-Freiheit-

Es war ein kalter trüber Tag. Ich fühlte mich einsam, unverstanden, allein – wie schon so oft. Die Welt war grau und die Leere wollte einfach nicht weichen. Unzählige Stunden gewartet – auf ihn und wieder ein bisschen Licht. Die Hoffnung nie aufgegeben... ach was rede ich hier. Er wird nicht kommen. Ich weiß es. Er wird den Weg nicht mit mir gehen, nicht suchen was ich suche... Er kann mich nicht halten. Doch es tut so weh. Kann und will es nicht akzeptieren. Wünsche mir doch nur ein Hauch von Glück – dieses eine Mal. “...2000 Stunden hab ich gewartet, ich hab sie alle gezählt und verflucht. Ich hab getrunken, geraucht und gebetet. Dich flussauf und flussabwärts gesucht...“ Wie Recht Rio doch hat... Ich halte es nicht mehr aus. Ich ersticke noch in dieser hoffnungslosen Verzweiflung. Muss hier raus. Weg von all dem was mich an ihn erinnert. Weg von dem Leben des Menschen der ich einmal war. Er fragte mich einmal was ich suchte.. was das Ziel meiner Reise war.. das Ende des Tunnels... Freiheit, sagte ich. Er lächelte und nahm mich in den Arm: „Freiheit Kleines... gibt es nicht. Der Mensch kann nicht frei sein. Er ist im Leben gefangen..“ „...Dann werde ich mich von den Ketten lösen und weitersuchen...“ Er küsste mich. Die Welt schien zu versinken. Ich war glücklich – für den Moment. ...Doch das ist lang her... Was wusste er schon von Freiheit.. Ich werde sie finden. Um jeden Preis. Hastig packte ich meine Sachen in die kleine schwarze Tasche und hievte alles in mein verrosteten Opel. Die Sonne ging langsam unter, Mr. Mister sang „:..Flying on the wings of freedom...“ und ich fuhr meinem neuem Leben entgegen...