Bewachsen mit Efeu die Mauern,
Naturstein umsauemt unsern Weg,
noch steht die Ruine am Bach,
erfuellt mich mit kalten Schauern.

Ich denke an unsere Kindheit,
das Turbinenhaus ueberm Bach,
Erinnerung zaubert das Bild,
zerstoert schon vor langer Zeit.

Geruch von den Pferden und Wiesen,
noch immer zu riechen im Ort,
doch ist's hier zur Stadt geworden,
Romantik hinausverwiesen.

Ich gehe am Feld nun spazieren,
einst war's unser eigen Besitz.
Jetzt arbeiten alle viel schneller,
aus Angst diese Saat zu verlieren.

Mein Land ist mir fremder geworden.
die Fremde ist nun mein zu Haus.
Die Heimat ist nur mehr im Herz,
wie alte gesammelte Orden.

19.7.2005