1. #1
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    Problem: Schreibblockkade! Was tun?

    Erst einmal Hallo.

    Ich habe seit einiger Zeit ein Problem, das mich fast verzweifeln lässt.
    Ich habe keine neuen Ideen und alles was ich aufs Papier bringe empfinde ich als den letzten Müll.
    Es ist doch zum verzweifeln, denn ich würde so gerne mein neuestes Werk beenden, das aber nun schon seit leider(!) 2 Monaten unbeachtet in meinem Fach liegt, da ich mich nicht herantraue aus Angst, es zu "versauen".

    Habt ihr soetwas vielleicht auch gerade, oder habt ihr Erfahrungen damit?

    Wenn ja erbitte ich sehnlichst eure Hilfe/Ratschläge/Tipps, was kann man dagegen tun?

    Ich würde mich echt megamäßig freuen.

    Erwartungsvoll

    Die dunkle Seite
    "Wir sprechen von den Gesetzen des Krieges -
    als ob der Krieg nicht die Zerstoerung aller Gesetze waere."
    Sadi Carnot

  2. #2
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    Nicht jammern, sondern weiter schreiben.

    Gruss
    Margot

  3. #3
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    Hmm... meine längste Schreibblockade dauerte 3 Jahre... 2 Monate nehme ich einfach als kreative Ruhephase, die meist sogar besser ist, als wenn man auf Krampf versucht etwas zu schreiben.

    Wenn du jedoch unbedingt etwas dagegen machen willst, überlege, was Dich sonst zum Schreiben treibt. Welche Situationen, Gemütszustände. Ud reproduziere diese, wenn möglich/erwünscht...

    alles liebe
    gott

  4. #4
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    *hust*

    Dann hoffe ich mal, dass es bei eine kreativen Ruhepause bleibt

    Aber Danke für eure Beiträge

    GLG

    DsoM
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    Sadi Carnot

  5. #5
    königindernacht Guest
    Das empfinde ich als ganz normal.
    Oft entstehen unsere Texte durch starke Anregung von außen- durch besondere Begegnungen, Erlebnisse, Eindrücke...
    Solche Leute wie du (und all die hier) müssen es dann zu Papier bringen, wollen es- wie eine Reflektion ihrer Gedanken und Empfindungen.
    Aber manchmal gibt es Phasen der Ruhe, des Alltags, an dem Anderes dein Fühlen und Denken füllt- Pause beim Dichten.

    Um dann mit neuer Kreativität loszulegen. Ich finde das gut so. Zumal man diese Zeit auch nutzen kann, um an alten Texten zu arbeiten.
    In diesem Sinne wünsche ich dir die Gelassenheit, dies so zu nehmen, wie es halt ist oder, ein Bibelwort abgewandelt zitiert: ALLES HAT SEINE ZEIT.

    Herzlichst,Kö

  6. #6
    Schorsch Guest
    Lieber Finsterling,

    Ich kann Dir nur raten das Schreiben nicht so wichtig zu nehmen, es einfach beiseite zu lassen, sich in Schreiburlaub zu fühlen, zu lesen´, Filme anzusehen, die Natur ins Auge zu fassen, spazieren... Schreibblockaden sind nur ein Zeichen, dass schon der eigene Geist gegen die Einsperrrung in einen Gedankenkäfig rebelliert, Lyrik ist ein ideales Feld für solche Gefängnisse, wie schnell kommt man dahin sich widerzukäuen wie eine Kuh, doch das ist nicht kreativ, sondern Mistproduktion. Der Tanz auf einem Misthaufen, pfui! Sei froh über die Schreibblockade, betrachte die Welt aus anderer Perspektive: der des Adlers, der des Lebenshungrigen, Schreiben ist nicht unbedingt Lebenshunger, dein letzter Text allerdings ist klasse mit Sahnehaube. Also, Du kannst es doch! Vielleicht kommen die Vorschläge ja schon zu spät, dann also beim nächsten Mal. Schreiben ist immer schön und gut, Leben aber wichtiger, so hofffe ich doch!

    Lieber Barfliege sein als Stubenhocker.
    Von nix kommt nix.
    Jede finstere Seite hat eine helle andere Seite.
    Wenn keiner ihm den Griffel führt,
    dann schweigt der Schreiber sehr pikiert.

    Passt ncht zumThema, fiel mir aber gerade jetzt ein ....


    Hans SCHORSCH

    MUSENTERROR

    Bevor Dich eine Muse küsst,
    fragt sie wie kreativ Du bist.
    Auch Musen wollen schliesslich leben,
    so ist da eben.

    Wenn Du 'ne Schreibblockade hast,
    dann bist Du schnell bei ihr verhasst.
    Dann fährt sie ihre Krallen aus,
    und flieht entsetzt aus deinem Haus.



    US W...
    Geändert von Schorsch (22.03.2006 um 11:47 Uhr)

  7. #7
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    Ich stimme Schorsch zu. Eine Schreibblockade ist ein Ausdruck dafür, dass momentan nichts in einem drin ist, dass raus will. Ausgepowert. Ich glaube nicht, dass es da hilft, weiter zu schreiben. Bei mir stellt sich immer wieder heraus, dass Schreibblockaden am ehesten mit Leben zu bekämpfen sind. Fahr den ScheißPC runter, hau die Bleistifte in die Lade, zieh Dir die Jeansjacke an und raus mit Dir. Vergiss, dass Du schreiben willst und setz Dich nicht unter Druck. Mach Party, liebe, lass Dich lieben, sei kindisch und albern und lustig, mach nen Strip auf der nächsten Party (Und ruf mich an, wo das ist) - geh mit Freunden ins Kino und gut essen, blablabla. Aber lass das Schreiben bleiben. Eine Woche, zwei Wochen, egal. Es lässt sich nicht erzwingen. Autoren, die das können, sind Profis. Und selbst denen merkt man es an, wenn sie sich ein Buch aus Termingründen regelrecht abgepresst haben.

    lg/Peter

  8. #8
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    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zum Schreiben eine gewisse (Selbst)Disziplin gehört. Zwar habe ich keine (wirklichen) Abgabetermine, sondern einfach ein Datum, wo ich was fertig haben will/muss, jedoch neige ich zur Faulheit und lasse mich nur zu gerne ablenken. Setze ich mir aber ein Ziel – sagen wir mal – immer zu einer bestimmten Uhrzeit zu schreiben, ein bestimmtes Quantum (Anzahl Kapitel) zu verfassen, dann kommt mit der Zeit auch die Inspiration zu genau diesen Zeiten. Klingt zwar etwas komisch, ist aber so. Wollte ich immer nur darauf warten, dass mich die Muse küsst, wäre ich wahrscheinlich immer noch an meinem ersten Text.

    ‚Schreibblockade’ ist zu einem Modewort geworden, dass heute bereits Erstklässer benutzen. Ich würde deshalb kein grosses Geschrei darum machen, wenn’s mal ein paar Tage nicht in den Fingern juckt, das kommt wieder und wenn nicht, hat man eben nichts mitzuteilen. Ganz einfach.

  9. #9
    Schattenblume ist offline Etwas mit den Scherenhänden
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    Zitat Zitat von DarkSideOfMe
    Erst einmal Hallo.

    Ich habe seit einiger Zeit ein Problem, das mich fast verzweifeln lässt.

    hallo Dark,

    ich bin ebenso der kompromisslosen Ansicht:
    lass zu allererst deine verzweiflung los. versuche zu vergessen,
    dass du leere blätter im kopf hast. befülle stattdessen erstmal dich wieder
    mit erlebnissen und sei gewiss: gerade in pausen, die leer erscheinen mögen,
    ist raum vorhanden, in dem - ohne dass es dir in dieser zeit bewusst ist -
    sich das in dir entwickeln und wachsen kann, was dir bisher verborgen blieb

    mlg

    schatti
    Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einen nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

  10. #10
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    Erst einmal ein freundliches Hallo und vielen Dank für eure Hilfen!

    Schorsch:
    Nunja, zu spät kann man nicht sagen, da ich glaube, dass es noch mehr Personen in diesem Forum gibt, die sich für dieses Thema interessieren.
    Ja ich hatte wieder einen kreativen Tag was mich natürlich freut.
    Du hast Recht damit, dass Leben wichtiger ist und viel von dem Schund den ich teilweise produziere, wird hier nie veröffentlicht werden, da ich selbst sehe wie missraten es geworden ist.
    Für mich hat das Schreiben zwei bedeutungen, einmal, meine Gefühle und Probleme zu verarbeiten und zweitens, andere Menschen zum Nachdenken und Miterleben anregen.
    Ich weiß nicht was mir von beidem gelingt und wie gut meine Werke ankommen aber das ist ja nicht das Wichtigste, wie ich finde.
    Ich bin hier um zu lernen und um mir selbst immer wieder zu zeigen:
    Du bist nicht das Maß aller Dinge.
    Noch einmal Danke an dich für deinen Kommentar!

    nathschleager:
    Auch dir kann ich Recht geben und inzwischen sehe ich dank eurer Antworten die ganze Sache auch ganz anders.
    Ich habe mich zu sehr da hinein verbissen und krampfhaft versucht, etwas zu Papier zu bringen.
    Nun inzwischen habe ich wieder einige Ideen, die ich aber lieber noch etwas ruhen lasse um sie zu vervollständigen.
    Und achja, den Strip hast du leider schon verpasst konnte dir leider nicht mehr rechtzeitig bescheid geben, aber vielleicht beim nächsten mal

    MargotS.Baumann & dieSchattenblume:
    Zu euren Antworten kann ich nur auf meine Antworten zu Schorsch und nathschleager verweisen.


    Noch einmal vielen Dank an euch alle!

    Mit freundlichen Grüßen
    Die vielleicht nicht mehr so dunkle Seite meiner selbst
    "Wir sprechen von den Gesetzen des Krieges -
    als ob der Krieg nicht die Zerstoerung aller Gesetze waere."
    Sadi Carnot

  11. #11
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    Eine Schreibblockade ist ein Ausdruck dafür, dass momentan nichts in einem drin ist, dass raus will.
    Das sehe ich nicht uneingeschränkt so. DarkSideOfMe beschreibt ein weiteres Gefühl, das mit der Ideenlosigkeit in Verbindung steht: "Alles was ich aufs Papier bringe empfinde ich als den letzten Müll."

    Vielleicht hat das auch mit einem neuen Selbstanspruch zu tun. Ich denke da an Leute, die scheinbar frei von jedem Selbstanspruch jeden Hirnfurz ins Netz stellen. Wenn man s ernst meint mit dem Dichten, kommt man vielleicht irgendwann an den Punkt, an dem man mehr von sich und seinem Schreiben erwartet und dann hat man das Gefühl, dass alles, was man schreibt, nicht gut genug ist. Man schafft es nicht mehr, mit dem, was man zuvor gemacht hat, die eigenen Erwartungen zu erfüllen.

    Falls du dich in einer solchen Situation befindest, DarkSideOfMe, dann solltest du viel Lesen und dich befragen, wo deine literarischen Sehnsüchte liegen, neue Arbeits- und HErangehensweien ausprobieren und vor allem deine Poetik reflektieren, also deine Vorstellung davon, was ein gutes Gedicht ausmacht. Es geht darum, den eigenen Stil zu finden.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  12. #12
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    Ich glaube du hast Recht levampire.
    Ich habe bereits wieder ein Gedicht geschrieben, was mir selbst wieder gefällt und wie ich sehe anderen auch, in den letzten Tagen sind es sogar ein paar mehr geworden, aber mein Favorit ist und bleibt "Deine Angst".

    Ich danke dir für deinen Eintrag, ich stelle zur Zeit mich selbst sehr kritisch in Frage und somit auch meine Gedichte, mein PC quillt über vor Texten, Gedichten und ähnlichem, aber die sind hierfür einfach nicht gut genug wie ich das selbst sehe.

    Meine Meinung ist, dass man anderen nur das in diesem Forum zeigen sollte, von dem man selbst wenigstens überzeugt ist, jedoch sollte man sich selbst auch eingestehen und einsehen, wenn andere (begründete!) Kritik an diesem Werk aussprechen.

    Ich hoffe natürlich, dass ich bald mehr über mich und mein "Talent" herausfinde.

    Es grüßt
    Wendy
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