Thema: Der Begleiter

  1. #1
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    Der Begleiter

    Du fühlst mein Herz nicht,
    obwohl es laut schlägt.
    Du hörst mich nicht sprechen,
    obwohl ich laut rede.
    Du siehst nicht meine Blicke,
    obwohl ich in deine Augen sehe.

    Du gehst oft fort,
    und nimmst mich mit,
    jeden Schritt von dir,
    muss ich begleiten.

    Obwohl du mich nicht kennst,
    vertraust du mir blind.
    Und obwohl du gar nicht weißt,
    ob ich existiere,
    steckst du jeden Glaube in mich.

    Ich kenn dich sehr gut,
    ich weiß alles von dir,
    hab dein Leben
    mit dir verbracht,
    und werde es auch weiter tun...

    Ich werde dich solang begleiten,
    bis du nicht mehr leben musst,
    bis du bereit bist,
    mich kennenzuleren,
    und mir gegenüber zu stehen.

  2. #2
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    Ich finde dein Gedicht wunderschön, deine Worte berühren micht, obwohl ich nicht genau erkennen kann worum es geht.
    Es ist zwar metrisch nicht sehr ausgefeilt, aber ich würde die worte genauso stehen lassen!

  3. #3
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    Hallo tinispace,
    was meinst Du?
    Geht es um Liebe oder Opfer?
    Wo bist Du?
    Ich wünsche mir eine Erklärung, denn angesprochen hat es mich.
    Liebe Grüße,
    Dana

  4. #4
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    Nun es ist aus einer ganz bestimmten Sicht geschrieben, aber herauszufinden aus welcher, müsstet ihr im Gedicht erkennen, das überlasse ich euch

  5. #5
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    Ich wage eine Deutung, es geht um ein Elternteil, eher die Mutter.
    Wenn, dann ist es sehr tiefgründig und unendlich traurig.
    Gruß
    Dana

  6. #6
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    Ist es aus der Sicht... also ich will ja jetzt nicht zu viel verraten, falls ich Recht haben sollte^^...
    Hmmm... Also ich werde es mal so formulieren:
    Ist es aus der Sicht von jemandem von weit oben?
    (lol hab ich heute eine seltsame Ausdrucksweise, ich entschuldige mich dafür!)

    mfG Fairy

  7. #7
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    Die Idee von Lacerated ist atemberaubend, und wenn sie stimmt,
    dann ist das Gedicht groß.
    Dana

  8. #8
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    Und je öfter ich dieses Gedicht lese, um so sicherer werde ich mir mit meiner Vermutung...
    Besonders wegen den letzten drei Strophen und ganz speziell wegen dem letzten Vers.

    mfG Fairy

  9. #9
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    Ja, das sehe ich auch so. Irgendwie kann es nur darum gehen. Und Dana hat recht, das Gedicht ist groß! Für die erste Strophe sollte es bei dieser Deutung schon mal einen riesengroßen Preis geben!

    Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

    Meine Werke und meine Empfehlungen.

    Freiwillige Selbstverpflichtung 3:1

    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  10. #10
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    Aus der Sicht des eigenen Schutzengels!?

    Ein wunderbares Gedicht, erst recht, wenn das "Geheimnis" sich offenbart.
    Alles Liebe,
    Dana

  11. #11
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    Nun mit "Gott" habt ihr es schon sehr richtig interpretiert , danke für die vielen Lobsagungen

  12. #12
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    *** Spamming deleted ***


    - Danse_Macabre -
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    [Geändert durch Danse_Macabre am 17-08-2005 um 18:17]

  13. #13
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    Ich würde aus der ersten Strophe auf ein neues, noch ungeborenes Leben tippen...

    Lediglich
    Ich werde dich solang begleiten,
    bis du nicht mehr leben musst
    [...]
    verwirrt mich etwas. Klingt zu drastisch...

  14. #14
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    Smile

    schönes gedicht..

  15. #15
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    Also, die Ideen meiner Vor"schreiber" (besonders die mit dem "von weit oben") finde ich gut und sehr passend.

    Weshalb habe ich beim Lesen bloß an Schatten gedacht. Den eigenen Schatten = der ständige Begleiter bis zum Tod?

    Ich finde es sehr gut.
    ....regt zum Nachdenken an...

    lieb grüßt das grübelnde murmeli
    Lächeln!!!

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