Schwarzes Meer

Am Ende des Lebens steht der Tod
Er deckt sich wie ein schwarzes Meer
über die Menschen die scheiden
Ein dunkler Sog zieht sie hinein
in die unendliche Tiefe der Düsternis
Schwarz ist alles was geschieht – und still
Die Augen mit einem matten Schleier belegt
Ein kaltes Herz im verwesenden Körper
Er füllt sich mit Wasser und wird langsam schwerer
Immer tiefer sinkt der Mensch durch das Nichts
Das schwarze Meer hält ihn gefangen
bis die Haut sich löst und sich verliert
Für einen Moment umhüllt das getrübte Blut den Körper
Doch dann stirbt auch die Zeit und verschwindet
Es gibt keine Momente mehr und kein Leben
Mit der Kopfhaut trennen sich auch die Haare
die Augen zerfließen und Organe zerfallen
Das schwarze Meer zehrt von dem Körper
der nicht länger mehr Mensch ist
nicht länger mehr eine Hülle
nur noch poröse Knochen und Fetzen von totem Fleisch
Bis es satt ist und die Erinnerung verblasst
Dann hat es gesiegt, das schwarze Meer
Welches nie verliert und schon wieder schlingt.