Es schaelt sich Lobgesang
aus Furcht und Trauer.
Es hebt sich Fluegelschlag
hinauf zu Lied und Klang.

Der Sonnenschein im Raum
macht rauemliches Gafuehl.
Er findet Tod im All,
in Sturmesnacht voll Traum.

Wie ein zerbrochner Schall,
Gedanken schreien laut.
Die Sehnsucht aller Frau'n
laesst mich der Liebe trau'n.

Erbarmungslos versinkt
der Abschied ohne Weh,
und doch erscheint es mir,
als ob die Suende winkt.

Vergehen sollte man,
verstehen diese Not.
Gefuege untersteh'n,
dem hoeheren Gebot.

Gesuchter Lebenssinn,
der schluchzend Hilfeschrei,
das eigene: Ich bin!
vom Luegenbild jetzt frei.

Des Wassers tiefer Raum
bewegt sich blau und leicht.
Der sonderbare Traum
gefesselt wird,und weicht.

Er war mir angehaengt,
an meine Seele schwer.
Der Luegensaum beengt,
der Schaum verweht,bleibt leer.

Wie Haar im Wind verspielt,
laesst mich mein Leben los,
gewebtes Tuch enthielt,
das Schicksal,zukunftslos.

Im schwarzen Tuch versteckt,
der Fluch sich selbst verschreit.
Ich habe schon entdeckt,
was Leben haelt bereit.

Die Lebensflut berauscht,
die Trauemerbrut entstellt.
Ich hab' das Sein belauscht,
die Ewigkeit erhellt.

Mein Gott,ich warte schon,
auf deinen weisen Schritt,
auf meiner Traenen Lohn,
der nun mein Herz betritt.

Lebendiges halb tot,
ich selbst mich nicht versteh,
in meiner Seelen Not,
so sagenhaft und weh.

Verlorensein in sich
im weiten,leeren Land,
die Wand mit harter Hand
zerstoert,zerfaellt um mich.

Ich will es nun beschwoer'n
des Lachens Uebermut.
Ich kann die Schreie hoer'n,
das Weinen nur aus Wut.

Erliegt mein alter Traum,
der kalten blanken Stirn,
zerteilt im Wasserraum,
zerschellt am Steingehirn.

Ich damals aufrecht stand,
die Sehnsucht unerfuellt.
Jetzt gehe ich durchs Land
mit Hoffnungen gefuellt.

5.1.1976/1.8.2005