1. #1
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    Idee, Worte und Verwirrung: Uk
    Konzept, Ausarbeitung und Entwirrung: gott (thanks admin)
    Verantwortungslosigkeit: Beide



    Der diskordische Knoten



    Inanitas

    Leere, mir der Noterfüllten
    Suche ewig Sonnenstrahl
    Lange Träume Sorgen hüllten
    Scheint die Welt nun hohl und fahl

    Copia

    Fülle, mir der Ruhelosen
    Finde Stürme Nebeln statt
    wachend wenn Gedanken tosen
    habe ich die Kenntnis satt

    Inanitas

    Weiß und Grün als Feind zu sehen
    Selbst im eig’nen Spiegelbild
    Wechselwelten kannst verstehen
    Deine Antwort and’ren gilt

    Copia

    Deine Fragen Perlenschnüre
    Vorwurf Deine Stimme trägt
    Murmelst eifrig tausend Schwüre
    Qualvoll mich mein Wissen prägt

    Inanitas

    Lieber schmerzend Wissen kennen
    Rückwärts tanzend durch die Zeit
    Freudentaumelnd Namen nennen
    Kummerfesseln hast befreit

    Copia

    Will Dir helfen allzu gerne
    Siehst nicht länger steten Fluß
    Schenke ich Dir Trauersterne
    Formte sie aus Zuckerguß.




  2. #2
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    Also ich hab erst nichts mit den zwei Namen anfangen können (hab gerade Latein abgewählt xDD *froi*) aber wenn man weiß, dass Inanitas so was wie Leere oder Eitelkeit und Copia Vorrat, Menge oder Fülle heißt, macht das ganze sehr viel mehr Sinn )
    Die beiden "Dialogpartner" sind parktisch genau das Gegenteil voneinander
    Und ich sehe das so:
    Copia besitzt ein Wissen von dem sie weiß, dass es schmerzt, aber Inanitas will dieses Wissen unbedingt haben, weil sie denkt der Schmerz ist immer noch besser als die Unkenntnis
    Am Schluss willigt Copia dann ein das Wissen zu verraten, aber sagt noch mal dass es traurig wird
    Das Zuckerguss heißt aber für mich so viel wie: alles hat gute und schlechte Seiten

    Gut und abwechslunsgreich formuliertes Gedicht (bei manchen Dingen muss man länger überlegn, was du meinst) und es war sehr intressant sich damit zu beschäftigen
    P€ace
    Nur einer
    ist größer
    als Du
    Dein Schatten...

  3. #3
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    Hallo Rilkes.Erbe!

    Danke für Deine Kritik.
    Da Uk zur Zeit leider beschäftigt ist, werde ich mich um eine möglichst vollständige Antwort bemühen, aber da kommen eventuell noch Ergänzungen - ist ja schließlich eine Zusammenarbeit

    Inzwischen weiß ich auch, daß Inanitas auch "Eitelkeit" bedeutet, mein Wörterbuch hat mir das unfairerweise vorenthalten. Deine Einschätzung beide seien ein Gegensatzpaar trifft tatsächlich zu. Einzig möchte ich zu Deiner ansonsten treffenden Interpretation hinzufügen, daß nicht nur Inanitas Copia um ihre Kenntnis und Einsicht in die Dinge beneidet, der Neid beruht auf Gegenseitigkeit (daher auch der Titel), denn wie Du schon feststelltest auch Copia leidet auf ihre Art und Weise.
    Das Gedicht steht und fällt mit der letzten Strophe. Und gerade hier sind wohl die meisten Interpretationsstränge möglich. Was mich durchaus freut, denn die ursprüngliche Intention war keineswegs, daß Copia kleinbeigibt. Eher vertröstet sie Inanitas und gibt ihr anstatt des ersehnten Wissens Trauersterne in die Hand... Hier (zumindest so gedacht) die Möglichkeit auch ohne Wissen die Sorgen und Nöte zu verarbeiten. Aber Deine Interpretation gefällt, eben weil sie in eine andere Richtung tendiert.

    alles liebe
    gott

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