tagträumer der vom träumen träumt

lebst du noch?
ich kaum,
umhüllt von nebel
im raum,
raum meiner träume.
Es brennt
in meinen augen,
könnt ich doch nur
benässen diese
mit feuchten tränen.

tränen sind ausdruck der trauer,
doch auch von freud.
fröhlich will ich sein,
und nicht allein,
mit meinem lachen
das in mir ist
und möcht heraus.

es sei mir vergönnt
die freud
in einem feld von blumen duft, umringt von reiner luft,
zu liegen, träumen, singen
bis die sonn sich schlafen legt.

drumm tu ich meine pflicht
so gut ich kann
wie all die andern.
werd ich’s vollbringen
sag ich sacht „gut nacht“
und leg mich in die arm
der nächtgen träume.
die mich beschützen
bis der tag von neum erwacht.

Sonja 16 April 2002