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  1. #1
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    Ich bin ein Kind in Bagdad

    -für alle Kinder auf der Welt-

    Ich bin ein Kind in Bagdad


    Ich bin ein Kind in Bagdad,
    In einem Blutbad...
    Kein Wasser, kein Brot;
    Jeden Tag ist das Himmel blei,
    Jeden Tag ist das Himmel rot.
    Warum ist das mein Schicksal?
    Warum kann ich nicht zur Schule gehen?
    Ich möchte auch lernen,
    Ich möchte auch schreiben;
    Wie die andere Kinder auf der Welt.
    Ich möchte auch Bilder malen
    Möchte spielen, möchte lachen...
    Wo ist die Gelegenheit um alles zu machen?
    Jeden Tag Tränen in meinen Augen...
    Jede Nacht Albträume, die kein Ende nehmen.
    Eine Welt in Dunkelheit;
    Ein Leben ohne Freiheit.

    Die ganze Menschheit ist unsere Zeuge;
    Nur Munitionen sind unsere Spielzeuge...

    Es gab eine Welt in Frieden, in Liebe.
    Von uns haben sie aber geklaut
    Die Mörder und die Diebe!
    Vor meinen Augen wurden meine Freunde
    Unbarmherzig getötet!
    Verloren habe ich seit dem die Freude
    Am Leben...
    Warum müssen wir die Kinder in Bagdad,
    In Somalia, überall auf der Welt, so leiden?
    Warum ist die Welt so?
    Mutter! Mutter!

    Nimm mich, nimm mich bitte in deine Arme;
    Ich brauche je zuvor deine Liebe, deine Wärme...

    Hüsnü Özdilek
    [Geändert durch Hüsnü Özdilek am 28-07-2005 um 21:24]
    Hüsnü Özdilek

  2. #2
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    Guten Morgen Husnu !
    das ist ein herzergreifender Aufruf an alle.Ein Aufruf an das Gewissen,an das Herz,ans Mitleid,ein guter Versuch den Menschen,die weit weg von diesem traurigen Schicksal leben wach zu ruetteln.
    Sprachlich ist es aber recht ungeschult verfasst.
    Der Lesefluss ist sehr holprig und als Gedicht der deutschen Sprache sehr plakativ und naiv.Um es ansprechender und interessanter zu gestalten,muesstest du einiges aendern und feilen,denn ich denke es sollte die Menschen innen ansprechen.
    Schoenen Gruss
    Amrei-lyrics
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  3. #3
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    So plakativ und anspruchslos wie das gruselig-legendäre "Warum Mammi?" aus Amerika...

    Anrührend finde ich hier gar nichts mehr, da das Stück einzig auf marktschreierische Mechanismen setzt un in seinen Aussagen und Sprachniveau einfach zu kindlich geraten ist. Das Stück befindet sich auf dem Level eines Grundschülers, was beabsichtigt sein mag, aber es kann mich daher de facto nicht mehr erreichen.

  4. #4
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    Danse_Macabre,

    1.um das Gedicht zu verstehen, musst du dich erst mal in die Situation des Kindes, das in einem Blutbad lebt, hineinversetzen.

    2. ja, das Gedicht habe ich aus der Sicht eines Kindes geschrieben

    3. das Gedicht muss man mit einem Herzen lesen und nicht mit einem kalten und kastrierten Verstand!

    4.ich bin ein offener Mensch für alle Kritiken.

    Dankeschön...



    [Geändert durch Hüsnü Özdilek am 05-08-2005 um 19:46]
    Hüsnü Özdilek

  5. #5
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    Nach dem Krieg

    Verheult steht dort am Wegesrand,
    Ein Kind von fünf sechs Jahren,
    Hält zitternd eine kalte Hand,
    Wenn Panzer vorbei fahren.

    Es rast ein Schatten übers Land,
    Mit lautem Donnern fliegt er fort,
    Die roten Flecken an der Wand,
    Sind Male für den Schauerort.

    In Trümmern liegt nun ihre Welt ,
    Ruinen sind ein neues Heim,
    Und was der Teufel vormals hält,
    Ist nur ein lügenhafter Keim.

    Pagan, den 24. Juli 2003

    Hallo Hüsnü,

    beim Lesen deines Gedichtes vielen mir wieder die Gedanken ein, die in mir aufkamen, als die kriegerischen Auseinandersetzungen begannen. Es sind immer die Kinder, die am meisten darunter zu leiden haben. Doch was hilft es ein Deutscher zu sein, wenn gewisse Nationen die Vorhaltung der eigenen Vergangenheit als Druckmittel verwenden. Der Kniefall kommt vor der Demokratie

  6. #6
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    1. Hat es ein Quietscheentchen zum baden?

    2. Eines sehr kitschigen Kindes.

    3. Nein, man muß sich bloß die Ohren zuhalten angesichts der Plärrblagen.

    4. Wunder wär´s.


  7. #7
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    @Danse Macabre
    Ich weiss zu schaetzen,dass du ein sehr harter Kritiker bist,doch erinnert mich dein Kommentar an chinesische Weisheiten:

    Pflicht ohne Liebe - macht verdriesslich
    Verantwortung ohne Liebe - macht ruecksichtslos
    Gerechtigkeit ohne Liebe - macht hart
    Wahrheit ohne Liebe - macht kritiksuechtig
    Erziehung ohne Liebe - macht widerspruchsvoll
    Sachkenntnis ohne Liebe - macht rechthaberisch
    Ehre ohne Liebe - macht hochmuetig..........

    Wehe denen,die in der Liebe geizen.Sie tragen Schuld daran,wenn schliesslich die Welt an Selbstvergiftung zugrunde geht.



    Ueberschreitest du nicht manchmal deine Grenzen mittels humoristisch getarnter Geschmacklosigkeit?

    Liebst du deine Arbeit beim Gedichte Forum eigentlich?
    Kannst du dich selbst eigentlich leiden?

    Wenn du willst kannst du meinen Kommentar als Offtopic verschieben,doch,wenn du mich gut verstanden hast,wirst du erkennen koennen,dass du selbst zu solchen Kommentaren einlaedst.
    Ausserdem bezieht sich mein Kommentar sehr wohl aufs Gedicht,denn man sollte versuchen den Inhalt zu verstehen und Verbesserungsvorschlaege anbieten und nicht verarschen.

    Danke fuer deine Aufmerksamkeit
    Amrei-lyrics
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  8. #8
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    Nicht weiter tragisch, Amrei.
    Mit derartigen - ich nenne es mal Naivitäten - reagierten schon hunderte auf mich. Du fällst da auch nicht weiter ins Gewicht. Es ist nur komisch, daß keiner auf den Gedanken kommt, mir wäre möglicherweise all das doch schon irgendwie längst bekannt...

  9. #9
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    So sehr es mir auch leid tut, aber bei diesem Gedicht muss ich Danse_Macabre Recht geben.
    Das ist nicht gelungen. Ein rührseliges Stück, das mich völlig kalt lässt. Leider.
    Dagegen ist auch dieses Argument
    "1.um das Gedicht zu verstehen, musst du dich erst mal in die Situation des Kindes, das in einem Blutbad lebt, hineinversetzen."
    recht hilflos.
    Denn nur weil es Kindern so ergeht, heisst das nicht, dass man ein Gedicht darüber als gut befinden MUSS.
    "3. das Gedicht muss man mit einem Herzen lesen und nicht mit einem kalten und kastrierten Verstand!"
    Das ist ein kleiner Tick unserer Zeit. Wer solche Gedichte schlecht findet, wird allzu gern und oft als herzlos und brutal abgestempelt. Ich habe es mit Herz gelesen. Was aber nichts daran ändert: Das Gedicht ist nicht gelungen.
    Und ich BITTE DARUM, solche Meinungen auf das GEDICHT und nicht auf Thema zu beziehen. Solche Ausweichmanöver ermüden.

    Gruß! G.T.

  10. #10
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    Hallo,

    mir hat dein Gedicht leider auch nicht zugesagt - aus den Gründen, die von Danse_Macabre (in seiner üblichen direkten Art) und von G.T. dargelegt wurden. Was ich noch anmerken möchte:

    Lies mal "Roman eines Schicksallosen" von Imre Kertesz (Literaturnobelpreis 2002). Hier verarbeitet Kertesz seine Erfahrungen, die er als Kind im Konzentrationslager gemacht hat. Das Buch ist auch aus der Sicht eines Kindes geschrieben, er hat sich auch gut in die Situation hineinversetzen können, da er das alles selbst erleben musste und nicht nur vom Hörensagen kennt, und das Buch geht auch sehr zu Herzen. Aber du wirst feststellen, dass Kitsch, wie man ihn bei deinem Gedicht leider vorfindet, völlig fehlt, dass vielmehr, wie es in einer Kritik so schön heißt, eine "Entmystifizierung von Ausschwitz" stattfindet - die Sprache ist klar, direkt, unvoreingenommen und gerade dadurch ist das Buch auch so beklemmend.

    Dies nur als Anregung, denn den Grundgedanken deines Gedichtes finde ich ja ganz löblich.

    Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

    Meine Werke und meine Empfehlungen.

    Freiwillige Selbstverpflichtung 3:1

    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  11. #11
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    Versteht mich nicht falsch.Ich finde das Gedicht nicht gut verfasst,doch eben die Aussage,der Inhalt sollte beachtet werden und konstruktiv kritisiert werden.
    Das Gedicht ist sprachlich viel zu plakativ,naiv verfasst und geht deshalb nicht in das Herz hinein,trifft nicht,spricht nicht an,geht nicht in die Tiefe,wenn man selbst keinen Lebensbezug dazu hat.Es sollte ja Leute ansprechen,denke ich,die keine Ahnung davon haben,wie es ist ein Kind im Krieg zu sein.

    Mein Rat an @Husniu solltest das Gedicht ueberarbeiten,ordnen und etwas charakterisieren was die Wortwahl,das Vokabular angeht.Schau dich bei anderen Gedichten und Werken mit diesen Themen um!

    @Dance M.
    Ich kritisiere nur deine Art als Elefant im Porzellanladen ,weil du damit die Thematik geschmacklos verunglimpfst,was bei Saufgedichten,Erotikgedichten und boese Leute Gedichten wohl angebracht scheint,aber nicht,wenn es um Kinder im Krieg geht.
    Ich glaube das kann jeder verstehen,und mir zustimmen.
    Schreib doch selbst Gedichte und nicht nur Kritiken!
    Schreib mal Gedichte die irgendwie das Herz beruehren und nicht nur den Humor,oder Schadenfreude,Hass und Hochmut implizieren.Im Suff schnell Autofahren ist kein Thema fuer Leute,die wichtigere lebensnahere Konflikte im Leben zu loesen haben,das betrifft nur die eigene Unzulaenglichkeit und Verantwortungslosigkeit.Bei deiner Art glaube ich manchmal nicht,dass dir ausser Du selbst,nichts anderes bekannt erscheint.

    Amrei-lyrics
    [Geändert durch Amrei-lyrics am 07-08-2005 um 14:53]
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

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  12. #12
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    Amrei,
    Ließ Dich doch bitte erstmal durch meinen Index, bevor Du in ahnungsloser Naivität mir bloß dumme Lügen vorhälst. Das ist nicht nur etwas blöd, es ist einfach schreiend dumm, Dinge zu behaupten, die sich weit von der Realität entfremden.

    Übrigens: Ein wahrer Zyniker begegnet jedem Thema mit Sarkasmus.
    Es ist einfach die intelligenteste Geisteshaltung.



    G.T.,
    Sauber. Wunderbare Replik.
    Reinstes Schachmatt.



    Roderich,
    Ja. Es reicht längst nicht, mit billigen Phrasen simple Blut&Armut-Klischees heraufzubeschwören, um dann zu behaupten "Seht und weinet doch!!! Die Welt ist ja so grausam, da ich sage, sie ist grausam!!!". Du hast recht, Anteilname und Empathie ist darin in keinster Weise enthalten.


  13. #13
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    "Übrigens: Ein wahrer Zyniker begegnet jedem Thema mit Sarkasmus.
    Es ist einfach die intelligenteste Geisteshaltung."


    Und die katholische Kirche ist der einzige Pfad zur Glückseligkeit.
    Die Grammatik macht das Reimen nur unnötig kompliziert.

    Renn!

  14. #14
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    Natürlich.
    Steht so in der Bibel.

  15. #15
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    Dann versuchen wir es doch mal konstruktiv, anstatt nach dem Motto "Ich haue mal ganz derbe auf die Kacke!".

    Ich bin ein Kind in Bagdad,
    In einem Blutbad...


    Eigentlich fing es ja gar nicht sooo schlecht an. Ich war ja schon gespannt, was mich nun erwartet, nur leider wurde meine Erwartung ziemlich enttäuscht. Schade.

    Danach geht's sofort los mit scheinbar sinnlos aneinander gereihten Fragen und Wunschäußerungen über/für das Leben:


    Warum ist das mein Schicksal?
    Warum kann ich nicht zur Schule gehen?
    Ich möchte auch lernen,
    Ich möchte auch schreiben;
    Wie die andere Kinder auf der Welt.
    Ich möchte auch Bilder malen
    Möchte spielen, möchte lachen...


    ...abgesehen davon, dass die ständige Wiederholung von "möchte" eher den Eindruck eines sturköpfigen denn eines verzweifelten Kindes erweckt. Das ist aber wohl kaum Dein Anliegen? Und ich glaube auch nicht, dass ein Kind eine solche Denkweise hat.


    Die ganze Menschheit ist unsere Zeuge;
    Nur Munitionen sind unsere Spielzeuge...


    Zu solch einer Art der Formulierung ist ein Kind wohl weniger fähig, das wage ich wirklich ernsthaft zu bezweifeln. Un ich finde es nicht so glücklich, wenn sich zwei lautlich identische Wörter aufeinander reimen. Ausser, das ist bei allen anderen Reimen genauso; es also entsprechend motiviert ist.

    Es gab eine Welt in Frieden, in Liebe.
    [...]


    Ab hier ist es leider nur noch eine Fehlkonstruktion. Weiter möchte ich mich dazu auch nicht äußern, weil mir dann doch ein wenig die Worte dafür fehlen.



    Insgesamt würde ich darauf setzen, nicht das "schlechte Gewissen" der Menschen direkt "anzuprangern", sondern es, wie schon erwähnt wurde, in klaren Worten zu beschreiben, ohne aber so hemmunglos den Versuch zu starten, auf die Tränendrüse zu drücken. Eine klare Ausdrucksweise ohne Beschönigungen bei einem sensiblen Thema bewirkt beim Leser im Normalfall sehr viel mehr. Und fordert meines Erachtens dann auch etwas mehr Denkarbeit ab, weil man dann seine Phantasie einsetzen muss, um sich das wirkliche Ausmaß in seiner Grausamkeit vorstellen zu können.

    Fazit: Ein sensibles Thema wurde leider grobschlächtig in unrühmliche Worte gepresst. Enttäuschend.


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