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  1. #1
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    Testament einer Lebenden

    Wenn ich jetzt ginge - sag, was würde bleiben?
    Nur leichte Spuren trägt die Welt von mir.
    Das habe ich mir selber zuzuschreiben,
    denn allzu oft träum' ich bloss auf Papier...


    Wer lesen will, wie das Gedicht weiter geht, sieht hier den Grund dafür, warum ich es aus urheberrechtlichen Gründen gekürzt habe.
    Geändert von yarasa (19.07.2009 um 16:10 Uhr)
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  2. #2
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    Liebe yarasa,

    ich habe dein gedicht sehr gern gelesen. Sehr schöner Lesefluss.
    Nur etwas ganz klitzekleines hat mich gestört:

    Dann bleiben noch die vielen, wirren Zeilen,
    die ich stets zwischen Wut und Hoffnung schrieb.
    Und dieser Drang, so denke ich zuweilen,
    stand hinter allem andern, das ich trieb.
    Bei dem ''vielen'' muss man so richtig pressieren, damit man nicht aus dem Lesefluss kommt, (war auf jeden Fall bei mir so)
    Ich würde es weglassen.

    Ansonsten wirklich sehr gelungen!
    Neu:

    Maiblumen verwelken...

    Helden halten den Mund.

    Spiegelbild der Welt

    Mein Gedichtebüchlein

    ... it's like I breathe you...

  3. #3
    Schorsch Guest
    Liebe Yarasa,

    dein Gedicht ist sehr aufrichtig, gut erfaßt, ein echtes Thema, auch gut geschrieben. Meine Korrekturen sind nur Bemerkungen, die es darauf anlegen, das fast Volkommene noch vollkommener zu machen, keineswegs sind die Verbesserungen besserwisserisch gemeint. Hier und da stimmst Du mir vielleicht zu. Wenn nicht, wäre es auch ok.

    Wenn ich jetzt ginge - sag, was würde bleiben?
    Nur leichte Spuren trägt die Welt von mir.
    Das habe ich mir selber zuzuschreiben,
    denn allzu oft träum' ich bloss auf Papier.
    (denn meine Träume blieben oft Papier.)

    Ich hinterließe Kinder, die mich brauchen
    und denen ich zu wenig Mutter war.
    Versuch, der Zukunft Hoffnung einzuhauchen:
    (Versuch mir selber Zukunft einzuhauchen)
    Ich weiss ja, was ich dieser Welt gebar.

    Die Handvoll Männer, welche meinen Duft,
    in schwülen Nächten doch sehr gierig tranken.

    (in Liebesnächten?, nicht immer waren sie schwül)

    Ich liebte jeden, war er auch ein Schuft,
    und weiss, ich habe einiges zu danken.
    (und weiss, ich musss den Kerlen trotzdem danken)
    Dann bleiben noch die vielen, wirren Zeilen,
    (da sie nie wirrr sind, besser:
    Dann bleiben noch die vielen vielen Zeilen)
    die ich stets zwischen Wut und Hoffnung schrieb.
    Und dieser Drang, so denke ich zuweilen,
    (Der Drang zu schreiben, denke ich zuweilen)
    stand hinter allem andern, das ich trieb.
    (was mich trieb)

    Ich ginge stolz, wenn meine Zeit gekommen.
    (wär' meine Zeit gekommen)
    und reuen würden mich die Jahre nicht.
    (die Reue, dass ich lebte, kenn ich nicht.)

    Ich bleib auch gern. Ich ahne, leicht verschwommen:
    Das Beste liegt noch etwas ausser Sicht.
    (Das Beste kommt ja noch und will ans Licht.)

    PS: ich habe versucht die Verbesserungen in DEINEM STIL zu formulieren . Prinzipiell mag ich alle deine Gedichte, die sich dem Realismus verpflichtet fühlen, es sind viele.
    Geändert von Schorsch (27.04.2006 um 22:47 Uhr)

  4. #4
    Taurus ist offline L' Héautontimorouménos
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    Hallo yarasa.
    Hallo schorsch.

    Nun ich muss sagen dass mir Schorschs Vorschläge, bis auf S.4 Z.4 ( ->was mich trieb) überhaupt nicht gefallen.
    Sie entfernen etwas aus diesem Gedicht das ich nciht definieren kann, etwas was diesem gedicht an persönlichkeit nimmt.
    Sorry schorsch

    Ansonsten Gefallen mir diese Zeilen auserordentlich...
    hmm...

    naja.
    lg
    taurus
    ..........(___)...............................Im Moment ist mir aber diese Masse von Dichtern zuwider,
    ...........|Oo|...............................die weder Innovatives noch Attraktives produziert
    .... /```` OO)...Tauri are fine!........und wo sich hinter jedem Satz ein
    .../ |____-- ................................"Was mach ich hier eigentlich?" versteckt.
    .*...L....L....................................-AiAiAwa-

  5. #5
    Schorsch Guest
    Lieber Taurus,
    liebe Yarasa,

    danke für Dein mitfühlendes Herz, Taurus! An Yarasa: Einige meiner Vorschläge sind nur Variationen, aber ich nehme Dir auf keinen Fall ab, wenn Du schreibst "wirre Zeilen", denn Du schreibst höchst selten wirr. Auch zweifle ich daran, dass alle deine Liebesnächte schwül waren, ansonsten, bin ich fast ganz auf Kurs mit Deinem Text.

    Noch der grammatische Schnitzer:

    Ich ginge stolz, wenn meine Zeit gekommen.

    In diesem Satz müsstest Du meiner Meinung nach etwas ändern, damit der Satz grammatisch ins Lot kommt.


    Einen wunderschönen Tag wünscht...

  6. #6
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    Hallo ihr lieben Leser

    Danke, dass ihr den Text gelesen habt und auch fürs kommentieren.

    @beisserchen:
    Die vielen, wirren Zeilen gehen metrisch schon auf. Und ohne inhaltliche Notwendigkeit weiche ich ungern von der Metrik ab.

    @schorsch
    Ich war gestern bei meiner 'letzten Runde' zu müde, deinen Kommentar noch zu beantworten, daher habe ich nur den Fehler korrigert, der eigentlich sogar ein schlichter Tippfehler war.
    Aber der Reihe nach. Mit eingen deiner Vorschläge nimmst du gerade die versteckten 'Kanten' aus dem Gedicht, die nicht unbeabsichtigt waren.


    Wenn ich jetzt ginge - sag, was würde bleiben?
    Nur leichte Spuren trägt die Welt von mir.
    Das habe ich mir selber zuzuschreiben,
    denn allzu oft träum' ich bloss auf Papier.
    (denn meine Träume blieben oft Papier.)
    Dieser Vorschlag ist sinngemäss, aber ich will lieber meinen belassen; sprachlich, was auch immer.

    Ich hinterließe Kinder, die mich brauchen
    und denen ich zu wenig Mutter war.
    Versuch, der Zukunft Hoffnung einzuhauchen:
    (Versuch mir selber Zukunft einzuhauchen)
    Ich weiss ja, was ich dieser Welt gebar.
    Diese Änderung gefällt mir überhaupt nicht, weil er in Richtung 'Kinder sind Verlängerung meiner selbst' zielt. Kinder sind nicht meine Zukunft, aber sie geben der Zukunft Hoffnung, dass nicht alles ganz den Bach runtergeht (vielleicht, wenn wir glück haben und gut zu ihnen schauen)

    Die Handvoll Männer, welche meinen Duft,
    in schwülen Nächten doch sehr gierig tranken.
    (in Liebesnächten?, nicht immer waren sie schwül)
    Ich liebte jeden, war er auch ein Schuft,
    und weiss, ich habe einiges zu danken.
    (und weiss, ich musss den Kerlen trotzdem danken)
    Zu den Nächten: der clou an der formulierung ist ja, dass es eben nicht immer Liebesnächte waren. Klar, es ist ein Begriff für nächtliche, sexuelle Aktivitäten, aber hier habe ich die Liebe ganz bewusst aussen vor gelassen. Das die Nächte in Natura nicht immer schwül und stickig waren, ist zwar auch klar; ich schrieb es eher als Synonym zu 'heissen' Nächten, also auch mit der schlüpfrigen Konnotation, die das Wort für mich hat.

    Die Dankbarkeit (auch @R.H.)
    Ich habe sie bewusst offen gelassen. Das trotzdem ist zu trotzig (zu bitter auch), die Kerle zu grob. Schuft empfinde ich vom Wort her als liebevoller. Ich denke, jeder Leser kann sich selber vorstellen, was da zu danken ist (und was eben nicht).

    Dann bleiben noch die vielen, wirren Zeilen,
    (da sie nie wirrr sind, besser:
    Dann bleiben noch die vielen vielen Zeilen)
    die ich stets zwischen Wut und Hoffnung schrieb.
    Und dieser Drang, so denke ich zuweilen,
    (Der Drang zu schreiben, denke ich zuweilen)
    stand hinter allem andern, das ich trieb.
    (was mich trieb)
    Da hatte ich im ersten Aufwasch die vielen, vielen Zeilen. Das wirr ist mehr der Abwechslung geschuldet, und doch empfinde ich meine Sprache oft selber als nicht präzise genug. Und es geht letztlich nicht nur um die Gedichte.
    In deinem zweiten vorschlag zu dieser Strophe stört mich die Wiederholung von schreiben. Ich denke, es ist klar, um was es geht. Der Schluss ist übernommen.

    Ich ginge stolz, wenn meine Zeit gekommen.
    (wär' meine Zeit gekommen)
    und reuen würden mich die Jahre nicht.
    (die Reue, dass ich lebte, kenn ich nicht.)
    Zur ersten Zeile: da werde ich mir noch etwas überlegen, du hast recht, die Grammatik ist nicht astrein.
    Die zweite Zeile ist sehr bewusst so ausformuliert, auch wenn es anscheinend nicht auf das erste Lesen klar wird: Mich würde es nicht reuen um die verpassten Jahre, die ich nicht mehr hätte, wenn ich denn sofort gehen müsste. Es geht um Zukunft und nicht um die Vergangenheit.


    Ich bleib auch gern. Ich ahne, leicht verschwommen:
    Das Beste liegt noch etwas ausser Sicht.
    (Das Beste kommt ja noch und will ans Licht.)
    Da ist deine Zeile nicht per se schlechter.
    Ich nehme an, du kennst dieses Lied aus der West-Side-Story: something
    Da ist das Ahnen, dass das Etwas gleich kommt, noch etwas schüchtern hinter der Ecke wartet... Es ging mir um dieses Gefühl: Knapp ausser Sicht, aber schon wahrnehmbar.

    Trotzdem: Danke für deine sehr ausführliche Kritik und das Mitdenken am Text.
    Ich finde es immer spannend, wie jemand anderes die Zeilen gestalten würde.

    @Taurus
    Schön, dass es dir gefällt. Und ich denke, das, was deiner Meinung dem Text verloren gehen würde, sind genau die unterschwelligen Kanten. Wie immer deckt sich dein Gefühl mit meinem ziemlich genau.

    LG
    yarasa
    Geändert von yarasa (28.04.2006 um 09:15 Uhr)
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  7. #7
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    Hallo yarasa

    Ein interessantes und ehrliches Resümee, bar jeder Romantik
    Sprachlich wie immer perfekt, metrisch ausgereift.

    Bei einer Passage würde ich auch Hasel zustimmen:

    das Wort "einges" durch ein kokreteres zu ersetzen.
    Aber vielleicht soll es ja auch diffus bleiben.

    Sehr gern gelesen.
    Lieben Gruß,Katzi
    Geändert von Chavali (28.04.2006 um 09:28 Uhr)
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  8. #8
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    Hallo Ihr, Yarasa

    so wie ich Yarasa erlebe, verste ich die "Kanten" ebenfalls als durchaus passend.
    Abgesehen davon ist ja vielen bekannt, das mir Schubladen die klemmen nicht gefallen.

    Yarasa Kerlchen gefällt Dein neues Werk sehr .... ich lese da auch einiges von meinem Lieblingstext von Dir raus. Außerdem zeigt es mir wie tief es Dich wirklich beschäftigt. Ich kenn das - auch ohne Kinder.

    Gruß Stefan

  9. #9
    Schorsch Guest
    Liebe Yarasa,

    Du bist schwer von Alternativen zu überzeugen . Aber es stört mich wirklich nicht, ganz im Gegenteil, ich habe wieder einmal etwas gelernt, nämlich: dass der Schreiber immer mehr weiss von seinem Text als der Kritiker. Besonders, wenn er überlegt beim Schreiben. Ist ja auch gut so. (Das Westside-Lied z.B. fiel mir nicht ein.) Das Gleiche fühle ich, wennn mich jemand oberflächlich kritisiert. Doch ich denke auch ganz allgemein, dass man immer genau unterscheiden sollte, ob der Kritiker recht hat oder man selbst. Das ist oft Geschmackssache, aber nicht immer, ich selber nehme gerne Kritik an, die ich als fundiert betrachte. Ich habe schon viele Texte im Forum durch Hinweise anderer verbessert. Das Forum hat doch unter dem Strich bei mir dazu beigetragen, dass ich Texte verbessern konnte. Viele wissen mehr als einer... normal. Gewöhnlich ist man ja auch für eigene Schwächen ziemlich blind. Dazulernen heisst auch fundierte Kritik als nützlich anzusehen.

    Einen wunderschönen Tag wünscht
    Geändert von Schorsch (28.04.2006 um 10:01 Uhr)

  10. #10
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    Hallo katzi, hallo kerlchen

    schön, dass es euch gefällt.
    Die Dankbarkeit möchte ich gerne offen lassen, denn ich denke, letztlich ist sie 'konkret' genug, dort und wie sie steht...

    schorsch: was meine 'Kindchen' anbelangt entwickle ich eine gewisse Sturheit, das stimmt. Ich hoffe, du verzeihst mir.
    Ich bin froh, wenn ich bei einem Gedicht so sicher bin, dass ich Vorschläge ablehnen kann.

    LG
    yarasa
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    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  11. #11
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    Testament

    Liebe yarasa,
    mein "Fledderband" ist in Kategorien eingeteilt. Dieses kommt in Kategorie:
    "Besonders wertvoll". Gute Gedichte, die das Leben mit Kindern und die Liebe zu den Kindern aufzeigen, bedeuten und geben mir viel. Indem Du scheinbar ruhig und sachlich verdichtest, gestehst, zugibst, kommt dennoch die ganz tiefe Liebe hindurch. Vielleicht gerade darum, denn erst wenn wir vor uns selbst unsere Unvollkommenheit erkennen, erlangen wir auch die Fähigkeit das Bestmögliche zu geben. Ich traue Dir das Bestmögliche voll und ganz zu bei Deinem, so denke ich, sehr persönlichem Werk.
    Werde es immer wieder lesen.
    Liebe Grüße,
    Dana

    Nur um nicht ganz als "Nichtmeckerer" zu gelten:

    Ich ginge stolz, wenn meine Zeit gekommen,
    und reuen würden mich die Jahre nicht.
    Ich bleib auch gern. Ich ahne, leicht versonnen: *
    Das Beste liegt noch etwas ausser Sicht.

    * weil ich denke, ahnen kann man versonnen - sehen kann man verschwommen (ist aber nicht so wichtig)

  12. #12
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    545
    Ich muss sagen, yarasa, ich bin begeistert!
    Ich habe immer sehr sehr viel von dir erwartet, aber dieses Gedicht sprengt für mich alles!
    Ich habe es jetzt glaube ich schon 10 Mal gelesen, und war, um ehrlich zu sein, bisher zu feige, eine Kritik abzulassen.

    Zu kritisieren habe ich auch nichts, ich finde es ein rundum gelungenes Werk, welches mich richtig in seinen Bann gezogen hat.
    Vor allem den ersten Vers finde ich absolut toll.

    "Nur leichte Spuren trägt die Welt von mir" -- Einfach "wunderschön"!

    Wie Dana schon sagte:

    Prädikat: Besonders wertvoll

    Liebe Grüße, und mehr solche Werke
    Ashitaka
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

  13. #13
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    5.243

    Liebe yarasa

    halte dieses Werk für eines der besten, die ich von dir bisher kenne.

    Es kommt darin alles vor, was den Leser anrzurühren, ihn einzufangen und durch die sauber durchgeszogene Metrik auch zu begeistern vermag. Auch deine distanzierten bis selbstkritischen Selbstbetrachtungen überzeugen durch ihre Ehrlichkeit und strahlen eine eigene Würde aus.

    Gerade S4 verdeutlicht dies durch den ausgesprochenen Dank, den du selbst Männern, die darin als Schufte bezeichnet werden, aussprichst, was schon ein erweitertes Wissen der Autorin um die wahren und tieferen Dinge des Lebens reflektiert. Da scheint neben einer gewissen Größe auch eine sehr lebensbejahende und tolerante Person auf, die weiß, von was sie spricht, die ihr Leben auf ihre sehr persönliche Weise führt, Risiken dabei nicht scheut, aber dennoch nicht nachtragend oder larmoyant wirkt, wenn's mal schief ging.

    Ein in jeder Hinsicht überzeugendes Werk, das die Belobigungen aller meiner Vorredner absolut verdient hat.

    Chapeau, je t'admire pour cet ouevre. chère copine.

    bin begeistert und erfreut
    crux

  14. #14
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    Hallo crux, Dana, Ashitaka

    Vielen Dank für eure rückmeldungen.

    Es macht sehr froh, wenn ein Text von so vielen als 'gelungen' angesehen wird.

    @Dana
    irgendwie hast du recht mit dem verschwommen - versonnen, aber gleichzeitig ist versonnen bei mir träumerisch konnotiert, und das möchte ich hier nicht. Mal überlegen

    @schorsch
    S5Z1 jetzt besser?

    LG
    yarasa
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  15. #15
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    Hallo Yarasa!

    Wie immer bin ich restlos begeistert von deiner Fähigkeit, so überzeugend zu schreiben, dass einem die Worte noch stundenlang im Kopf rumschwirren!

    Jemand vor mir - sorry, hab alles nur überflogen - schrieb, dass er sich fast gar nicht traut, zu antworten. Mir geht es oft genauso. Zum Einen wird in den ersten drei Antworten fast alles wichtige bereits gesagt und zum anderen möchte ich nichts falsches sagen.

    Allerdings kann ich mich diesmal nicht zurückhalten, dir mein großes Lob auszusprechen! Ich habe es mit großer Freude gelesen, wirklich. Sehr schöne Idee!

    Aber eine Frage hätte ich dennoch: Müsste es in V. 4, Z. 1 nicht "blieben", statt "bleiben" heißen???

    Liebe Grüße,
    Chimath
    Nicht Kunst und Wissenschaft allein, Geduld will bei dem Werke sein. (Goethe)

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