Thema: Silbenbrand

  1. #1
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    Silbenbrand

    Von Deinen kalten Lippen tropfen
    Regenworte auf mein Haar –
    die Blütezeit ist längst ertrunken
    und ich mit ihr im Nebelmeer

    Der Tau ist auf der Haut gefroren -
    eisig legt sich stumm die Nacht ,
    die einst ihn allen Farben blühte
    doch nun erhängt sie sich im Schwarz

    Von Deiner Zunge brennen Silben
    sich in Mustern in mich ein -
    auf ewig wirst Du bei mir ruhen
    und mit mir meine Wege geh`n
    [Geändert durch Finja am 06-08-2005 um 10:44]

  2. #2
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    Hi Finja,


    das ist sehr eindringlich und metrisch schön gemacht. Die zweiten Verse stören nicht , sondern zeigen einen Schwerpunkt auf. Deine Worte malen ein sehr intensives Bild, das nicht verklärt, sondern benennt. Mag ich sehr! Man möchte gerne das lyr. ich stärken. Nur in S3V2 solltest Du Muster"n" schreiben. Dein Gedicht werde ich sicher häufiger lesen.


    Liebe Grüße
    Anke

  3. #3
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    gefällt mir ebenfalls. habe anfangs mit "brand" was heisses vermutet, aber beim lesen beschlich mich das gefühl, mit der zunge im gefrierfach festgeklebt zu sein. das war wohl gemeint...
    es zeigt in der dichterin eine weitblickende persönlichkeit wenn sie mitte august solche eisige stimmung überzeugend zu vermitteln schafft
    gefällt mir
    gruass epi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  4. #4
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    Hallo ihr zwei

    Vielen Dank für Eure Kommentare

    Liebe Grüsse
    Finja


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