sterbend

noch nicht tot
aber auf dem Weg
röchelnd liegt der Kopf im Sand
der Körper nicht mehr ganz zu spüren
Wundervolle Natur und frischer Wind
doch im Körper lebt nur noch der Schmerz
die Augen bleiben schwerlich geöffnet
alleine, niemand zu sehen
ein Pochen im Magen
kraftloses Husten
überall zerfurchte Haut und nasse Wunden
Weiche Wolken am blauen Himmel
der Geschmack von Metall auf der Zunge
der Mund füllt sich mit Blut
röchelnd liegt der Kopf am Boden
ein paar Tropfen stürzen auf den Sand
rot wird schwarz und versickert im Staub
vor den eigenen Augen
nur noch verschwommen
Ein Vogel auf der andren Seite
Sein Gesang dring in den Kopf
doch die Stimme ist weit weg
stechender Schmerz im Arm
zuckend verkrampft sich die Hand
und der Sand rinnt durch die Finger
ein matter Schleier legt sich über alles
um den Kopf
wirre Gedanken
Der Wunsch nach dem zu Hause
alles wird taub
auch die Augen nehmen nichts mehr wahr
nur das Stöhnen liegt in der Dunkelheit
unbemerkt fließt das Blut aus dem Mund
Einzelne Bilder im Kopf
Ein Mädchen
der Vogel pickt in den Schenkel
die zerfurchte Haut reißt auf
und der Sand wird dunkel
Lächeln, kurzer Abschied: „Bis gleich“
der Schnabel dringt in das Ohr
es hält nicht stand und zerfetzt
Die Liebe, so weit weg
und blutüberströmt
alles verschwindet
immer weiter weg
mehr Vögel, mehr Blut
kaum noch Haut
weiter weg, alles dunkel
schwarz
„Lebwohl!“