1. #1
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    Lindenstraße Nr. 12 / 13.09.04

    Unser Haus ist kalt und leer
    Traurig verlassne Zimmer
    Es regt und tut sich hier nichts mehr
    Von draußen sieht man kein Lichtschimmer

    Tret ich ein, bin ich allein
    Ich lausche auf Geräusche
    Jemand läuft rum, bild ich mir ein
    Bis ich merk, dass ich mich täusche

    Die Spülmaschine füllt sich nicht
    Oft vergess ich das angeschlat’ne Licht
    Im Kühlschrank schimmelts vor sich hin
    Ich schließ die Klotür nicht mehr zu
    Weil ich fast immer alleine bin
    Die Stille lässt mir keine Ruh

    Und wenn ich nachts die Treppen runter gehe
    Steh ich vor dem finstren Gang
    Und wenn ich nur eine Sekunde stehe
    Und Richtung deines Zimmers sehe
    Wird mir mein Herz so bang

    Mittags fehlt der Duft nach Essen
    Deine Stimme klingt nicht mehr durchs Treppenhaus
    Es ist, als hättst du uns vergessen
    Ich muss hier raus, ich halts nicht aus!

    Etwas riskieren heißt,
    für kurze Zeit den Boden unter den Füßen zu verlieren.
    Nichts riskieren heißt,
    sich selbst zu verlieren.

  2. #2
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    Beiträge
    165
    Gefällt mir besser als das andre...
    Die bilder sind konkreter und deutlicher, dadurch wirkt das ganze anschaulicher
    Manchne Ungereimtheitn sind mir aufgefallen zB "sieht man kein lichtschimmer"
    Hoffe das gedicht ist nur fiktiv
    P€ace
    Nur einer
    ist größer
    als Du
    Dein Schatten...

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