1. #1
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    Unhappy

    Alleine lauf ich durch die Welt,
    nichts das mich mehr am Leben hält!
    Warum wurd ich allein gelassen?
    Warum kann ich nur noch hassen?

    Warum kann mich kein Mensch verstehen,
    will niemand an meiner Seite gehen?
    So viele Qualen musst ich erleiden,
    ich kann es nicht einmal beschreiben!

    Mein Herz noch schwärzer als die Nacht,
    vor Jahren hab ich zuletzt gelacht!
    Meine Tränen, so heiß wie Feuersglut,
    bestehen heut aus schwarzen Blut!

    Mein Leben hat so keinen Sinn,
    ich bin nun mal so wie ich bin!
    Ich stürze durch mein eignes Verderben,
    so wünsch ich mir ich würde sterben!



    Ein weiterer Einblick in mein tiefstes Inneres ....

    ~ † Carpe Noctem † ~

  2. #2
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    Ich hoffe, Du spekulierst nicht auf emotionstriefende Pseudo-Anteilnahmen für diesen Text...
    Das lyr Ich zelebriert hier nur eine ziemlich egoistische Konzentration auf reichlich Selbstmitleid und Vorwürfe an die Schuldigen (an die Allgemeinheit) der Misere des lyr Ichs. Diese Sichtweise ist m.E. äußerst beschränkt und stellt sich überhaupt nicht den das lyr Ich belastenden Problemen.

    So bleibt dieser Text nur im heroisch-inszenierten und maßlosen Selbstbemitleiden einer egozentrierten Weltsicht stecken ("Jammern!!! Oh Gott, Jammern!!!!"). Das lyr. Ich ist noch nichtmal in der Lage, sich selbst und seine eigene Mitschuld an seiner Kriese zu erkennen - geschweige denn, darüber zu reflektieren. Stattdessen ergibt es sich einfach (weil es ja so viel leichter ist) in diese so fürchterlich heldenhafte Leidens-Pose und ignoriert jede rational diktierte Erkenntnis, daß seine feige Schicksalsergebenheit der eigentliche Auslöser seiner Agonie ist.

    Sich selbst zu hinterfragen - dazu ist es nicht in der Lage.

  3. #3
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    Nur weil man ein tiefschwarzes Herz hat, heißt das noch lange nicht, dass man sich von der Menschheit abkapseln muss und nicht mehr lachen darf, oder kann!
    Das ist ein blödes Klischee.
    Auch ich lache verdammt gerne, obwohl ich nicht viel zu lachen habe. Ich jammere halt nicht gerne. Das wirkt viel zu egozentrisch. Und so vergeht auch die Einsamkeit.
    Quoth the raven "Nevermore

  4. #4
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    Hmm,
    für ein Einsteigerwerk nicht schlecht, zumindest weit besser als einiges was ich hier bereits gelesen habe.
    Aber es wäre doch schade wenn ich nichts zum Rummeckern finden würde oder?
    Das Reimschema: Paarreim... nicht wirklich eine gute Idee, Paarreime eignen sich eher für fröhliche Themen, d.h. sie sind in diesem Fall der Stimmung deines Gedichts eher abträglich.
    Stimmung: Eigentlich nicht schlecht, aber es stört wirklich ein wenig, dass einem das Selbstmidleid so frech ins Gesicht grinst. Versteh mich jetzt bitte nicht falsch, eine Prise Selbstmitleid ist schon ein gutes Gewürz für ein Gedicht, aber du setzt es zu offensiv ein.
    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

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