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  1. #1
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    Zwei ungleiche Paare
    Von der Absurdität der Gegensatzpaare "Lyrik-Prosa" und "Epik-Metrik"



    Immer wieder hört und liest man von Autoren, die nicht nur Lyrik schreiben, sondern auch Prosa und ich muß mich über solche Aussagen wundern. Oft vermeinen Dichter auch, sich mit dem Argument "Gedichte müssen nicht metrisch sein" verteidigen zu können, wenn man ihnen vorhält, dass ihre Texte eher episch seien und dies wundert mich noch mehr.

    Für mich ist aus solch unsensiblen Formulierungen vorallem eines sehr deutlich zu erkennen, nämlich der Fakt, dass die Äußerer solcher Reden nicht begriffen haben, dass die Worte "Lyrik" und "Prosa" oder auch "Epik" und "Metrik" zwei grundlegend unterschiedlichen Bestimmungskategorien entspringen und keine Gegensatzpaare sind. Deshalb erscheint in einem Satz, wie "Ich lese gerne Lyrik, aber auch Prosa", das "aber auch" völlig absurd und überflüssig. Ich möchte erklären, warum.

    Heutzutage zählt ein Roman zu den Prosaformen. Das war aber nicht immer so. Im Mittelalter waren Romane z.B. in Versen verfasst, also metrisch. Was aber seitdem immer gleich geblieben ist, ist der Fakt, dass der Roman eine grundlegend epische Gattung ist, selbst wenn er von einem Erzähler in der ersten Person erzählt wird.

    Ein ähnliches Beispiel lässt sich für das Gedicht festmachen. Selbiges war früher nämlich eher metrisch, aber seit Baudelaires "Spleen de Paris" hat sich auch der vers libre in zunehmendem Maße für das Gedicht etabliert, weshalb es heutzutage auch prosaisch sein kann. Das ändert aber noch lange nichts daran, dass es tendenziell eher Gefäß lyrischer Darstellung ist, selbst wenn es von einem Sprecher in der dritten Person "erzählt" wird.

    Was bedeutet das? Das bedeutet ganz einfach, dass das Gegensatzpaar nicht Lyrik-Prosa oder Epik-Metrik lautet, sondern allenfalls Prosa-Metrik und Lyrik-Epik. Beschrieben werden durch diese Begriffe völlig unterschiedliche poetische Aspekte und auch hier sind die Grenzen mal wieder fließend.

    Mit den Begriffen "metrisch" und "prosaisch" (es gibt auch ein Zwischending, die sogenannte "rhetorische Periode") wird der Fakt beschrieben, dass ein Text entweder in Versen abgefasst ist oder eben nicht. Ein Vers ist eine relativ klar definierte metrische Einheit, die auf der lautlichen Organisation der Sprache beruht. Die ihn begründenden Phänomene, wie regelmäßige Abfolge von betonten und unbetonten Silben, systematische Anordnung von Gleichklangsphänomenen (z.B. Reime und Assonanzen), Pausen und Zäsuren, sind Aspekte der Phonetik, also der Klangwirkung von Sprache. Auch ein prosaischer Satz enthält solche Klangphänomene, weil sie Teil der Sprache sind, aber im Unterschied zu einem metrischen Satz, folgen diese Klangphänomene beim prosaischen Satz keinem regelmäßig wiederkehrenden Muster.

    Nichts über die Klangwirkung von Sprache sagen hingegen die Begriffe "lyrisch" und "episch" aus. Diese beschreiben nämlich "nur" die poetische Gattung, der ein Text angehört. Laut griechischer Ansicht, die trotz ihres Alters durchaus nicht dumm erscheint, gibt es davon (mindestens) drei - Lyrik, Epik und Dramatik.

    Dabei unterscheiden sich die Genres nicht in ihrer poetischen Funktion, sondern in der dem Poetischen untergeordneten Hierarchie der sonstigen sprachlichen Funktionen. "In der epischen Dichtung, die sich an der dritten Person orientiert, kommt besonders die referentielle Funktion der Sprache zum Zuge; Lyrik, die sich an die erste Person richtet, ist eng mit der emotiven Funktion verbunden […]", schreibt Roman Jakobson in seinem berühmten Essay "Liguistik und Poetik" und weist damit auf subtile, aber entscheidende Unterschiede sprachlicher Darstellungsformen hin. Die Hierarchie in epischer Dichtung ist also poetisch-referetiell, die in lyrischer Dichtung poetisch-emotiv.

    Dies bezeichnet freilich nur Tendenzen poetischer Phänomene, aber Tendenzen, denen man sich zumindest als Dichter bewusst sein sollte. Ein Text kann Elemente aller drei Gattungen aufweisen, wie z.B. die Ballade. Ebenso kann ein epischer Text metrisch sein, wie z.B. das Epos oder ein lyrischer Text prosaisch, wie z.B. Gedichte im vers libre.

    Einen poetischen Text also metrisch oder prosaisch zu nennen hat nichts damit zu tun, ob er sich lyrisch, episch oder vielleicht gar dramatisch präsentiert. Die Gattungsorientierung eines Textes ist unabhängig von seiner klanglichen Struktur. Das ist also der Grund, warum ein Satz wie "Ich schreibe Lyrik, aber auch Prosa" absurd ist. Wenn, dann sollte es doch zumindest lauten: "Ich schreibe Lyrik, aber auch Epik." Oder aber: "Ich schreibe metrisch, aber auch prosaisch."


    © LeVampyre | Jul. 2005
    [Geändert durch levampyre am 11-08-2005 um 16:17]
    --LeV

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  2. #2
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    hallo levampyre

    ich stimme dir zu und freue mich daß du diesen punkt ansprichst.

    das denken in gegensatzpaaren ist sehr verbreitet in unserer gesellschaft.
    vielleicht spiegelt es sogar eine seite des menschlichen bewußtseins wider.

    meiner meinung nach sind texte nur innerhalb eines kontinuums zwischen
    zwei gegensätzlichen punkten zu fassen. es gibt prosaische elemente in
    einem lyrischen text und lyrische elemente in einem prosaischen text.
    alles sind fließende übergänge.
    der versuch rigide grenzen zu ziehen scheitert an der natur der sache.
    ähnliche betrachtungswechsel sind auch in anderen wissenschaften wie zb.
    der physik zu sehen. zb. rechnen mit wahrscheinlichkeiten, wenn der genaue
    ort von teilchen nicht zu bestimmen ist.

    die welle-teilchen dualität besagt, daß sich materie auf eine weise als teilchen
    auf andere als welle verhält. ich glaube das ließe sich exakt auf das verhältnis
    von prosa und lyrik abbilden.

    auch körper und geist wird oft betrennt, welches eine völlige scheidung
    zwei untrennbar miteinander verwobener begriffe ist.
    die chinesische medizin hat diesen dualismus schon seit jahrtausenden
    in einen funktionierenden mechanismus der einheit dieser beiden pole gebracht.

    auch das yin-yang zeichen zeigt, daß im weiß stets ein wenig schwarz ist,
    weil beide nicht ohneeinander existieren.

    aber alls dies führt zu einer völligen neudefinition von poesie und lyrik.
    ich sehe das so: es gibt strukturen innerhalb einer völlig freien form.
    diese strukturen lassen sich durch attribute bezeichnen,
    welche sich durch vergleich mit anderen texten als prosaisch oder lyrisch
    beschreiben lassen.

    ich glaube das reicht erstmal.
    gute nacht

    rudi

  3. #3
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    Nein, ich glaube rudi, du hast noch nicht ganz begriffen, worum es mir ging. Natürlich funktioniert Sprache in Dualismen, da die Wahrnehmung an der Welt sich aus den Gegensätzen speist - ohne Licht keine Ahnung von Schatten, ohne Alter keine Ahnung von Jugend, ohne Tod keine Ahnung von Leben, etc...

    Aber das Dualpaar, das hier zu bilden wäre, ist einfach nicht Lyrik und Prosa. Lyrik und Prosa als Gegensatzpaar zu verwenden, ist ungefähr, als würde man das Gegenteil von Licht Jugend nennen oder Leben. Das ist das Absurde daran, wenn du verstehst, was ich meine.

    Der Gegensatz von Prosa ist nicht Lyrik, sondern Metrik.
    --LeV

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  4. #4
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    Der Gegensatz von Prosa ist nicht Lyrik, sondern Metrik.
    ich finde daß man dies ebensowenig sagen kann.

    der gegensatz von metrik ist un-metrik oder a-metrik,
    dh. völlige metriklosigkeit.
    da dies jedoch auch bei einem prosaischen text unmöglich ist, weil sprache immer takt und abfolge besitzt,
    muß man jeden text innerhalb eines modells betrachten, an dessen seiten der dualismus steht.

    ich glaube auch daß es schwierig ist solche elementaren gespräche per internet zu führen.

    die frage nach der zwei ( dem dualismus ) impliziert nämlich
    auch die frage nach dem eins, dh
    dem verschmelzen und einssein der verschiedenheit der sprache.

  5. #5
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    Natürlich besitzt Sprache immer Takt und Abfolge, das sagte ich ja bereits. Denn es ist eine grundlegende Eigenschaft der Sprache klanglich zu sein.

    Aber in der Metrik passieren Takt und Abfolge in regelmäßig wiederkehrenden Mustern - in der Prosa nicht. Daher ist Prosa der Gegensatz zu Metrik. Das Zwischending, die rhetorische Periode, baut auf Wiederholung fußende syntaktische Perioden aus und hat daher eine relativ geregelte Abfolge von Pausen und Betonungen. (Das ist das, was im so genannten vers libre verwandt wurde, zumindest in dem Goethes oder Baudelaires.) Die Tendenz zur Wiederholung ist dort stärker, als in der Prosa, hält sich aber mit der zur Variation die Waage. In der Prosa ist die Variation von Takt und Abfolge entscheidendes Moment, in der Metrik die Wiederholung.

    Ein Text kann also abschnittsweise mal prosaisch oder metrisch sein - aber er kann nicht beides zugleich, weil das eine das andere ausschließt.
    --LeV

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  6. #6
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    Erwischt

    HIlev

    Auch ich hatte Prosa und Lyrik für einer Kategorie zugehörig gehalten. Sind sie aber nicht. Danke für diese Aufklärung. Ich hab ja nicht ständig LW-Lehrbücher zur Hand.

    @rudi menter
    Aha, ein Relativist, das ewig schwebende Teilchen!
    Aber wo es sinnvolle Definitionen gibt (wofür wir dankbar sein können), ergibt Relativierung wenig Sinn. LeV ging es um genauere Definition zwecks Verbreitung von Wissen und mehr Klarheit.
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

  7. #7
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    Ich finde, es wird einfach Zeit, sich da von gewissen festgefahrenen Gewohnheitsprinzipien zu verabschieden. Meine Argumentationsgegner gegen das metrische, reimende Gedicht faseln immer so viel von Grenzüberschreitung und Offenheit der Genres und Gattungen, sind aber darin selbst so konventionell in ihrem Denken, dass sie das, was hinter ihrer Philosophie des prosaischen Gedichts steht, gar nicht bewußt sensitiv wahrnehmen.

    Ich habe als Dichter die Möglichkeit lyrische Texte zu schreiben, epische oder dramatische oder das Ganze zu mischen. Ich habe die Möglichkeit, meine Texte in Versen oder eben in Prosa (PRosa-Verse) zu schreiben. Ebenso habe ich verschiedene Möglichkeiten der graphemischen Umsetzung (Layout) meiner Gedichte, was für mich gerade besonders aktuell ist. Wer schreibt denn vor, dass ein Gedicht, ob nun in Versen oder Prosa, lyrisch oder episch, immer in gebrochenen Zeilen geschrieben sein muß, etc. Nein, ich habe als Dichter die Wahl. Ich kann entscheiden, kombinieren und dadurch Grenzen überschreiten, aber ich sollte es bewußt tun, auch in meiner Sprache. Denn Sprache und Denken gehen aber sowas von Hand in Hand.
    --LeV

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  8. #8
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    Exclamation

    Zitat Zitat von levampyre
    Denn Sprache und Denken gehen aber sowas von Hand in Hand.
    Unterschreibe ich!

  9. #9
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    Ich glaube, le vampyre, dass du grundsätzlich recht hast mit deinen erwägungen: ist gibt metrisierte lyrik und epik und prosaische lyrik und epik. dennoch ist es nun mal so, dass gerade heutzutage eine metrisierte epik untergegangen ist, während wir dies bei lyrik nicht so eindeutig sagen können - man denke nur an die ausufernde diskussion in einem der nachbarthreads. ich bin durchaus auch der meinung, dass es prosagedichte gibt. dennoch hat sich der gebrauch der wörter epik, prosa, lyrik usw. doch auch durch den umstand entwickelt, dass man bei epik ans VERSEPOS denkt, das immer metrisch war und nicht an den Roman als das Prosaepos. So ist Lyrik immer gattunsgbezeichnung für lyrische Formen gewesen, Prosa AUCH Gattungsbezeichnung für nichtlyrische Formen geworden, also Kurzgeschichte und Roman. Daher gibt es den Dualismus: Lyrik und Prosa - man denke nur an die berühmte Schallplatte JAZZ, LYRIK, PROSA aus der DDR.
    Ich finde, wie gesagt, deine Erwägungen richtig. Aber ich habe immer Bauchschmerzen, wenn Definitionen am Sprachgebrauch vorbei gemacht werden. Und da gibt es eher den Dualismus Lyrik - Prosa, als den "Metrik" - Prosa. Metrik ist die Lehre vom Vers.
    Das scheints du mir auch fast einräumen zu müssen, wenn du sagst:
    "Das ändert aber noch lange nichts daran, dass es tendenziell eher Gefäß lyrischer Darstellung ist, selbst wenn es von einem Sprecher in der dritten Person "erzählt" wird."
    Wie eine Klippe sollst du unbekannte und ungewöhnliche Wörter meiden (Julius Caesar de analogia)

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  10. #10
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    Mensch, LordJim, das mit dem Sprachgebrauch wäre mir ja nie aufgefallen. Aber es ist tatsächlich so, dass alle Welt Prosa sagt, wenn sie von Epik spricht und Lyrik, wenn sie von Metrik spricht. Jeder aber spricht in gelehrtem Ton, ein Gedicht müsse nicht reimen, wenn jemand die Lyrizität eines kurzen, gezeilenumbruchten Wortkonglomerats infrage stellt. Wenn aber Lyrik heutzutage Prosa ist und Epik (nach dem Untergang ihrer metrisierten Variante) auch, na wozu dann noch so viele verschiedene Worte? Laßt uns doch einfach alles Prosa nennen. Das mit den umgebrochenen Zeilen ist Kurzprosa und das ohne Zeilenumbrüche ist Langprosa. Wozu noch eine differenzierte Sprache, wo Literatur so undifferenziert geworden ist?

    Aber moment mal - die Literatur ist ja gar nicht so undifferenziert. Ist es nicht vielmehr unser Denken? Kann es sein, dass wir unser Denken in dem Moment beschnitten haben, als wir uns sagten: Aber wenn es alle Welt so macht, warum sollte ich es dann anders machen?

    Ist mein Punkt jetzt klar geworden?
    --LeV

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  11. #11
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    das war er immer. ich bin nur einfach nicht 100 % ig deiner Ansicht.
    Kleinprosa und Lyrik sind eben doch noch was anderes. Ich habe an anderer Stelle schon mehrfach gesagt, dass der Zeilenumbruch für die Einmdordnung als Lyrik eine große Rolle spielt (der "freie" Vers, der freie Rhythmus). Und das mag einem gefallen oder nicht, das ist einfach schon der ganze Zauber.
    Die Bedeutung des Wortes Prosa hat sich nach dem Untergang des Versepos verändert.
    Wie eine Klippe sollst du unbekannte und ungewöhnliche Wörter meiden (Julius Caesar de analogia)

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  12. #12
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    Kleinprosa und Lyrik sind eben doch noch was anderes.
    Genau, da bin ich völlig deiner Meinung und es ist mir scheißegal, ob ich lyrische Prosa nun geil finde oder nicht. Es besteht ein Unterschied in dem, was die Worte aussagen und deshalb halte ich es für ausgemachten Blödsinn, dass alle Welt sie synonym gebraucht. Das könnte man machen, wenn jeder den Unterschied begreift, sensitiv begreift, aber das tut einfach nicht jeder und deshalb ist es horizonterweiternd, unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich zu benennen und nicht alles begrifflich in einen Topf zu schmeißen. Worauf willst du also mit deiner Kritik hinaus?
    --LeV

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  13. #13
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    dass der dualismus lyrik und prosa nicht a priori falsch ist. Im Übrigen habe ich ja gesagt, dass ich Dir in der Generallinie recht gebe. Hast du übrigens auch schön klar dargestellt.
    Geändert von LordJim (28.04.2006 um 18:25 Uhr)
    Wie eine Klippe sollst du unbekannte und ungewöhnliche Wörter meiden (Julius Caesar de analogia)

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  14. #14
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    Ich denke im Zusammenhang mit Sprache auch eher weniger in Kategorien wie falsch oder richtig. Sie funktioniert schon irgendwie. Mir reicht das mit dem irgendwie aber nicht aus. Ich in ein sehr bewußter Sprecher und nehme auch viel bewußter Analogien und Unterschiede wahr. Daher mache ich mir eben auch Gedanken darüber, wie sinnvoll, wie zweckdienlich, wie vorteilhaft es ist, so oder so zu sprechen.
    --LeV

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  15. #15
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    Nun ja, ich denke, solche Diskussionen um richtige oder falsche bringen hier nicht viel, wenn man sie "draußen" doch nicht richtig verwendet.
    Tatsache ist, dass wir in der Schule die Literatur in drei große Gruppen einteilen: Drama, Lyrik und Epik.
    (Bzw. ich habe mich falsch ausgedrückt, wir lernen es so.)
    Laut dem Deutschunterricht sind grundlegene Merkmale eines Gedichtes Metrik, Reime, bewusst gesetzte Enjambements, Einteilung in Versen und Strophen.
    Die Epik definiert sich vor allem durch eine Handlungsstruktur, zeitliche Abfolge und erzählende Elemente.

    Als es in einer Deutschstunde wieder einmal darum ging, die Gattungen der Literatur zu nennen, nannte mein Lehrer die Epik auch Prosa, laut ihm ist Prosa also gleichbedeutend mit der Epik.
    Kann es sein, dass da selbst die studierten Germanisten nicht mehr ganz durchblicken?
    The doctor says, I´ll be alright
    but I´m feelin blue
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