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  1. #16
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    Referat

    ich soll auch ein Referat halten über die Ballade Erlkönigstochter!

    Nochmal zum Lesen:

    Johann Gottfried von Herder

    Erlkönigs Tochter
    Herr Oluf reitet spät und weit,
    Zu bieten auf seine Hochzeitsleut;

    Da tanzen die Elfen auf grünem Land,
    Erlkönigs Tochter reicht ihm die Hand.

    "Willkommen, Herr Oluf! Was eilst von hier?
    Tritt her in den Reihen und tanz mit mir."

    "Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag,
    Frühmorgen ist mein Hochzeittag."

    "Hör an, Herr Oluf, tritt tanzen mit mir,
    Zwei güldne Sporne schenk ich dir.

    Ein Hemd von Seide so weiß und fein,
    Meine Mutter bleicht's mit Mondenschein."

    "Ich darf nicht tanzen, nicht tanzen ich mag,
    Frühmorgen ist mein Hochzeitstag."

    "Hör an, Herr Oluf, tritt tanzen mit mir,
    Einen Haufen Goldes schenk ich dir."

    "Einen Haufen Goldes nähm ich wohl;
    Doch tanzen ich nicht darf noch soll."

    "Und willt, Herr Oluf, nicht tanzen mit mir,
    Soll Seuch und Krankheit folgen dir."

    Sie tät einen Schalg ihm auf sein Herz,
    Noch nimmer fühlt er solchen Schmerz.

    Sie hob ihn bleichend auf sein Pferd.
    "Reit heim nun zu deine'm Fräulein wert."

    Und als er kam vor Hauses Tür,
    Seine Mutter zitternd stand dafür.

    "Hör an, mein Sohn, sag an mir gleich,
    Wie ist dein' Farbe blaß und bleich?"

    "Und sollt sie nicht sein blaß und bleich,
    Ich traf in Erlenkönigs Reich."

    "Hör an, mein Sohn, so lieb und traut,
    Was soll ich nun sagen deiner Braut?"

    "Sagt ihr, ich sei im Wald zur Stund,
    Zu proben da mein Pferd und Hund."

    Frühmorgen und als es Tag kaum war,
    Da kam die Braut mit der Hochzeitschar.

    "Sie schenkten Met, sie schenkten Wein;
    Wo ist Herr Oluf, der Bräutigam mein?"

    "Herr Oluf, er ritt in Wald zur Stund,
    Er probt allda sein Pferd und Hund."

    Die Braut hob auf den Scharlach rot,
    Da lag Herr Oluf, und er war tot.



    nun wollte ich fragen, was die Aussage dieser Ballade ist, weil ich das nicht so ganz erkenne...
    wäre echt nett, wenn ihr mir helft!

    Mfg
    Pessy

  2. #17
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    Mein Gott, früher fragte ich mich immer, weshalb DeutschlehrerInnen prädestiniert dafür sind, anstatt anstädiger Lyrik die beschissensten Gedichte auszuwählen, um sie im Deutschunterricht zu behandeln. (Inzwischen studiere ich Germanistik als Magister zwischen hunderten idiotischen Lehrämtlern und weiß, warum.) Meine ließ mich damals Fontane auswendig lernen, bis ich ihr auf Knien erklärte, dass ich lieber die 10x so lange Bürgschaft aufsagen würde, als diesen ungelenken, spannungslosen und künstlerisch wertlosen Scheiß runterzubrettern.

    Was ich mir bis heute nicht erklären kann, ist die Präsentation mancher Fragen hier im Sprechzimmer. Die Leute kommen an mit der "Ich kann das nicht, macht ihr mal!"-Attitüde, ohne den leisesten Anschein zu erwecken, sich je eine Platte gemacht zu haben. Wie wollt ihr jemanls zu aktiv denkenden Menschen werden?

    Okay, da ich von Leuten, mit denen cih kommuniziere, verlange, dass sie meinen geistigen Ansprüchen gerecht werden, will ich dir helfen, dir selbst zu helfen. Überlegen wir also mal gemeinsam, worum es hier geht. Versuche mal, Antworten auf folgende Fragen zu finden!

    1.) In welcher berühmten Literatur taucht der Erlkönig ebenfalls auf? (Tipp: googlen)
    2.) Was ist der Erlkönig und welche Rolle kommt ihm in dieser Literatur zu?
    3.) Was passiert in der besagten Literatur mit den Protagonisten?
    4.) Inwiefern befinden sich Parallelen zwischen der Erlkönig Literatur und der Erlkönigs Tochter Literatur?
    5.) Was passiert hier mit dem Protagonisten und in wiefern unterscheidet sich das von dem, was in der Erlkönig Literatur passiert?

    Sofern ich sehe, dass du dich ernsthaft darum bemühst, Antworten auf diese Fragen zu finden, sprich, die Rechenleistung deines Hirns mal ansatzweise zu nutzen, bin cih gerne bereit, dir weiter unter die Arme zu greifen bei der Vorbereitung auf dein Referat.
    Geändert von levampyre (15.02.2006 um 00:04 Uhr)
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  3. #18
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    Lightbulb

    1.) Bei der ballade Erlkönig von Goethe!?
    2.) er is son typsel da, der alle umbringt
    3.) was sind Protagonisten??
    4.) emm kP! ist das wichtig??
    5.) was sind denn nun die Protoganisten??

    ja naja ich meine, ich kann es wirlich nich!
    ich finde es ja sehr nett, dass du mir hilft aber
    du musst es ja nich, wenn du meinst,
    ich bin zu blöd dafür!
    Tschuldigung, wenn ich so Balladen nich so gerne mag,
    da wollte ich mich einfach mal
    an jemanden wenden, der es mir erklären
    bzw. sagen will

    MfG
    Pessy

  4. #19
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    Also, Pessy, zum Beispiel über den Erlkönig könntest du dir schon mehr Gedanken machen. Nicht nur, der der alle umbringt.
    Und was ein Protagonist ist... Meine Güte, ein Klick, ein Wort eingeben, noch ein Klick und schon hast du bei Wiki die Antwort! (Lässt sich das Außerdem nicht schon aus dem Satzzusammenhang erschließen?)
    Du bestehst jetzt darauf, dass du es nicht kannst, aber das ist Schwachsinn. Du kannst es, wie jeder Andere auch.
    Ich fände es viel schöner, erst einmal deine vorläufigen Ergebnisse zu sehen (ob wenig oder nicht, hauptsache, es ist mal was vorhanden) und darauf basierend könnte man dir viel sinnvoller unter die Arme greifen.
    Oder ist das gar nicht dein Wunsch? Willst du wirklich nur etwas hingeklatscht bekommen, dass du dann vorträgst, ohne zu wissen, was es ist.

    Gruß! G.T.

    P.S.: Man will dir doch helfen! Aber man will dir nicht dienen.

  5. #20
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    Meine Rede, G.T. Ich muss niemandem mehr beweisen, dass ich Gedichte interpretieren kann. Ich kann es sogar nach verschiedenen wissenschaftlichen Methoden. Du, pessy, kannst es nicht und deshalb solltest du es lernen. Du lernst es aber nicht, wenn ich es dir ausgearbeitet vorkaue. Außerdem glaubt dir dein/e Lehrer/in sowieso nicht, dass du das allein rausgefunden hast, wenn du einfach nachplapperst, was ich vorgeplappert habe.

    Kurzum, ich helfe gern, aber nur selbstständig denkenden Menschen, die daran interessiert sind, sich mit der Materie zu befassen. Dazu gehört m.E. auch selbstständiges Recherchieren, z.B. mit google, wikipedia, Duden oder sonstigen Wissensspeichern. Immerhin bezahlst du mich hier nicht für irgendeinen Service, d.h. du mußt meine Antworten hinnehmen, wie sie kommen oder du läßt es bleiben oder hoffst darauf, dass jemand anderes dir antwortet.

    Okay, also bei Goethe taucht der Erlkönig in der gleichnamigen Ballade auf. Dass er der Typ ist, der alle umbringen will, trifft zwar in gewisser Weise zu, ist aber in der Tat etwas dürftig. Es gibt weitaus mehr über ihn zu berichten. Überleg mal selbst!

    Ist der Erlkönig ein Mensch?
    Über welches Königreich herrscht er?
    In welchem Umfeld taucht er auf?
    Wird die Sympathie des Lesers auf ihn gelenkt?

    Wenn man nicht weißt, was Protagonisten sind, fragt man als schlauer Internetbenutzer die "allwissende Müllhalde", z.B. mit google oder eben wikipedia. Da dein Wissen über die Goethe Ballade allein schon so gering ist, bleiben wir wohl erst einmal dabei, bevor wir zu seiner Tochter weiterschreiten. Versuch doch bitte mal, mir die Story des Erlkönigs in einer kurzen Zusammenfassung nachzuerzählen. Natürlich nur, wenn du magst.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  6. #21
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    so, ich misch mich hier mal ein.
    1. muss ich euch vielmals danken, hab im Referat ne 5.5 gemacht (man beachte die schweizer benotung!!)
    2. ich weiss das ich mit diesem Angebot die ganze "Erziehungs" strategie von Levampyre kaputt mach, aber wenn du (Pessy) willst, kann ich dir meine Interpretation mal geben, vielleicht hilft dir das.
    "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren." (Brecht)

  7. #22
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    @Pommes:
    Klar hilft soetwas - erstmal und oberflächlich. Es hilft darüber hinweg, dass man einmal ne schlechte Zensur oder Haue von Mutti bekommt. Aber es hilft nicht dauerhaft gegen schlechte Noten und Haue, denn es hilft nicht gegen Unbildung. Etwas Vorgekautes zu bekommen, hilft nicht gegen die generelle Unfähigkeit zur Selbsthilfe, zum selbstständigen Arbeiten, zum Lösen von Transferaufgaben, etc. pp.

    Wer dumm bleibt, ist immer im Nachteil, weil er auch im Erwachsenenleben naiv, unkritisch und somit leichter manipulierbar ist. Wer dumm ist, kann sein demokratisches Recht nicht so wahrnehmen, wie es eine Demokratie erfordert und das ist in einer Zeit, in der unsere demokratisch-freiheitlichen Werte im Namen der Terrorbekämpfung langsam aber sicher abgeschafft werden, ganz, ganz übel. Glaub mir!

    Wenn du also helfen willst, dass unser Land wegen Torten wie Pessy zum Polizeistaat wird, dann bitte, gibt ihm deine Interpretation!
    --LeV

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  8. #23
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    da ja offenbar der versuch von le vamypre gescheitert ist, jemanden dazu zu bringen, sich mit literatur selbst auseinanderzusetzen, ist dieser thread ja wohl verödet. Find ich ziemlich unfreundlich von dir, Pommes Chips.
    dann darf ich aber mal ne frage stellen: woher kommt eigentlich der erlkönig? ich hab das irgendwann mal recherchiert, es gibt außer goethes gedicht und diesem hier von herder gar nicht so viel literarische werke,stimmt's? oder wo kommt der her? aus dem nordischen?
    Wie eine Klippe sollst du unbekannte und ungewöhnliche Wörter meiden (Julius Caesar de analogia)

    Neu: Drum halte still
    Die volle Schale (Werkverzeichnis)

  9. #24
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    Sieh mal, ob dich die Erklärungen im Wikipedia-Artikel zu Jöte's Erlenkönig weiterbringen: http://de.wikipedia.org/wiki/Erlk%C3..._%28Ballade%29
    --LeV

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  10. #25
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    ich glaub den kannte ich schon. es ist also wirklich nichts weiter? der erlkönig ein lesefehler von herder? aber trotzdem danke!
    Wie eine Klippe sollst du unbekannte und ungewöhnliche Wörter meiden (Julius Caesar de analogia)

    Neu: Drum halte still
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  11. #26
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    Tja, mehr fällt mir zumindest dazu auch nicht ein.
    --LeV

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  12. #27
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    Ich wollte mal fragen, ob es überhaupt möglich ist, dass sich iinnerhalb eines Verses das Versmaß ändert? Ich dachte das ginge nur zwischen den Versen?

    Beim 2. Vers im Gedicht "Erlkönigstochter" scheint es aber zu wechseln

    xXxxXxXxX

    Das wäre ja ein Jambus, ein Anapäst, und wieder zwei Jambus

  13. #28
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    Naja, Mischmetren sind gerade in der akzentuierenden Metrik gar nicht so selten. Es ist durchaus möglich, dass in ein und demselben Vers mal eine, mal zwei Senkungen zwischen zwei Hebungen sind. Ebenso ist es möglich, dass innerhalb zweier Verse die Anzahl der Hebungen schwankt. Es gibt an sich nichts, was dagegen spräche.

    Natürlich wird die Terminologie in diesem Falle komplexer. Es ist unsinnig, von einem Iambus zu sprechen, wo sich nur eine Hebung (xX) findet, selbst nach klassischer Metrik bestünde ein Versfuß Iambus aus mindestens zwei Hebungen (xXxX), während für einen Versfuß Anapäst (xxX) eine Hebung ausreicht.

    Da die deutsche Metrik als akzentuierendes System charkaterlich nicht wirklich zu den griechischen Versmaßen paßt und ein Versfuß nicht schon ein Metrum macht, halte ich es für sinnvoll, in solchen Fällen von Tendenzen zu sprechen. Am günstigsten ist es, Aussagen zu den Hebungen pro Vers zu machen und dann zu erwähnen, welche Anzahl an Senkungen tendenziell öfter zwischen diesen Hebungen zu finden ist.

    ps.: Die konventionelle Terminologie (z.B. in der Schule) reicht einfach nicht aus, um die poetischen Phänomene adäquat zu beschreiben. Daher nciht verzweifeln!
    --LeV

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