1. #1
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    Zorn ist es, der dich beschleicht,
    der Besitz nimmt, fort nicht weicht,
    bei Worten über deine Sünden
    die als Mensch dich tief ergründen.

    Der Zorn tut manchem bitter weh,
    man mag sich wünschen, dass er geh
    Erkenntnis trifft dann auf Verdrängen
    um die Wahrheit zu verhängen

    Raffgiers Bremse ist die Moral
    hier hat jeder freie Wahl,
    gegen die Bremskraft anzuleben
    oder der Erkenntnis nachzugeben
    Ich glaube, die meisten Menschen suchen nichts Außergewöhnliches, sondern ganz im Gegenteil: Sie sind süchtig nach allem, was gewöhnlich ist, um sich nicht umgewöhnen zu müssen.

  2. #2
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    Hallo Henk,

    Eines verstehe ich nicht an deinem Gedicht:
    du redest zuerst über Zorn (in Verbindung mit Eitelkeit und Ignoranz), dann über Raffgier. Die beiden haben für mich keinen Zusammenhang.

    LG, Phona
    Jemand der Drogen kauft unterstützt damit Kriminelle, und das sind gewöhnlich keine netten Menschen und haben das Geld nicht verdient.

  3. #3
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    Nun, Phonona,

    es geht um den Zorn auf denjenigen, der die eigene Sünde vorhält, die in diesem Fall Raffgier ist.

    Der Zorn ist vermeidbar, wenn der Betreffende - wie in der 3. Strophe beschrieben - der Erkenntnis, dass es nciht gut ist, so raffgierig zu sein, nachgibt und sein Verhalten umstellt, was bedeutet, dass er dann auch in dieser Hinsicht nicht mehr sündigt, er sich dann auch nicht mehr vorhalten lassen muss, dass er raffgierig ist, was dann widerum den Zorn nicht aufkommen lässt.

    Kurz: Wer der Erkenntnis über sich selbst Rechnung trägt und von daher nciht sündigt, muss im Endeffekt keinen Zorn mit sich herum tragen.

    Henk
    Ich glaube, die meisten Menschen suchen nichts Außergewöhnliches, sondern ganz im Gegenteil: Sie sind süchtig nach allem, was gewöhnlich ist, um sich nicht umgewöhnen zu müssen.

  4. #4
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    Hallo Henk,
    schade, dass Du Dein Gedicht so genau erklären musstest.
    Ich finde es sehr interessant, es zwang zum Nachdenken.
    Ohne Erklärung wäre es spannender geblieben.
    Trotzdem bleibt es gut.
    Gruß,
    Dana

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