Thema: Ohne Schuhe

  1. #1
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    Ohne Schuhe

    Hast dir aus meinen Haaren
    ein Liebesnetz gebunden.
    Träume aus dem Meer gefischt,
    der Wellen Lied erfunden.

    Umrahmt von deinen Armen
    mich in den Schlaf gewiegt.
    Mit perlenweißen Küssen
    die Müdigkeit besiegt.

    Des Morgens kühle Röte
    mit Abendgold versiebt.
    In Wolken eingebettet
    mich viel zu oft geliebt.

    Flechte mir aus Worten
    einen Blumenblütenkranz.
    Ohne Schuhe reich ich dir
    die Hand zum letzten Tanz.


    [Geändert durch EvaAdams am 02-08-2005 um 09:32]
    EvaAdams

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  2. #2
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    @ Eva,

    dein gedicht vermag mir gut zu gefallen, allerdings hätte ich ein paar kleine anregungen!
    in s1 gefällt mir das wort "mochten" nicht! du benützt sehr schöne metaphern und durch das "weil wir es so mochten" werden diese in meinen augen zerstört, da es sich irgendwie umgangssprachlich und grobmotorisch anhört...

    besser würde mir gefallen:

    Hast dir aus meinen Haaren
    ein Liebesnetz geflochten.
    Träume aus dem Meer gefischt
    und Wellen gar zerfochten.

    ---> nur als beispiel!

    auch in s2 hätte ich eine kleine anregung für dich!

    "Umrahmt von deinen Armen
    mich in den Schlaf gewiegt.
    Mit perlenweißen Küssen
    die Müdigkeit besiegt."

    besser würde sich anhören "gewogen"
    mein vorschlag:

    Umrahmt von deinen Armen,
    mich in den Schlaf gewogen.
    Mit perlenweißen Küssen
    der Müdigkeit entzogen.

    ---> verzeih die beanstandungen! du bist der richter und die muss es gefallen!

    alles in allem finde ich dein gedicht und die bilder die du verwendest jedoch sehr schön!

    gerne gelesen,
    lg orange

    Interpretation ist der erste Schritt zur Wissenschaft...

    Ein Paar meiner Werke:

    GefangeneLiebe
    EsLebt UndPunkt. EinGanzNormalerTag GebtMirNamen
    TotesTier ErgebenesGeben SüssesGift Liebestrank







  3. #3
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    Hallo orange!

    Verzeih die späte Antwort, lebe abgeschieden und habe zuhause kein Internet. Ich hoffe, es regt sich niemand auf, weil ich mich jetzt wieder "nach oben" pushe. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.
    Ich war mit der ersten Strophe auch nicht glücklich und dein Vorschlag gefällt mir sehr. Werde mir das Gedicht noch einmal durch das Herz gehen lassen.

    Alles Liebe
    Eva
    EvaAdams

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  4. #4
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    hallo eva

    du benutzt ein paar schöne bilder in deinem gedicht.
    in jeder stophe hast du neue worte und unverbrauchte metaphern.
    das ist super.
    allerdings ist die sprache insgesamt noch ein wenig schwerfällig,
    die letzte strophe müsste m.M. nach leichter und schwebender klingen
    um den inhalt, den tanz, zu verstärken.

    rudi

  5. #5
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    1.621
    Hallo Eva,
    hallo orange,


    "gewiegt" ist allerdings die grammatikalisch korrekte Form. Gewogen würde sich auf eine gewichtmäßige Bestimmung beziehen. Also bitte nicht diesen Ausdruck in der zweiten Strophe ändern.

    In der dritten Strophe V2 würde ich das "mit" gegen "aus" ersetzen wollen, so klingt es nach "in den Sand setzen / versieben"

    Das "Deinen" S4V1 würde ich ganz rauslassen, dadurch gewinnt der Fluss mehr Leichtigkeit, Gleiches gilt für "aller~" in V4.

    Vielleicht helfen Dir diese Anregungen etwas?


    Viele Grüße
    Anke

  6. #6
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    Beiträge
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    Hallo therzi und rudi menter!

    Also mal ein großes "Danke" für eure Anteilnahme. Ich werde heute Abend das Gedicht (welches eigentlich schon 2 Jahre lang herumliegt) noch einmal in meine Seele lasssen und würde mich sehr freuen, wenn ihr Zeit hättet, euch meine neue Fassung dann mal anzusehen.

    therzi!
    Das "mit" Abendgold versiebt meinte ich so, dass die beiden Farben miteinander vermischt wurden - also das "Rot" eines Morgens mit dem "Gold" eines Abends. Ich hoffe, ich konnte dir das halbwegs erklären.
    Alles Liebe noch
    Eva

    EvaAdams

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