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  1. #1
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    An seinem Kreuz


    Wie ein Brot
    lag die Seele da
    auf dem Brett
    daneben ein Messer

    Mit Gesang
    schnitt ich es an
    das Brot
    das die Seele war

    Er räusperte sich
    trug diesen Ausdruck
    so voller Schmerz
    an seinem Kreuz
    aus Brettern



    © Copyright by Herbert Gerke / art-de-poesie



  2. #2
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    Ja ja, mal wieder sehr anspruchsvoll.
    Du machst es einem wirklich nicht leicht ein Kommentar zu deinem Werk abzugeben.
    Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten voll.
    Lieg wohl daran, (jetzt bin ich mal ganz ehrlich) dass ich dein Gedicht einfach nicht verstehe.
    Und wenn ich es 100-mal lese, ich verstehe es trotzdem nicht.
    Ich glaube, das sind einfach zu viele Sinnbilder für mich.
    Und es ist nicht leicht zu erahnen, was hinter den Sinnbildern steckt. Kann ja jeder anders interpretieren.

    Mit lieben Grüßen

    Weißer_Teufel
    _____________________________

    Wenn du nichts hast, für das du sterben würdest, hast du nicht richtig gelebt.

    It’s better to burn out, than fade away.
    (Kurt Cobain, oder besser gesagt Neil Young)

    Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben.
    Marc Aurel (121-180)

    Seien wir realistisch und versuchen wir das Unmögliche.
    (Che Guevara)

  3. #3
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    Denn zu was ist es anders?

    Kann ja jeder anders interpretieren?
    Stimmt! Soll aber auch nicht heißen,
    jeder muss anders interpretieren!

    Was haben wir denn?

    An seinem Kreuz


    Wie ein Brot
    lag die Seele da
    auf dem Brett
    daneben ein Messer

    Die Seele als Brot; ein deutlicher Gegensatz
    zu dem Bild des Körpers als Speise im Abendmahl.
    Mit dem Messer daneben, wie eine Aufforderung,
    sie zu zerschneiden, bloßzulegen...abzuhäuten.



    Mit Gesang
    schnitt ich es an
    das Brot
    das die Seele war

    Und tue es - ohne zu wissen, was geschieht.
    Wessen Seele ist das? Die eigene, eine fremde?
    Ist nicht jede Seele fremd?



    Er räusperte sich
    trug diesen Ausdruck
    so voller Schmerz
    an seinem Kreuz
    aus Brettern

    Und er? Er sieht es sich an. Schmerzerfüllt?
    An seinem Kreuz aus Brettern? Wer ist er denn?
    Meinst du es ist Jesus? Oder ein Gott?
    Oder nur das Ghetto-kid, das täglich seinen
    Schmerz wie ein Kreuz zu tragen hat?


    Weißt du, was ich meine?
    Interpretiere es! Gib mir dein Bild.
    Das Gedicht erfährt kein größeres Lob als
    ein Bild, sei es auch noch so anders als erwartet.
    Darum geht es - zumindest mir.
    Keine Angst, anders zu sein. Keine Angst,
    anders zu denken. Keine Angst, es könnte ein
    "anderes" Bild sein. Denn zu was ist es anders?
    Zu dem, das man erwartet?

    Ich kenne keinen, der man heißt.


    Danke für dein Feedback und hoffentlich für einen
    nachträglichen Schimmer eines Bildes - egal wie
    schüchtern es daher kommt.


    Liebe Grüße


    H e r b e r t

  4. #4
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    Bild

    Pastöses Pathos ist
    im Eimer.
    Ist nicht jeder
    im Eimer,
    dem Pathos
    fremd?

    Ich schneide
    die Haut des Pathos'
    pastöse Paste
    gen Himmel
    auf
    und ab.

    Gesang
    verstummt wie
    ein Brot.



  5. #5
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    Ich bekomme gerade Hunger.

    Auch ein Bild.
    Ein klein wenig verpastert, aber lecker.
    Hast du auch an den Ziegenkäse gedacht,
    der auf diesem Brot am besten schmeckt?

    Vielen Dank dafür.

    Ich bekomme gerade Hunger.



    Liebe Grüße


    H e r b e r t

  6. #6
    Registriert seit
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    Wie ein Brot
    lag die Seele da
    auf dem Brett
    daneben ein Messer

    Die Seele wird offen dargelegt, unverblümt und nackt;
    das Brot, die simpelste Sache der Welt;
    Jeder hat es (auch wenn’s nicht jeder weiß), eine Seele.

    Mit Gesang
    schnitt ich es an
    das Brot
    das die Seele war

    Um seine Seele, also sich zu kennen muss man seine komplexe Gedankenwelt, also die Seele zerstückeln, denn nur so gelingt eine genaue Analyse;
    Ja, mit Gesang, denn das zumindest ist man seiner eigenen Seele schuldig.

    Er räusperte sich
    trug diesen Ausdruck
    so voller Schmerz
    an seinem Kreuz
    aus Brettern

    Nicht selten wird man gekreuzigt und mit uns unsere Seele;
    Und das schmerzt, es schmerzt gewaltig;
    Man hängt da und spürt die Seele langsam heraussickern…

    So, meine kleine (vielleicht etwas kranke) Interpretation.
    Ich wollte halt auf keinen Fall sagen: „Jesus hängt am Kreuz… bla bla…“ Das wäre mir doch ein wenig zu simpel gewesen.

    Hoff, du freust dich über meine Bilder.

    Mit lieben Grüßen

    Weißer_Teufel
    _____________________________

    Wenn du nichts hast, für das du sterben würdest, hast du nicht richtig gelebt.

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    Marc Aurel (121-180)

    Seien wir realistisch und versuchen wir das Unmögliche.
    (Che Guevara)

    [Geändert durch Weißer_Teufel am 12-10-2005 um 17:52]

  7. #7
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    Es macht Spaß, Kunstsammler zu sein.

    Ich freue mich sogar sehr über dein Bild.
    Es passt zu den anderen und es passt nicht zu ihnen.
    So wollte ich es schließlich haben.

    Es macht Spaß, Kunstsammler zu sein.


    Vielen Dank für eure Leihgaben.


    Liebe Grüße


    H e r b e r t

  8. #8
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    Jungs, ich glaub ihr braucht echt 'nen Arzt - vor so viel Broten ... ähh Brettern.

    Relax!

    freewaythor


  9. #9
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    Guten Appetit.

    Da könntest du Recht haben.
    Wer braucht das nicht.
    So richtig von sich überzeugte
    Gesunde, das sind oft die,
    die einsam auf ihrer Alm sitzen
    und den ganzen Tag nichts anderes
    tun, als Brote essen.

    Guten Appetit.

    Herzliche Grüße


    H e r b e r t

  10. #10
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    Erklärbert

    Wer andern seinen Vers erklärt,
    mein ich, verfährt verkehrt
    mit Sprache. Wörter sind nicht leerer Qualm,
    mit dem ein Ich sich selbst verklärt -
    den anderen den Sinn verwehrt.
    Wer sitzt denn nun auf seiner Alm?


    Gruß,
    freewaythor

  11. #11
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    Diese Erwartung gibt es nicht.

    Richtig! Genau, was ich sage!
    Interpretiert, wie es euch das Gefühl vorgibt, nicht wie „man“ es erwartet.
    Diese Erwartung gibt es nicht. „Man“ auch nicht wirklich.

    Freut mich, dass es derart viele gibt, die es ebenso sehen.

    Was die Alm angeht:
    Da möge dann auf ewig sitzen, wer nur gesund sein
    will, nicht leben. Bezieht sich natürlich nicht auf die Schweizer.



    Herzliche Grüße und nochmals Dank


    H e r b e r t




  12. #12
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    Il a chaud au cul

    Schade, Bert, du lenkst schon ein,
    wie kannst du da lebendig sein?
    Komm lass uns streiten, Fäuste reiben,
    die Götter aus den Himmeln treiben,
    ich will schon wissen, wie du denkst,
    bevor vom Kreuz davon du rennst.
    'Lebendig' in Beziehung treten
    heißt nicht sich mit dem Schall umgeben,
    den eigner Worte Rauch entfacht -
    so schnell ist nicht der Sinn gemacht.
    Erklär mir deine Verse nicht,
    Erklär dich selbst mit dem Gedicht!
    Das macht lebendig und gesund,
    weil du dich zeigst, weil man dich sieht,
    weil man dich schätzt aus tiefem Grund,
    das forder' ich, so wie's hier steht.
    Und nimm Kritik nicht immer krumm,
    schreib 'einfach' deine Verse um!

    Gruß,
    freewaythor

  13. #13
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    Warum?

    Warum?
    Hast du etwas nicht verstanden oder nicht interpretieren
    können?

    Hilfe ist unterwegs.


    Liebe Grüße


    H e r b e r t

  14. #14
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    Hallo Herbert,


    Ich lächle über diese Zeilen. Mutig, dass du vom Leser auch noch verlangst, sich doch einen Sinn darin zu suchen, den du da gar nicht hineinstecken wolltest. Das Werk ist dir so eben mal vom Frühstückstisch gepurzelt. Ich mag es jedenfalls nicht – es ist banal und lieblos.
    Wie aus einem Gedichteautomaten.

    Nichts für ungut.

    P.S.: Wenn ich etwas bewundern sollte, dann dein geschicktes Marketing (welches sich so ’rührend’ um die jüngeren Zielgruppen bemüht )…

  15. #15
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    Solltest es mal selbst versuchen.

    Keine Ursache.
    Mein Bemühen um jede Art von Zielgruppe,
    sei sie denn eine, die sich ernsthaft
    oder auch humoristisch mit einer
    Sache auseinandersetzt, ist es mir wert.
    Da bedarf es keiner Bewunderung.

    Das mit dem Gedichteautomaten kann ich
    überhaupt nicht nachvollziehen.
    Solltest es mal selbst versuchen.
    Ganz so einfach ist es nicht.


    Liebe Grüße


    H e r b e r t

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