Thema: Fragen

  1. #1
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    Fragen

    Was mir das Orakel versprach,
    ich will es nicht,
    nicht so mit der Demut des Opfers,
    nicht so hinnehmen, mich fügen
    den Fesseln der kosmischen Ordnung.

    Wer legt mir noch die Karten,
    wenn mein Weg vorgezeichnet,
    mein Leben verwirkt
    noch vor der Geburt,
    das Schicksal mein Meister ist?

    Was will ich mehr als den Tag zu leben,
    die Nacht zu sterben,
    den Traum zu bezwingen?
    Wer bin ich denn,
    dass ich wage zu zweifeln?

    Was soll ich denn anfangen
    mit Wiedergeburt,
    wenn schon hier die Tür verschlossen,
    das Ziel unerreichbar,
    der Wunsch vergeblich ist?

    Wer wird mich denn halten,
    wenn es ans Sterben geht?
    Mich umfangen in Liebe,
    meinen verebbenden Gedanken
    zu Ende führen?

    Wie soll ich noch hoffen,
    wenn die Träume ermattet
    in den Staub sinken, besiegt?
    Wer wird die Fragen beantworten
    wenn ihr alle gegangen seid?
    ~jazzy

  2. #2
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    Guten Morgen jazzcrab!
    Ich hoffe du kannst meine Kritik vertragen.Denn dein Gedicht gefaellt mir nicht wirklich.Ich weiss nicht,wie alt du bist,aber gewisse Aussagen zeugen meiner Meinung nach von Unreife dem Leben gegenueber,oder einen von Umwelt stark gepraegten,abhaengigen Wesenszug.Niemand zwingt dich ein Orakel zu befragen.Wenn einer sich Karten legen laesst,muss er vorher damit rechnen,dass er sich nachher mit den gesagten Ergebnissen auseinandersetzten muss.Sei das Orakel nun Luege,oder nicht.
    In diesem Sinne ist es fuer mich auch nicht leicht moeglich den Text als solches zu kritisieren,weil ich mich nicht mit deinen Aussagen und Bildern anfreunden kann.
    Du hast hier vielleicht einen Versuch gestartet die Uebel der Wahrsagerei zu erklaeren - das kann ich ja verstehen.
    Doch niemand ist mit den Antworten eines Orakels uneingeschraenkt einverstanden und ein Orakel befreit einem nicht von dem dir ganz persoenlichen Lebenskampfund Weg.
    Amrei-lyrics
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  3. #3
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    Es geht hier nicht um "das Übel der Wahrsagerei"
    Es geht hier im Wesentlichen darum, ob es Sinn macht, nach dem Sinn zu suchen, wenn alles vorherbestimmt ist. Wenn Du mal in meine Jahre kommst, wirst Du die Fragen vielleicht eher verstehen
    ~jazzy

  4. #4
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    Hallo jazzcrab!
    Dann verrat mir mal,wie alt du bist!
    Das,was du dazu erklaert hast schliesst mein Verstehen deines Gedichtes nicht aus.
    Es ist alles nur in sofern vorherbestimmt,solange du es als solches annimmst und in diesem "voherbestimmten" Programm nicht selbst fuer dich Verantwortung uebernimmst und mehr oder minder initiativenlos treibst.Bezueglich deiner letzten Frage des Gedichtesu musst dir selbst die Fragen beantworten!
    Ausserdem,wenn dein Gedicht mit Orakel,Wahrsagen,e.t.c. nichts zu tun hat,warum verwendest du dann diese Ausdruecke?
    Amrei-lyrics
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  5. #5
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    Erste Frage: 52

    Anmerkungen: Es geht hier darum, dass man ausgeliefert ist. Ob DU das so empfindest, liegt bei Dir. Wenn alles letztlich vorherbestimmt ist, heißt das aber nicht, dass man seine Bestimmung auch kennt. Daher der Versuch, das Karma zu verstehen.

    Zweite Frage: Es sind Sinnbilder für das Ringen um Verständnis (siehe Anmerkungen). Wenn Du Dich beispielsweise ein bißchen mit dem I Ging und der dahinter stehenden Philosophie beschäftigen würdest, würdest Du mein Gedicht wesentlich leichter verstehen.

    ~jazzy

  6. #6
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    Hallo jazzcrab!
    Unser Altersunterschied ist nicht so gross,dass du glauben koenntest ich haette keine Ahnung.Ich beschaeftige mich mit viel mehr als nur mit I Ging und das schon sehr lange.
    Wenn du Behauptungen und Fragen,wie in deinem Gedicht in den Raum stellst musst du auch mit Kritik rechnen,die vielleicht nicht die gleiche Lebenshaltung einnimmt wie du.


    Was mir das Orakel versprach,
    ich will es nicht,
    nicht so mit der Demut des Opfers,
    nicht so hinnehmen, mich fügen
    den Fesseln der kosmischen Ordnung.

    1,Das Orakel verspricht nur etwas,wenn man danach fragst.Dass das vielleicht nicht unbedingt das Erwuenschte und Erhoffte ist - mit dem muss man rechnen.Warum fragt man das Orakel,wenn man sowieso nicht bereit ist die kosmische Ordnung anzunehmen?Das wirkt fuer mich unreif.

    Wer legt mir noch die Karten,
    wenn mein Weg vorgezeichnet,
    mein Leben verwirkt
    noch vor der Geburt,
    das Schicksal mein Meister ist?

    Kartenlegen ist dazu da um Weisszusagen - um Wahrzusagen.
    Man kommt zwar auf die Welt und wird durch Karma mit dem Schicksal konfrontiert.Doch Karma ist dazu da dass man reift, lernt,erkennt und nicht glaubt alles sei vor der Geburt schon entschieden und besiegelt und man sei nur Opfer.Man hat sein eigenes Karma selbst verursacht,so kannt man es auch aendern.

    Was will ich mehr als den Tag zu leben,
    die Nacht zu sterben,
    den Traum zu bezwingen?
    Wer bin ich denn,
    dass ich wage zu zweifeln?

    Ohne Zweifel,keine Erkenntnis.Ohne Kritik und Hinterfragen wird man schwer auf die Wahrheit stossen.Einfach nur so dahinzuleben hat vielleicht wirklich wenig Sinn.Was willst du damit bezwecken,wenn du Traueme bezwingst?

    Was soll ich denn anfangen
    mit Wiedergeburt,
    wenn schon hier die Tür verschlossen,
    das Ziel unerreichbar,
    der Wunsch vergeblich ist?

    Wieder das Gleiche.Man ist niemals Opfer seines Karmas.Man selbst ist Erzeuger seines eigenen Karmas.Wiedergeburt ist ein Geschenk Gottes,um eine erneute Chance zu bekommen endlich fuer das eigene Tun und Denken Verantwortung zu uebernehmen.Endlich Gebrauch zu machen von Gottes Geschenk an uns:Liebe und der freie Wille.

    Wer wird mich denn halten,
    wenn es ans Sterben geht?
    Mich umfangen in Liebe,
    meinen verebbenden Gedanken
    zu Ende führen?

    Antwort auf diese Frage: Das Licht Gottes.Die Liebe Gottes.Alles das was du in deinem Leben vorrausgeschickt hast,wird zu dir zurueckkehren.

    Wie soll ich noch hoffen,
    wenn die Träume ermattet
    in den Staub sinken, besiegt?
    Wer wird die Fragen beantworten
    wenn ihr alle gegangen seid?

    Warum bezwingst du deine Traeume?Damit du spaeter die Hoffnung verlierst?
    Gott,oder der Kosmos,oder du dir selbst werden dir alle Fragen beantworten.Menschen,glaubst du,koennten dir deine Fragen vollstaendig beantworten?

    Das war meine Interpretation und meine Meinung dazu.Vielleicht hast du ja nicht von dir selbst als lyr,Ich gesprochen,vielleicht hast du das lyr.Ich eher allgemein gemeint,oder eben auf jene bezogen,die so denken und fragen,wie es in deinem Gedicht zu Tage tritt.Nur das kommt hier nicht ganz klar heraus.Und ich verstehe auch nicht,ob du hier Menschen auf die richtige Faehrte im Leben fuehren moechtest,oder ob du von deinem eigenen Problemen erzaehlst.
    Das Gedicht einfach so in den Raum gestellt empfinde ich nicht lehrreich,nicht aufklaeren,nicht mitfuehlend,sondern einfach unreif in der letztendlichen Aussage.
    Bitte sei nicht boese,denn ich habe das Gedicht kritisiert und nicht Dich,auch wenn es im Schreibfluss manchmal so klingen koennte.

    Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

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  7. #7
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    Ich sehe an Deine Antwort, dass wir in Glaubensfragen inkompatibel sind. Gedichte sind keine religiösen Dogmen und sollten auch nicht dazu missbraucht werden.



    ~jazzy

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