1. #1
    Registriert seit
    Aug 2005
    Beiträge
    355
    Tiefe Furchen kerben ihm
    Gelebte Linien in sein Leib
    Dringen Wurzeln
    In das Dunkel doch
    Harte Erde
    Will ihn nicht

    Bettelnd klammern sich
    Dürre Hände an den Himmel
    Hungert müde Einsamkeit
    Hallt von Wohnblock
    Mauern wider

    Regen schmiert den Strassenstaub
    In blinde Blätter Augen
    Tränt hinunter
    In Öl Gespiegel
    Zerfrisst sich
    Mit des Baumes Bild

    Motor Gebrüll
    Erstickt die Stille
    Kreischt die Angst
    In die Laternen
    Nacht
    Des Baumes Leben geht
    Entzwei
    Nur ein Vogel fordert
    Ihn aus den Zweigen
    Lebe!

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2005
    Ort
    Katar - jetzt wieder in Österreich
    Beiträge
    888
    Hallo!
    Schoene Gedanken und gute Bilder,doch leider gar keine Freude es zu lesen.Der Lesefluss wird von schlechter Rhytmik und verdrehten Formulierungen gestoert.Eine ueberarbeitete Version wuerde mich sehr interessieren!
    Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

  3. #3
    Registriert seit
    Feb 2005
    Beiträge
    262
    Hallo Erwenis!

    Hab mir auch dein Gedicht mal näher angeschaut.
    Ich finde das Thema und auch die Bilder sehr schön - mal was anderes, auch die "neuen" Wortschöpfungen. Die Melancholie und Nachdenklichkeit gefallen mir und bis zur letzten Zeile habe ich mich gefragt, warum du das Gedicht unter "Hoffnung und Fröhliches" gepostet hast - diese Aufforderung zu leben ist dann sehr berührend.
    Allerdings würde ich an der Form noch ein wenig arbeiten. Ich bin ja selbst kein Fan von Reimen und klassischen Formen und in einigen Fällen bevorzuge ich auch gebrochene Rhythmen. Du arbeitest ebenfalls mit einem ungewöhnlichen Rhythmus, aber leider kommt man beim Lesen an einigen Stellen ins Stolpern. Ich glaube, es würde schon reichen, wenn du einfach ein paar Wörter verändern würdest (z.B.: "in den Leib" statt "in sein Leib")oder Wörter in die nächste Zeile ziehen würdest
    z.B.: "In das Dunkel
    doch harte Erde"

    "Des Baumes Leben
    geht entzwei"

    "Zerfrisst sich mit
    des Baumes Bild"

    In Strophe 2, Vers 1 solltest du vielleicht noch zwei Silben einfügen, dann stolpert man beim Lesen nicht.
    Außerdem würde ich das "Ihn" in der vorletzten Zeile weglassen. Ich weiss, weshalb du es geschrieben hast, aber der Sinn ist auch so deutlich.
    Eine Frage noch: Meinst du "Blätteraugen" oder "der Blätter Augen"? Beides würde mir gut gefallen.

    Im Großen und Ganzen finde ich dein Gedicht sehr gelungen, gerne mehr.

    Liebe Grüße,
    traumfänger


    @Amrei-lyrics:
    Ungewöhnlich ist nicht das Gleiche wie schlecht!

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