1. #1
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    Zum Schluss zog sie noch einmal ihre Lippen nach- fertig, endlich! Es wurde aber auch Zeit, Thomas würde durchdrehen, wenn sie zu spät käme. Hastig rannte sie zur Tür. Ihre Mutter blockierte ihr den Weg: „Wo willst du jetzt noch hin, Christine?“ „Ich schlaf doch heute bei Corinna, Mama!“ „Ach ja, stimmt schon... Komm morgen nicht zu spät nach Hause!“ Endlich gab sie die Tür frei und ich sprintete zur U- Bahn Station- da war sie. Die Bahn fuhr los, mit ihr- geschafft! Sie ließ sich außer Atem auf einen freien Sitz fallen und schon überfiel sie die Angst vor dem kommenden. Früher war sie anders gewesen, diese Angst. Sie hatte gewusst, wie sie sie abwenden konnte. Aber jetzt... Das Schlimmste aber war, dass alle sie so bemitleideten und sie sich deshalb verpflichtet fühlte. An der nächsten Station stieg sie aus und rannte mehr, als das sie ging.
    Der Weg war fiel zu kurz für Christines Geschmack, aber sie musste jetzt da durch, wie jeden Freitag. „3. Etage, wie immer!“, meinte die Frau im Foyer freundlich, die beiden kannten sich. Mit schweren Schritten lief sie die 90 Stufen hoch, bis zur 3. Etage. Da stand sie- Christine, Tine, vor dem Zimmer 310 und wie jede Woche wurde ihr übel- übel von dem Geruch, übel vor Angst... Umkehren konnte sie nicht mehr, die Tür wurde aufgerissen und vor ihr stand Philippe: „Hi, Tine! Schön dich wieder zu sehen! Trinken wir nachher nen Kaffee zusammen?“ „Klar, gerne! In einer Stunde unten?“ Ihr war gar nicht mehr übel, sie schien zu schweben. Er lächelte, wegen ihr und er wollte sich mit ihr treffen. Aber als Phillippe ihr die Tür aufhielt und sie eintrat holte sie ihre Vergangenheit und eigentliche Gegenwart, ja, sogar Zukunft, wieder ein. Aber als sie ihn sah, war wenigstens ihr schlimmster Verdacht nicht bestätigt worden. Er sah so friedlich aus. Dann trafen sich ihre Blicke. „Mama!“ Thomas schrie und sie fror ein. So war es noch nie gewesen. Sein Kopf kreiste wie wild und er fiel aus dem Bett. Eigentlich hätte sie ihm helfen müssen, aber sie konnte es einfach nicht. Er stand auf und hopste auf sie zu, schlug wie wild mit den Armen um sich und umarmte sie stürmisch. Nein, das war nicht Thomas. Nicht der Thomas, den sie gekannt hatte.
    Früher war er der Coolste und Mutigste gewesen, der Schlägereien anzettelte und dealte. Der sie schlug. So oft.
    Diese Erinnerungen trieben ihr noch heute Tränen in die Augen und hätte sie die Chance gehabt, hätte sie mit ihm Schluss gemacht. Und wäre abgehauen. Vielleicht hätte sie zu ihren Großeltern ziehen können? Jetzt war es belanglos. Alle hatten Thomas im Stich gelassen, auch sie hatte es versucht. Seitdem er zugekifft vor den LKW gelaufen war, in DER Nacht. Aber er tat ihr so leid und vielleicht war es auch ihre Schuld gewesen? Hätte sie sich doch fügen sollen? Dann wäre er bei ihr geblieben und es wäre nicht passiert.
    „Mama, Mama!!!“, die Worte drangen wie Nadeln in sie ein. Es wäre so einfach, ihm im Stich zu lassen. Letzte Woche hatte er sie noch erkannt- hatte sich sein Zustand verschlechtert? Er hatte geheult, geflucht, geschrieen, aber nie gelacht. „Thomas, ich, Mami, muss kurz weg!“, Tine blickte ihm flehend in die Augen- erkenn mich doch! Aber eigentlich wollte sie das ja auch nicht, oder? „Mama, wer ist Thomas? Ist er böse?“, dieser 20jährige Mann sprach Babysprache. Sie schüttelte nur den Kopf und rannte zur Tür, riss sie auf und ließ sie zuschlagen. Drinnen weinte Thomas und sie hörte, wie er eine Vase zerschlug. Sie musste es einsehen. Einsehen, dass er schwer behindert war und sie nicht erkannte. Nicht wusste wer sie war, geschweige denn, dass er einen Schimmer hatte, wer er selbst war. Draußen holte sie tief Luft, aber es half nichts. „Was ist los, Tine?“, Philippe stand vor ihr, braungebrannt und durchtrainiert, sie konnte nichts anderes, als ihn umarmen. Obwohl er Thomas Arzt war, oder gerade deswegen?
    sweetamy

  2. #2
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    Hallo SweetAmy14!

    Tut mir leid, Deine Geschichte könnte so auch den perfekten Anfang für einen kitschigen Arztroman bilden. Die ganze Geschichte ist plakativ, vom Ende mal ganz zu schweigen. Anstatt, die Thematik des durch Drogen-/drogenbedingten Unfall zerstörten Lebens weiter auszubauen, läßt Du den so " braungebrannt und durchtrainiert"en Arzt erscheinen... und sie konnte nicht anders.
    Das ist so furchtbar schwülstig und vorausschaubar, daß ich nur sagen kann: Andere Thematik, anderes Schema. Sonst ist und bleibt es auf Groschenromanniveau.

    Nichts für ungut
    gott

  3. #3
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    Hallo,

    Gott hat Recht (*breitgrins*) in allen Punkten. Ich würde (leider) sogar so weit gehen zu sagen, dass nicht einmal Groschenromanniveau erreicht wird, da dort immerhin Grammatik und Rechtschreibung und ein gewisses sprachliches Niveau noch erkennbar ist. Die Rechtschreibung sieht bei dir ja halbwegs in Ordnung aus, aber mit der Grammatik hast du es nicht so, oder?

    Ursprünglich eingetragen von SweetAmy14
    Mit schweren Schritten lief sie die 90 Stufen hoch, bis zur 3. Etage.
    Was mir inhaltlich noch aufgefallen ist: 90 Stufen für drei Stockwerke? Das müssen ja hohe Räume sein ...

    Leider ist dir diese Geschichte nicht gelungen - weder sprachlich noch inhaltlich. Sorry! Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Grüße

    Thomas
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  4. #4
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    Hi1 Danke für eire Kritiken. Ich werd gucken, ob ich das ganze noch abwamdle. Aber eigentlich sollte das nicht so auf Drogen eingehen- da hab ich was anderes geschrieben.. Momentan bin ich noch am Ausprobieren..
    @Roderich: Ich kann Grammatik und Rechtschreibung ziemlich gut!! Nenn Beispiele, wenn du meinst, dass etwas voll daneben ist. Und ja, Krankenhausräume sind hoch! geh mal gucken. Die Anzahl ist nicht fiktiv, sondern irgendwann hab ich mal nachgezählt!!!=)
    So, ich überleg mir was!
    VlG
    sweetamy

  5. #5
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    Mist! Ich rede über Rechtschreibung und schreibe alles falsch!!=) Sorry, aber in Geschichten achte ich da mehr drauf!
    sweetamy

  6. #6
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    Hallo,

    bezüglich der Fehler:

    Ursprünglich eingetragen von SweetAmy14
    Endlich gab sie die Tür frei und ich sprintete zur U- Bahn Station- da war sie.

    Sie ließ sich außer Atem auf einen freien Sitz fallen und schon überfiel sie die Angst vor dem kommenden.

    An der nächsten Station stieg sie aus und rannte mehr, als das sie ging.

    Er lächelte, wegen ihr (Hier fehlt ein Beistrich) und er wollte sich mit ihr treffen. Aber als Phillippe ihr die Tür aufhielt und sie eintrat (Wieder ein fehlender Beistrich) holte sie ihre Vergangenheit und eigentliche Gegenwart, ja, sogar Zukunft, wieder ein (Sinnfrage: Wie kann die Zukunft einen einholen?). Aber als sie ihn sah, war wenigstens ihr schlimmster Verdacht nicht bestätigt worden (Zeitenfehler).

    Thomas schrie und sie fror ein(Das muss ja ulkig ausgesehen haben ...).

    Nicht der Thomas, den sie gekannt hatte (Vielleicht nicht unbedingt ein wirklicher Zeitenfehler, aber "kannte" wäre hier eindeutig besser).

    Es wäre so einfach, ihm im Stich zu lassen.

    ... sie konnte nichts anderes, als ihn (hier fehlt "zu")umarmen. Obwohl er Thomas ("Thomas's Arzt" oder besser: "der Arzt von Thomas") Arzt war, oder gerade deswegen?
    Ich glaube dir schon, dass du in Grammatik und Rechtschreibung grundsätzlich nicht schlecht bist, aber wenn du deine Texte veröffentlichst (und das tust du hiermit), dann solltest du ganz genau schauen. Veröffentlichenswert war das, was du abgeliefert hast, leider nicht.

    Was die Stufen betrifft: Okay, wenn du wirklich mal nachgezählt hast, dann von mir aus gerne. Ich reite da sicherlich nicht auf diesem Punkt herum, der belanglos ist. Mir ist es halt nur beim Lesen aufgefallen, aber ich ziehe meine Kritik in diesem Punkt gerne zurück.

    Grüße

    Thomas
    [Geändert durch Roderich am 03-08-2005 um 21:17]
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  7. #7
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    Hi! Okay, ich werde mir demnächst mehr Zeit zur Fehlersuche nehmen!!! Du meintest teilweise Zeichensetzungsfehler und die Sache mit den Sinnfragen, kann man natürlich verschieden auslegen. Die Zukunft ist sogesehen für Tine vorgeplant, wie die Gegenwart. Also ohne Veränderungen. Der Arzt soll nicht als Ausweichmöglichkeit da sein, sondern ihren inneren Konflikt unterstreichen. Vielen Dank für deine Detaillierte Kritik und ich finde es lustig, dass du genau die gegenteilige Meinung dazu hast, was ich von anderen dazu gehört habe!! MfG
    sweetamy

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