Thema: Thematik!

  1. #1
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    ich suche dringend hilfe!
    welche thematik... Reimschema ect. brauch ich bei Liebesgedichten? ich kenn mich nicht sooo gut aus mit dem schreiben von gedichten würde es aber gerne! kann mir irgendwie jmd weiterhelfen? Danke schonmal jetzt!
    Leave my life but not my heart!

  2. #2
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    Hallo hack-crash!

    da gibt es keine festen Regeln, nur Erfahrungswerte. So eignen sich zum Beispiel Paarreime eher für humoristische Gedichte. Die Thematik sollte etwas tiefgründiger sein, als das übliche Herz-Schmerz-Gebrabbel. und wenn man sich doch dieser Thematik zuwenden will, dann sollte die Umsetzung, sprich die Form, Wortwahl, stilistische Mittel, die eventuelle Unoriginalität des Inhalts wettmachen.

    Gerade eigene Formen zu finden, machen den Reiz der Liebesthematik aus. Also bitte kein langweiliges "ich liebe Dich" sondern ansprechende Äquivalente.

    alles liebe
    gott

  3. #3
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    hack-crash,
    Vermeide, wie Gott schon sagte, um alles in der Welt Klischees und Stereotypen. Die Welt wird mit Liebesgedichten überflutet, deren geistiger (Fehl)Gehalt sich selbst Dieter Bohlen noch langweilen kann.

    Daher mußt Du Dich sehr darauf konzentrieren, Deine eigenen Gedanken in eigene Worte zu bündeln, die Dein Gedicht unverwechselbar machen. In der Regel sollte man sich dabei auf spezielle Situationen zwischen Dir und der/dem Angesprochenen konzentrieren, da diese eben schon euch beide betreffen. Allgemeines Gedudel wie "Ich habe Dich so lieb, denn Du bist die Beste, ja meine Göttin - keine ist wie Du..." kommt bei geistig flach fliegenden Konsumenten zwar auch recht gut (noch in der tausendsten Wiederholung) an, stößt aber jeden anspruchsvollen Leser/Empfänger dermaßen vor den Kopf, daß sowas z.B. speziell in meinem Fall ein gewichtiges Argument wäre, die Beziehung zu einer solchen Schreiberin schnell zu beenden.


    Hier mal ein Beispiel aus meinem Schaffen:

    Erstmaliger Ereignismix


    Meine Uhr vertropft im Sirup,
    Ihr Sekundenschnittgewinner,
    Der begegnet mir im Jagdklub
    Eitel, ängstlich, welch ein Spinner.

    Züge balettieren Wirrung
    Über grobstrick-Flächenwände,
    Querlauf ungelenker Hemmung -
    Explodierend treffen Hände.

    Zeitendrehundangelpunkte
    Überschlagen Newtons Lehre,
    Sinnzerschmelzenswahn - es funkte!
    Brenne, Geistesstolzgaleere!

    Schiebung drängt in Realräumen,
    Wenn horizontale Schnitte
    Muldenparadiese säumen -
    Wecker erdbeerroter Bitte.

    Deren plötzlich Wunschgefülle,
    Schmeißt das ich zur Wand, der sturen.
    Deckentropfend, solch Idylle.
    Ich entgleit´ in Schäfersschuhren.


    [i]-27|01|2004-



  4. #4
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    Danse_Macabre spricht hier unbewußt einen wichtigen Punkt an, der geklärt sein sollte, bevor du mit dem Schreiben anfängst. Für wen schreibst du das Gedicht und was bezweckst du damit?

    Schreibst du den Text, um deine Freundin zu beeindrucken oder sogar, um ihr Herz für dich zu gewinnen, schreibst du für die Jury eines Literaturwettbewerbes, schreibst du für ein breiteres, öffentliches Leserpublikum, schreibst du, um deine persönlichen (autobiographischen) Gefühle umzusetzen oder um ein Kunstwerk zu schaffen, das gleichsam abgeschlossen zwischen Fiktion und Faktion schwebt?

    Immer hängt es ganz vom Geschmack und von der kulturellen Bildung deines Publikums ab, ob du mit deinem Gedicht bei ihm Erfolg hast oder nicht und es hängt von deinen Zielen ab, mit welchem Schreiben du ihrer Erfüllung am nächsten rückst.

    Schreibst du ein Kunstgedicht für einen kulturell gebildeten, genießerfreundlichen Leser, dann ist es sicher günstiger, die oben gegebenen Ratschläge zu beachten. Und schreibst du zusätzlich für ein Publikum, das dich nciht persönlich kennt, dann baue keine Aspekte ein, die zu verstehen man dich kennen müßte.

    Individualität, bruchloser Sprachstil, kohärente Form, sprachliche Verdichtung, unverbrauchte Bilder/Metaphern, korrekte Rechtschreibung sind dann die Stichworte, an die du dich halten solltest. Die Forensuche bringt dich zu Fäden, in denen diese Aspekte besprochen werden und du kannst aus ihnen lernen, wenn du magst. (Kein Meister fällt vom Himmel, ein Kunstgedicht zu schreiben, ist kein Kinderspiel, das schafft nur, wer es ernst meint und wer bereit ist, schweißtreibend an sich selbst und seinem sprachlichen Ausdruck zu arbeiten.)

    Schreibst du eher aus einer Laune heraus für einen Leser, der dich persönlich kennt und dir wohlgesonnen ist, dann zählt allein die Geste und es ist egal, wie gut oder schlecht der Text ist, weil es in jedem Falle eine nette Geste ist, ein Gedicht für jemanden zu schreiben. Aber merke, mit der kulturellen Bildung eines Menschen steigt auch sein Anspruch an die entsprechende Kultur. Wenn du also für einen d.E. intelligenten Menschen schreibst, achte zumindest auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
    [Geändert durch levampyre am 02-09-2005 um 19:58]
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

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