebendes nichts!

    Ich finde die Raben auch weitaus treffender in dem Kontext. Der Adler ist einfach ein zu zweischneidiges Schwert als Symbol... Zwar vereint er Weisheit, Gerechtigkeit und den ganzen Kram, gilt aber gleichzeitig auch als Zeichen der Superbia - personifizierter Hochmut/Stolz

    Nunja die Bildhaftigkeit: Da müßte ich wohl den ganzen Text zitieren. Sicher sind "schöne" treffende Bilder Glanzpunkte in einem Text, doch Du bewirfst den Lesern durchgehend damit. Das ist ermüdend - wie ein stundenlanger Gang durch ein Museum. Man will schon was sehen, aber ab einem gewissen Zeitpunkt sind die Sinne überreizt. Vielleicht lohnt es sich in Deinem Text einige "einfach gestricktere" Passagen einzubauen um dann die verbliebenen Bilder stärker zu betonen. Damit sind dann auch die Gedankensprünge besser zu verkraften und wirken eher als stilistisches Mittel.

    alles liebe
    gott

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