Klaustrophobisch steigt die Angst zum Hals,
ich fuehle die Dunkelheit saugen.
Es kaempfen zwei Welten im Inneren,
doch loslassen trau ich mich nicht,
und Schwindelgefuehl macht mich blind
fuer das,was man von mir verlangt.

Das dunkle Zimmer ist wie ein Sack,
es schnuert mich die stille Enge ab.
Der alte Schock macht mich hohl und stumm,
unbeweglich,versteinert und alt.
Das Laecheln verbirgt mit Geschick:
ich treibe,ich bin ohne Halt.

Man hat gesagt,das sei Depression,
man sagt,das sei Trauerarbeit -
Ich kaempfe mit meinem Gewissen,
es mauert mich ein wie Gebaelk.
Wie soll ich mein Sinnen denn lenken,
wenn alles verselbststaendigt laeuft?

Ich muss meinen Schock ueberwinden,
die Kinder verlangen danach.
Ich muss einen Anfang finden,
viel Arbeit liegt immer noch brach.
Geaendert hat sich mein Leben,
ich soll jetzt nur noch Liebe geben.

Harmonisch will ich die Zeit begehen.
Die Entscheidungen anderer
akzeptieren,klaeren,verstehen.
Wo bleiben mein Mann,meine Kinder,
wenn ich meine eigene Kraft
nicht liebend und wachsam verteile?

16.8.2005

(in Gedanken an meinen am 4.8.2001 verstorbenen Sohn)