1. #1
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    Ich tanze im scheine des Rampenlichtes,
    bin äußerlich hässlich und doch bin ich schön.
    Schein abgenutzt wie ein Besen zu kehren,
    um anderer Weiber Betten zu sehen.

    Die Herren sie naschen von meiner Figur,
    so zierlich, jungfräulich, betörend naiv.
    Sie triefen mir nach, bin die Offenbarung,
    stehe aufreizend vor deiner Eingangstür.

    Deinem kranken trieb gebe dankend ich nach,
    ich überspiele mich, schenk dir ein Lächeln.
    Den Liebesakt du an mir vollziehen darfst,
    dein stinkender Atem betäubt meinen Sinn.

    Ich schein’ Hingebungsvoll, du nimmst voller Gier,
    meine Arme zeichnet dein handfester Griff.
    Brennende Wollust nun über mich kommt,
    du schlägst mein Gesicht und ich singe für dich.

    Dein kleiner Freund lässt mich innerlich lachen,
    und dein Brustraum verdeckt mir das Trauerspiel.
    Asthmatisch und Röchelnd bringst du dich zum Schluss,
    bis ich mich das nächste mal hingeben muss.

    Doch vorerst führt mein Weg mich in meine Welt,
    die Dusche sie läuft und ich wasche mich schnell.
    Mein Telefon droht doch es nimmt mir die Angst,
    denn ich trenne Privates und Arbeitsplatz.
    [Geändert durch pringles am 10-08-2005 um 09:48]

  2. #2
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  3. #3
    apple Guest
    Hallo pringels,
    hmmm, das ist ein harter Brocken.

    Duchgängig (bis auf einen einzigen Aussetzer in Strophe 4, Zeile 3) bedienst Du Dich elf Silben, verwendest jedoch keine Reime.
    Der Gleichklang in Strophe 5, Zeile 3 und 4 ist wohl durch Zufall entstanden, metrisch komme ich allzu oft ins Wanken (u.a. bei Aufzählungen oder Kommatageschwängerten Lesepausen innerhalb einer Zeile).

    Schöner fände ich es, wenn Du Deine Verse ein wenig raffen würdest und gänzlich frei bliebest - was auch mit dem Thema Hand in Hand ginge.

    Zudem gibt es Stellen, an denen ich Deinen Gedankengängen nicht zu folgen imstande bin (Strophe 2, letzte Zeile: die Herren triefen dem lyr. Ich nach, also warum steht es hier vor der Eingangstüre des lyr. Du's? / Strophe 6, letzte Zeile: Wie genau sind wir nun zum Arbeitsplatz gelangt?)

    Insgesamt haben Deine Verse etwas Zwischenweltliches, sowohl in ihrer Ausführlichkeit, die sie einen Hauch von Prosa inne haben läßt sowie vom Inhalt her, da das lyr. Ich scheinens beide Geschlechter ansprechend findet. Doch während er sich bei den Damen noch bemühen muss, scheinen ihm die Herren zu obliegen, "triefen" ihm nach.

    Jedoch schwingt auch eine Melancholie zwischen Deinen Zeilen, wenn man lesen muss, daß "er" "sich zu Ende bringt".

    Vielleicht gibst Du mir einmal Geburtshilfe, pringles

    Liebe Grüße
    apple

  4. #4
    zuckerschnäuzchen ist offline DroElfteEdeLyrikProstiStuTante
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    huhu apple
    das ganze gedicht ist eine abhandlung der käuflichen liebe und das in einer art außer haus dienst eines wirklich sehr jungen protagonisten mit stammkundschaft
    das ende der 2. strophe verknüpft sich mit dem anfang der letzten strophe denn ein anruf genügt und er ist zur stelle und bietet seine dienste an

    in meinen werken nutze ich meißt die verknüpfung auf die übernächste darauffolgende strophe und nicht auf die naheliegendste nächste strophe...somit wird der rote faden nicht unterbrochen sondern lediglich zu einer beiläufigen kurzgeschichte umfunktioniert welche separat zu laufen scheint aber dennoch den sinn nicht verfälscht sondern sogar noch vertieft deshalb vielleicht der schwer weg meinen gedankengängen folgen zu können

    in meinem werk gibt es zwei geschlechter die herren(männlich) und das lyr.ich welches geschlechtlich zwar männlich einzuordnen ist aber nicht ausgewachsen männlich,eher androgyn und somit auch wohl leicht feminin,(aus sicht der freier)
    die anfangsstrophe mit den betten der fremden weiber soll darauf hinweisen das das lyr.ich ausschließlich von verheirateten herren in anspruch genommen und zu sich nach hause eingeladen wird,er schläft nicht mit frauen sondern erzählt von seiner umgebung

    der hauptcharakter ist von anfang an auf der reise zu seinem freier,er tanzt durch die dunkelheit,wird dabei aber beschienen von strassenlaternen
    er scheint naiv,jung und unerfahren,aber der schein trügt da er dies schon viel zu lange praktiziert
    ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen?
    was meinst du mit zwischenweltlich?
    und was meinst du mit gänzlich frei bleiben? hätte ich weniger auf die metrik achten sollen und mehr auf die ausführliche erzählung?
    glg pringles
    [Geändert durch pringles am 12-08-2005 um 16:07]

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