1. #1
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    Unhappy

    Feuer der Nacht

    Die Feuer der Nacht
    brennen erneut,
    durch Liebe entfacht,
    haben viele erfreut.

    Auch ich sah sie
    einst, vor langer Zeit.
    Ich vergaß sie nie,
    trotz all dem Leid.

    Kann ihre Glut spürn,
    Wärme streichelt mein Gesicht,
    lass mich von ihr entführn,
    widerstehn kann ich ihr nicht.

    In fernen Landen
    vergess ich die Träume,
    die in mir aufbranden,
    sind ja doch nur Schäume.

    Hoff, ich muss nie mehr zurück,
    denn ich würds nicht überstehn,
    dich zu sehn, in deinem Glück,
    denn ich würd daran vergehn.

    [Geändert durch Snowflake am 30-07-2005 um 21:23]
    ~ Alles geben - Flügel opfern... Trotzdem alles verlieren...~

  2. #2
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    hi Snowflake,
    dein gedicht finde ich gut gelungen, du hast dich ziemlich strikt an das reimschema und die metrik gehalten und doch ist dir S3 ein Fehler unterlaufen

    Kann ihre Glut spürn,
    Wärme streichelt mein Gesicht, (7 hebiger jambus)
    lass mich von ihr entführn,
    widerstehn kann ich nicht. ( 6 hebiger Jamnbus)

    mach aus dem letzten Vers vielleicht ein "widerstehn kann ich ihr nicht" dann passt es von der metrik.


    In S4 benutzt du ein sehr langweiliges Bild, das Träume-Schäme reimcliche is doch sehr abgedroschen, versuch doch dafür andere Begriffe zu benutzen.

    lg mari
    Wenn der Weg das Ziel und das Ziel das Glück, geh ich den ganzen Weg nochmal zurück!

  3. #3
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    Hi
    Danke für deine Kritik! Ich hätt ja nich gedacht, dass das mit der Metrik noch mal bei mir hinhaut... Damit hab ich es eigentlich nich so... Na, kann man eigentlich auch nich sagen, weil ich noch nich mal genau weiß, was Metrik überhaupt ist...
    Das mit dem Reim gefällt mir selbst nicht so gut, ich hab einen Ausdruck für enttäuschte Gefühle, für Gefühle selbst oder ähnliches einen Ausdruck gesucht, mir ist aber nie was gescheites eingefallen...! Vielleicht weißt du ja was?!
    Lg
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  4. #4
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    hmmm also ich versuchs mal ... betonung auf "versuch"

    In fernen fast vergessnen Landen
    an Strände weiß wie Elfenbein,
    noch weiß're Wellen branden,
    wollt dort mit dir glücklich sein.


    wie gesagt nur ein versuch....


    würde mich freuen wenn du auch mal in eines meiner gedichte schaun würdest hab 3 bei liebe und 1 bei kurzgeschichten, freu mich auch über konstruktive kritik =)
    [Geändert durch Marijay am 30-07-2005 um 21:41]
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  5. #5
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    Hi
    Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, etwas vergleichbares
    zu schreiben...! Deine Lösung gefällt mir allerdings nicht
    so gut, nicht wegen den Reimen/Bildern oder so, sondern
    weil es nicht so wirklich das ausdrückt, was ich sagen
    wollte... Meine Betonung lag mehr auf dem vergessen...
    Trotzdem Danke!
    Lg
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  6. #6
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    Hallo
    Wenn ich mich mal einmischen darf

    Ein Rat von mir zu Striophe 3 Zeile 4
    versuch es doch einfach mal mit widerstehen statt widerstehn
    Es ist durchaus kein Stilbruch, wenn Du die Auslassung des Vokals vor dem nachfolgen Konsonanten nicht durchhältst.

    Du schreibst die Intention ist das Vergessen
    das läßt sich aus Deinen Versen kaum heraus lesen

    deshalb mein Vorschlag für Strophe 4

    in fernen Landen
    verdränge ich nun die alten Zeiten
    die in mir aufbranden,
    wiederkehrende Vergangenheiten

    (Hüter der heiligen Metrik werden entsetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen
    ob der katastrophalen unregelmäßigen Mehrfüßigkeit der Verse)


    Sollte ich wie so oft daneben liegen mach Dir nichts draus.


    mfG

    talentlos
    Sprueche 16,16

    Ich wiege und messe meine Verse nicht !
    Ich kriege darum nicht hin, kein gut Gedicht


    Nichts ist so überflüssig an einem Gedicht wie dessen metrische Analyse!!!

  7. #7
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    @ tatenlos du hättest die vorangegangenen komentare lesen sollen.
    ich habe dazu gerate den vokal bei widerstehen wegzulassen der metrik wegen (zhl mal durch )

    lg mari
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  8. #8
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    Liebe marijay

    Wenn Du deinen 1.Kommentar auf das Gedicht von Snowflake nachliest, so wirst Du feststellen, daß
    nach deiner Zählung einmal 7 Zeile 2 und einmal 6 Silben Zeile 4 vorhanden waren.
    Durch einsetzen eines Personal Pronomens warst auch Du versucht eine Übereinstimmung
    an der Silbenzahl herzustellen.
    Du magst es für Konservativ halten aber meiner Meinung nach paßt
    spüren
    verführen
    vom Klang her in einem Gedicht besser
    als spürn
    und verführn

    Zudem liegt bei Wär me die Betonung auf der ersten Silbe also ein Trochäus
    des Gleichen bei streichelt! Gesicht dagegen wäre ein Jambus (Betonung auf der 2. Silbe)
    während bei widerstehen sie auf ste also der 3. Silbe liegt
    Sollte bei einem Vers der Abschluß desselben ausschlaggebend dafür sein, ob er jambisch
    oder trochäisch genannt wird, dann hast Du mit deiner Zuordnung Recht.

    Nebenbei ich sehe in dem Gebrauch von unterschiedlichen Silbenzahlen kein große Sünde,
    Bei alternierenden Schlüssen (weiblich/ männlich ) kann das auch beabsichtigt sein.
    wie im nachfolgendem einfachem Beispiel

    ich höre Glocken klingen
    von einem fernen Turm
    und die Menschen sie singen
    gegen Regen und Sturm

    Der Sturm verschluckt die Stimmen
    der Regen macht sie Naß
    Glockentöne erklimmen
    die Luft in tiefem Baß

    Nun ja kein Geniestreich aber es soll nur veranschaulichen als Beispiel dienen
    für meine These.

    Mit freundlichen Grüßen


    talentlos

    der gerne dazulernt, nur seltenst kapiert!
    Sprueche 16,16

    Ich wiege und messe meine Verse nicht !
    Ich kriege darum nicht hin, kein gut Gedicht


    Nichts ist so überflüssig an einem Gedicht wie dessen metrische Analyse!!!

  9. #9
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    @ talentlos & pringles ...
    ihr habt ja recht tut mir leid ^^
    ich entschuldige mich hiermit bei euch =)

    lg mari
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